Jules Gervais-Courtellemont

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Grab in Frankreich, Autochromaufnahme von Jules Gervais-Courtellemont

Jules Gervais-Courtellemont (* 1863 in Seine-et-Marne; † 1931) war ein französischer Fotograf.

Der gebürtige Franzose wuchs in Algerien auf und war viel auf Reisen, insbesondere im Orient. Seit 1877 widmete er sich der Fotografie. Er konvertierte 1894 zum Islam, um bald darauf eine Pilgerreise nach Mekka zu unternehmen.

Gervais-Courtellemont gehörte zu den ersten Fotografen, die mit der 1907 bekannt gewordenen Autochromtechnik Farbfotografien erstellten. Er war einer der offiziellen Bildberichterstatter des Ersten Weltkrieges. Seine Fotografien aus den Frontgebieten des Kriegs wurden in mehreren Ausstellungen gezeigt, derzeit (2009) werden sie zusammen mit Bildern seines deutschen Kollegen Hans Hildenbrand in einer Wanderausstellung, die an zehn französischen und deutschen Standorten zu sehen sein soll, präsentiert.

1923 bis 1925 schrieb er das Werk La Civilisation - Histoire Sociale de la Humanité, das er mit seinen eigenen Fotografien illustrierte.

Mit Pierre Loti verband ihn eine lebenslange Freundschaft.

Etwa 5500 Bilder Gervais-Courtellemonts sind erhalten geblieben.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jules Gervais-Courtellemont – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

  • Pascal Aumasson u. a., Voyager en couleurs. Photographies autochromes en Bretagne (1907 - 1929), Rennes (Éditions Apogée) 2008, ISBN 978-2-84398-320-7
  • Peter Walther (Hg.), Endzeit Europa. Ein kollektives Tagebuch deutschsprachiger Schriftsteller, Künstler und Gelehrter im Ersten Weltkrieg, Göttingen (Wallstein) 2008, ISBN 978-3-8353-0347-8
  • Couleurs de guerre. Autochromes 1914 - 1918, Reims & La Marne, Einleitung von Alain Fleischer, Paris (Monum, Éditions du Patrimoine) 2006, ISBN 2-85822-879-5
  • B. De Pastre und E. Devos (Hg.), Les couleurs du voyage. L'œuvre photographique de Jules Gervais-Courtellemont, 2002