Judo-Bundesliga

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Judo-Bundesliga ist die höchste Liga für Judo-Mannschaften in Deutschland. Sie wird vom Deutschen Judo-Bund ausgerichtet und ermittelt den deutschen Mannschaftsmeister.

Struktur[Bearbeiten]

Die Bundesliga ist in Nord- und Südstaffeln geteilt, der bei den Männern jeweils acht, bei den Frauen neun Vereine angehören. Die vier besten Mannschaften jeder Staffel qualifizieren sich zunächst für eine Meisterrunde, in der im K.-o.-System die vier Teilnehmer der Finalrunde ermittelt werden. Der Deutsche Meister sowie die Zweit- und Drittplatzierten vertreten Deutschland im Europapokal der Landesmeister welcher von der Europäischen Judo Union seit 2010 zur offiziellen Europameisterschaft für Clubs erhoben wurde.

Die zwei letztplatzierten Mannschaften der Bundesliga Nord und Süd steigen direkt ab. Der Drittletzte der Ersten Bundesliga sowie der Meister der Zweiten Bundesliga kämpfen in einer Relegationsrunde um den Klassenerhalt bzw. den Aufstieg.

Geschichte[Bearbeiten]

Der erfolgreichste Verein in der Geschichte des Deutschen Judobundes ist der TSV Abensberg, der seit 1991 18-mal Deutscher Meister werden konnte, seit 20 Jahren ununterbrochen in der Finalrunde stand und sechsmal den Europapokal der Landesmeister nach Deutschland holte. Die Mannschaft des TSV Abensberg wird wegen ihrer Professionalität auch als der „FC Bayern München des Judo“ bezeichnet.[1][2][3] Der VfL Wolfsburg, der von 1972 bis 1990 elfmal Deutscher Meister werden konnte und dreimal den Europapokal der Landesmeister nach Deutschland holte, wurde vom TSV Abensberg abgelöst. Der VFL Wolfsburg ist heute nicht mehr in der Bundesliga vertreten. Dritter in der ewigen Bestenliste ist der TSV München Großhadern mit 10 Meistertiteln. Der Münchner Vorortverein holte 1991 zum letzten mal den Titel des deutschen Mannschaftsmeisters.

Der Bundesliga gehörten in der Saison 2011 die folgenden Vereine in der Reihenfolge ihrer Abschlussplatzierung vor der abschließenden Meisterschafts-Finalrunde an:

Gruppe Nord: 1. UJKC Potsdam, 2. JC 90 Frankfurt (Oder), 3. SUA Witten, 4. Hamburger JT, 5. JC 66 Bottrop, 6. JC Mönchengladbach, 7. Hertha Walheim
Gruppe Süd: 1. TSV Abensberg, 2. KSV Esslingen, 3. JC Ettlingen, 4. JC Wiesbaden, 5. TSV Großhadern, 6. JV Ippon Rodewisch, 7. JC Leipzig, 8. JC Rüsselsheim

Reform[Bearbeiten]

Im Jahr 2012 wurde die Judobundesliga einer Reform unterworfen. Die Gruppe Nord und Süd wird jeweils von acht auf sechs Mannschaften reduziert. Das Viertelfinale, bis 2011 als K.-o.-Runde ausgeführt, wird seit 2012 mit Hin- und Rückkampf ausgetragen. Die vier verbleibenden Teams kämpfen dann wie bisher an einem Tag und an einem Ort um den Titel des Deutschen Meisters.

Die Deutschen Judo-Bundesliga-Mannschaftsmeister der Männer[Bearbeiten]

2013 - TSV Abensberg
2012 - TSV Abensberg
2011 - TSV Abensberg
2010 - TSV Abensberg
2009 - TSV Abensberg
2008 - TSV Abensberg
2007 - TSV Abensberg
2006 - TSV Abensberg
2005 - TSV Abensberg
2004 - TSV Abensberg
2003 - TSV Abensberg
2002 - TSV Abensberg
2001 - TSV Großhadern
2000 - TSV Abensberg
1999 - JC 90 Frankfurt (Oder)
1998 - JC 90 Frankfurt (Oder)
1997 - TSV Abensberg
1996 - TSV Abensberg
1995 - TSV Abensberg
1994 - TSV Abensberg
1993 - TSV Abensberg
1992 - JC 90 Frankfurt (Oder)
1991 - TSV Abensberg
1990 - VfL Wolfsburg
1989 - VfL Wolfsburg
1988 - TSV Großhadern
1987 - VfL Wolfsburg
1986 - VfL Wolfsburg
1985 - TSV Großhadern
1984 - TSV Großhadern
1983 - TSV Großhadern
1982 - JC Rüsselsheim
1981 - TSV Großhadern
1980 - TSV Großhadern
1979 - VfL Wolfsburg
1978 - VfL Wolfsburg
1977 - JC Rüsselsheim
1976 - VfL Wolfsburg
1975 - VfL Wolfsburg
1974 - VfL Wolfsburg
1973 - VfL Wolfsburg
1972 - VfL Wolfsburg
1971 - TSV Großhadern
1970 - TSV Großhadern
1969 - Post SV Düsseldorf
1968 - TSV Großhadern
1967 - Polizei-SV Hannover
1966 - Post SV Düsseldorf
1965 - Post SV Düsseldorf
1964 - Polizei-SV Berlin
1963 - Polizei-SV Hannover
1962 - Polizei-SV Berlin
1961 - 1. DJC Frankfurt/Main
1960 - 1. DJC Frankfurt/Main
1959 - SWW Hamborn
1958 - Polizei-SV Berlin
1957 - SWW Hamborn
1956 - VfL Berlin Tegel

Die Deutschen Judo-Bundesliga-Mannschaftsmeister der Frauen[Bearbeiten]

2013 - JC Leipzig
2012 - JC Leipzig
2011 - PSG Dynamo Brandenburg Mitte
2010 - JC Leipzig
2009 - PSG Dynamo Brandenburg Mitte
2008 - UJKC Potsdam
2007 - UJKC Potsdam
2006 - PSG Dynamo Brandenburg Mitte
2005 - UJKC Potsdam
2004 - JC Leipzig
2003 - JC Rüsselsheim
2002 - ASG Elsdorf
2001 - ASG Elsdorf
1999 - PSG Dynamo Brandenburg Mitte

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Abensbergs Judoka für Sportler-Wahl nominiert. In: Mittelbayerische Zeitung vom 16. Februar 2012 (anlässlich der später nicht erfolgreichen Nominierung zum „Sportler des Jahres“ in Niederbayern).
  2. Straubings Fußball-Frauen wollen Titel auf der Internetpräsenz des Bayerischen Fußballverbandes, abgerufen am 2. Mai 2012
  3. Judo: Echte Hamburger auf „sanftem Weg“ auf www.hamburg.de, abgerufen am 2. Mai 2012