Julia Franck
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Julia Franck (* 20. Februar 1970 in Berlin) ist eine deutsche Schriftstellerin.
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[Bearbeiten] Leben
Julia Franck wurde 1970 in Berlin-Lichtenberg geboren. Sie hat noch eine eineiige Zwillingsschwester. Die Eltern sind die Schauspielerin Anna Katharina Franck und der Regisseur Jürgen Sehmisch. Julia Franck ist Enkelin der Bildhauerin Ingeborg Hunzinger und Ururenkelin des Malers Philipp Franck. 1978 reiste Francks Mutter mit ihren vier Töchtern über das Notaufnahmelager Marienfelde aus und konnte nach 9 Monaten nach Schleswig-Holstein in die Nähe von Rendsburg ziehen. Dort besuchte Julia Franck einige Jahre die Freie Waldorfschule. Ab 1983 lebte sie bei Freunden in Berlin und holte 1991 das Abitur nach. In ihrer offiziellen Biografie hebt sie hervor, dass sie neben dem Studium der Fächer Jura, Altamerikanistik, Neuere deutsche Literatur und Philosophie an der FU Berlin „sieben lange Jahre als Putzfrau, zehn kurze Jahre als Kindermädchen, drei nicht zu verachtende Jahre als Kellnerin, sowie als Hilfsschwester, Phonotypistin, wissenschaftliche Hilfskraft an der Freien Universität und auch als freie Mitarbeiterin für das Radio und verschiedene Zeitungen“ gearbeitet habe; unter anderem war sie Regieassistentin in der Abteilung Feature/Hörfunk beim Sender Freies Berlin. Außerdem hielt sie sich einige Monate in den Vereinigten Staaten, in Mexiko und in Guatemala auf. Sie lebt mit ihren beiden Kindern in Berlin-Friedenau. Das Jahr 2005 verbrachte sie als Stipendiatin in der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom. Seit 2001 ist Franck Mitglied im P.E.N.-Zentrum Deutschland.
[Bearbeiten] Auszeichnungen
- 1995 Gewinnerin des open mike der Literaturwerkstatt Berlin
- 1998 Alfred-Döblin-Stipendium
- 1999 Stipendium der Stiftung Niedersachsen
- 2000 3sat-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb
- 2004 Marie-Luise-Kaschnitz-Preis
- 2005 Roswitha-Preis; Villa Massimo-Stipendium
- 2006 Poetikdozentur: junge Autoren der Fachhochschule Wiesbaden
- 2007 Deutscher Buchpreis für Die Mittagsfrau
[Bearbeiten] Werke
- Der neue Koch, Roman, Zürich 1997 (TB 2001 ISBN 978-3-596-14806-6)
- Liebediener, Roman, Köln 1999 (TB 2007 ISBN 978-3-596-17801-8)
- Bauchlandung. Geschichten zum Anfassen, Köln 2000 (TB 2002 ISBN 3-423-12972-7)
- Lagerfeuer, Roman, Köln 2003 (TB 2005 ISBN 3-423-13303-1), auch als Hörbuch
- Mir nichts, dir nichts, Erzählungen, Köln 2006 ISBN 3-8321-7969-0
- Die Mittagsfrau, Roman, Frankfurt/Main 2007 ISBN 978-3-10-022600-6, auch als Hörbuch
- Als Herausgeberin: Grenzübergänge. Autoren aus Ost und West erinnern sich, Frankfurt/Main 2009, ISBN 978-3-10-022604-4
Julia Francks Werke wurden u. a. in das Dänische, Englische, Griechische, Italienische, Niederländische, Portugiesische, Russische, Spanische, Tschechische und Ungarische übersetzt.
[Bearbeiten] Literatur
- Beim Schreiben ist man mit sich selbst allein in: Keine Angst vor großen Gefühlen von Wiebke Eden, Berlin 2001, ISBN 3-596-15474-x
- Interview mit Julia Franck in: Entgrenzungen. Vierzehn Autorengespräche von Olga O. Kasaty, Edition Text und Kritik, München 2007, ISBN 978-3-88377-867-9
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Julia Franck im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Offizielle Homepage von Julia Franck beim S. Fischer Verlag
- Rezensionen zu Werken von Julia Franck bei perlentaucher.de
- „Schreiben zum Überleben“ – Interview in der Zeit (nicht nur) zur Mittagsfrau, 27. September 2007
- ORF über Julia Franck beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Franck, Julia |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Schriftstellerin |
| GEBURTSDATUM | 20. Februar 1970 |
| GEBURTSORT | Ost-Berlin |

