Juli 2003

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Tagesgeschehen[Bearbeiten]

Dienstag, 1. Juli[Bearbeiten]

Mittwoch, 2. Juli[Bearbeiten]

Silvio Berlusconi

Donnerstag, 3. Juli[Bearbeiten]

Freitag, 4. Juli[Bearbeiten]

  • Die UNESCO hat 24 Kultur- und Naturstätten neu in die Welterbe-Liste aufgenommen, darunter das Tessiner Bergmassiv Monte San Giorgio und die vor rund 500 Jahren errichteten Sacri Monti in Norditalien. Das Welterbe-Komitee der UN-Kulturorganisation gab bekannt, dass künftig 754 Stätten zum geschützten Welterbe zählen.
  • Irak. Im Norden Iraks nehmen US-Soldaten der 173. US-Luftlandebrigade in der Stadt Silemani mehrere dort operierende türkische Armeeangehörige fest; sie werden mit Säcken über den Köpfen abgeführt und verhört. Nach türkischen Protesten lässt die USA die Soldaten nach 60 Stunden wieder frei. Der Vorfall wird als Sackaffäre bekannt.
  • Quetta/Pakistan. Im pakistanischen Quetta stürmen bewaffnete Angreifer eine schiitische Moschee und töten mindestens 32 Gläubige, 52 werden verletzt.

Samstag, 5. Juli[Bearbeiten]

Sonntag, 6. Juli[Bearbeiten]

Montag, 7. Juli[Bearbeiten]

  • Singapur. Die beiden 29ährigen siamesischen Zwillingsschwestern, die am Kopf zusammengewachsen waren und seit dem 7. Juli 2003 durch eine Operation getrennt werden sollten, sind gestorben. Kurz nach dem Eingriff verstarb Ladan Bijani, wenige Stunden später auch ihre Schwester Laleh. Todesursache war laut Aussage der Ärzte Kreislaufversagen aufgrund des zu hohen Blutverlustes während der Operation.
  • USA, Irak. Das Weiße Haus gibt zu, dass der Krieg gegen den Irak auch mit Falschinformationen begründet worden ist. Dies soll bereits seit Monaten in Regierungskreisen der USA bekannt gewesen sein.

Dienstag, 8. Juli[Bearbeiten]

  • Frankfurt am Main/Deutschland. Fernsehmoderator Michel Friedman akzeptiert einen Strafbefehl in Höhe von € 17.000,- und legt sein Amt als Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland nieder.
  • Google startet mit einem neuen, deutschsprachigen Nachrichtenportal im Web [3], die News werden vollautomatisch, ohne jede redaktionelle Bearbeitung, aus über 700 Nachrichtenquellen generiert.
  • Khartum/Sudan. Bei einem Flugzeugabsturz am roten Meer sind 116 Personen ums Leben gekommen. Die Boeing 737 stürzte gegen 4.30 Uhr kurz nach dem Start in Port Sudan ab. Ein zweijähriges Kind hatte den Absturz zunächst überlebt, ist aber am Nachmittag auch verstorben. Bei dem Absturz kamen auch 8 ausländische Passagiere ums Leben, darunter ein Brite.

Mittwoch, 9. Juli[Bearbeiten]

Donnerstag, 10. Juli[Bearbeiten]

Freitag, 11. Juli[Bearbeiten]

Samstag, 12. Juli[Bearbeiten]

  • Berlin/Deutschland. Rund 550.000 Techno-Raver feiern die 15. Love Parade.
  • Wolfsburg/Deutschland. Aus PR-Gründen will sich Wolfsburg vom 25. August bis 10. Oktober in Golfsburg umbenennen. Mit dieser Aktion soll die Einführung des neuen Golfs durch Volkswagen unterstützt werden. "Es ist eine Geste der Sympathie gegenüber VW", so der Oberbürgermeister.
  • Maputo/Mosambik. Die Mitglieder der Afrikanischen Union (AU) haben beschlossen, eine militärische Eingreiftruppe für die Beilegung von Konflikten in Afrika zu gründen. Zudem soll ein afrikanischer Friedens- und Sicherheitsrat nach UNO-Vorbild geschaffen werden.
  • USA, Irak. CIA-Chef George Tenet hat die Verantwortung für eine falsche Äußerung von US-Präsident George W. Bush über Iraks angebliche Uranimporte aus Niger für seine Atomwaffenpläne übernommen.
  • Mallorca/Spanien. Die umstrittene Ökosteuer soll abgeschafft werden. Das wurde heute formell beschlossen und muss im Herbst noch durch das Regionalparlament bestätigt werden.

Sonntag, 13. Juli[Bearbeiten]

Montag, 14. Juli[Bearbeiten]

  • Havanna/Kuba. Der kubanische Musiker Compay Segundo stirbt in der Nacht zum Montag im Alter von 95 Jahren nach einem längeren Nierenleiden. Er erlangte durch den Film "Buena Vista Social Club" Weltruhm.
  • Karlsruhe/Deutschland. Nach einem Verkehrsunfall mit zwei Toten fahndet die Polizei nach einer dunklen S-Klasse mit Böblinger Kennzeichen (BB-). Der Fahrer des Mercedes hatte bei 200 km/h eine 21-jährige Frau von der Autobahn gedrängt. Die Fahrerin kam von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Die Fahrerin und ihre 2-jährige Tochter kamen bei dem Aufprall ums Leben. Der Unfallverursacher beging Unfallflucht.

Dienstag, 15. Juli[Bearbeiten]

  • Zermatt/Schweiz. Wegen Steinschlag mussten 90 Alpinisten am Matterhorn evakuiert werden. Aufgrund der anhaltenden Gefahr bleibt der bekannteste Berg der Alpenwelt vorläufig gesperrt.
  • Kassel/Deutschland. Für den Versuch, eine seiner Nieren über das Internet zu verkaufen, wird ein 48-jähriger zu vier Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Die Strafe ist für zwei Jahre auf Bewährung ausgesetzt.
  • Tel Aviv/Israel. Vor einem Strandrestaurant ersticht ein Palästinenser einen Israeli und verletzt zwei weitere. Er gibt an, Mitglied der Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden zu sein, die den Waffenstillstand vom 29. Juni nicht unterzeichnet haben.
  • Lima/Peru. Der Wintereinbruch mit den tiefsten Temperaturen seit 40 Jahren (bis minus 23 Grad) fordert mindestens 60 Todesopfer.
  • Washington, D.C./USA. Scott McClellan löst Ari Fleischer als Sprecher des Weißen Hauses ab.

Mittwoch, 16. Juli[Bearbeiten]

  • Bordeaux/Frankreich. Schwere Unwetter im Südwesten Frankreichs kosten mindestens vier Menschen das Leben, darunter ein elfjähriges Mädchen aus Deutschland. 61 weitere werden verletzt, neun davon schwer.
  • Bagdad/Irak. Wieder stirbt ein US-Soldat bei einem Bombenanschlag. Die Zahl der amerikanischen Todesopfer seit Beendigung der Hauptkampfhandlungen am 1. Mai steigt damit auf 33.
  • São Tomé/São Tomé und Príncipe. Das Militär verhaftet Ministerpräsidentin Maria das Neves und einige Minister. Der Putsch wird vom Leiter des militärischen Ausbildungszentrums, Major Fernando Pereira, angeführt.
  • Havanna/Kuba. Zum zweiten Mal innerhalb von drei Tagen unternehmen Regimegegner den Versuch einer Schiffsentführung. Am Montag war ein solcher Versuch gescheitert, in deren Folge drei Entführer erschossen und ein Elfjähriger durch einen Kopfschuss schwer verletzt wurden.
  • Israel. In Israel wird der nordirische Journalist Seán Ó Muireagáin festgenommen, dem die israelischen Behörden fälschlich Mitgliedschaft in der IRA unterstellen. Die Maßnahme führt vorübergehend zu einer Belastung des britisch-israelischen Verhältnisses, ehe Ó Muireagáin nach einigen Tagen wieder auf freien Fuß gesetzt wird.

Donnerstag, 17. Juli[Bearbeiten]

Freitag, 18. Juli[Bearbeiten]

Samstag, 19. Juli[Bearbeiten]

Sonntag, 20. Juli[Bearbeiten]

  • Deutschland
    • Berlin. Feierliches Gelöbnis von Rekruten für die Bundeswehr auf dem Schlossplatz geht ohne größere Zwischenfälle über die Bühne. Die Feier stand im Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft: Bundesverteidigungsminister Peter Struck und seine französische Kollegin Michèle Alliot-Marie nehmen teil.
    • Berlin. Die Verhandlungen zwischen der Regierung und der Opposition werden mit einem Kompromiss abgeschlossen. Einschnitte für Patienten, Anbieter und Pharmaindustrie sollen das Gesundheitswesen wieder auf den Weg der Besserung bringen.
    • Dortmund. Bei einem Bungee-Sprung vom Florianturm im Dortmunder Westfalenpark kommt ein 31-jähriger Mann ums Leben. Das Bungee-Seil war aus bisher noch ungeklärter Ursache gerissen.
    • Sinsheim. Am frühen Morgen kommt eine der 5 ausgedienten Concorde im Technikmuseum in Sinsheim an. Das Überschallflugzeug war in der Nacht zum Sonntag mit einem Schwertransport vom Baden-Airport zum Museum gebracht worden.
  • Tour de France. Gilberto Simoni gewinnt die heutige Etappe der Tour de France. Lance Armstrong und Jan Ullrich erreichen das Ziel zeitgleich. Damit hält Armstrong seinen 15-Sekunden Vorsprung vor Ullrich.

Montag, 21. Juli[Bearbeiten]

Dienstag, 22. Juli[Bearbeiten]

  • Mossul/Irak. Bei einem Feuergefecht wurden die beiden Söhne Saddam Husseins, Udai und Qusai Hussein, erschossen. Nach einem Tipp aus der Bevölkerung wurde eine Villa in Mossul gestürmt in der sich die beiden aufhielten.
  • Costa Blanca/Spanien. Bei der Explosion von zwei Bomben sind 13 Personen verletzt worden, darunter auch ein 24-jähriger Deutscher. Die Bomben waren von der baskischen Untergrundorganisation ETA in zwei Hotels platziert worden.
  • Paris/Frankreich. Wegen eines Brandes wurde der Eiffelturm am Abend gesperrt. Auf der höchsten Etage war wegen eines Kurzschlusses ein Brand entstanden, den die Feuerwehr nach ungefähr einer Stunde gelöscht hatte.
  • Wiesbaden/Deutschland. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden wurden im Mai 2003 im Straßenverkehr 576 Verkehrstote registriert; es starben auf den Straßen also im Durchschnitt täglich 18 Menschen.
  • Mallorca/Spanien. Wegen Überlastung des Stromnetzes brach gestern Abend die Stromversorgung auf Mallorca zusammen. Erst nach 12 Stunden war wieder Elektrizität verfügbar. Die Feuerwehren mussten mehrere in Aufzügen eingeschlossene Personen befreien.

Mittwoch, 23. Juli[Bearbeiten]

Donnerstag, 24. Juli[Bearbeiten]

Freitag, 25. Juli[Bearbeiten]

Samstag, 26. Juli[Bearbeiten]

  • Baquba/Irak. Die Guerilla-Operationen im Irak gehen mit unverminderter Heftigkeit weiter. Nördlich von Bagdad finden drei US-Soldaten bei einem Granatenangriff den Tod, westlich von Bagdad ein weiterer. Vier Amerikaner werden verletzt.
  • Präfektur Miyagi/Japan. Eine Serie schwerer Erdbeben im Norden Japans führt zu Milliardenschäden und mehreren Hundert Verletzten.
  • Barcelona/Spanien. Bei den Schwimmweltmeisterschaften 2003 erringt Hannah Stockbauer ihre dritte Goldmedaille über die Langstrecken im Freistil. Neben den 400 m und den 1500 m konnte sie sich heute auf den 800 m knapp gegen Diana Munz aus den USA durchsetzen.
  • Tour de France. Das abschließende Zeitfahren auf der 19. Etappe der Tour de France stand im Zeichen der beiden Führenden Lance Armstrong und Jan Ullrich, die nur 1:05 Min. auseinanderlagen. Nach einem Sturz auf der regennassen Straße konnte Ullrich seinen Vorsprung nicht halten und wurde hinter Armstrong Vierter. Die Etappe gewann David Millar.

Sonntag, 27. Juli[Bearbeiten]

Montag, 28. Juli[Bearbeiten]

Dienstag, 29. Juli[Bearbeiten]

  • Frankfurt (Oder)/Deutschland. Im Klinikum in Frankfurt (Oder) sind mehrere Fälle der Legionärskrankheit aufgetreten. Die Gesundheitsbehörden gehen der Sache nach und auch die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung gegen leitende Krankenhausmitarbeiter.
  • Vidauban/Frankreich. Bei schweren Waldbränden in der Region um Vidauban sind bereits vier Personen durch die Flammen ums Leben gekommen. Bei dem Brand wurden auch zahlreiche Häuser zerstört.

Mittwoch, 30. Juli[Bearbeiten]

VW Käfer
  • Wolfsburg/Deutschland, Puebla/Mexiko. Der letzte VW Käfer der Serie Última Edición aus mexikanischer Produktion läuft vom Band. Das pastellfarbene Auto erhielt einen Platz in Sammlung der Volkswagen AG. Nach über 21,5 Millionen produzierten Exemplaren und einer Fertigungszeit von fast 80 Jahren wurde ein großes Kapitel der Automobilgeschichte beendet.

Donnerstag, 31. Juli[Bearbeiten]

  • Vatikan. Der Heilige Stuhl spricht sich in einer Veröffentlichung gegen die Legalisierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften aus und weist katholische Juristen an, sich entsprechenden Bestrebungen zu widersetzen. Trotz der Erklärung bekräftigen der kanadische Premierminister Jean Chrétien und der Oppositionsführer Paul Martin, beides Katholiken, dass sie an dem gesetzentwurf festhalten, der in Kanada die Einführung solcher Partnerschaften vorsieht und verweisen auf die Trennung von Staat und Kirche.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Juli 2003 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien