Julia Görges  |
 |
| Spitzname: |
Jule |
| Nationalität: |
Deutschland Deutschland |
| Geburtstag: |
2. November 1988 |
| Größe: |
180 cm |
| Gewicht: |
70 kg |
| 1. Profisaison: |
2005 |
| Spielhand: |
Rechts, beidhändige Rückhand |
| Trainer: |
Sascha Nensel |
| Preisgeld: |
2.691.951 US-Dollar |
| Einzel |
| Karrierebilanz: |
273:178 |
| Karrieretitel: |
2 WTA, 6 ITF |
| Höchste Platzierung: |
15 (5. März 2012) |
| Aktuelle Platzierung: |
24 |
|
|
| Doppel |
| Karrierebilanz: |
149:110 |
| Karrieretitel: |
4 WTA, 6 ITF |
| Höchste Platzierung: |
21 (22. Oktober 2012) |
| Aktuelle Platzierung: |
30 |
|
|
| Mixed |
|
|
| Letzte Aktualisierung der Infobox: 20. Mai 2013 |
| Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks) |
Julia Görges (* 2. November 1988 in Bad Oldesloe) ist eine deutsche Tennisspielerin. Sie spielt für das Bundesliga-Team des Ratinger TC Grün-Weiß.
Julia Görges ist die Tochter eines Ehepaars von Versicherungskaufleuten. Mit dem Tennisspielen begann sie als Fünfjährige beim THC BW Bad Oldesloe. Im Alter von zwölf Jahren wechselte sie zum THC Ahrensburg. Als Jugendliche war sie Landesmeisterin von Schleswig-Holstein (U 14) und als 17-Jährige bereits Landesmeisterin der Frauen. Bis zur Mittleren Reife besuchte sie die Theodor-Mommsen-Schule, ein Gymnasium in Bad Oldesloe. Seit Oktober 2010 besucht sie die Dorothea-Schlözer-Schule in Lübeck mit dem Ziel Fachhochschulreife.[1]
Seit 2005 wird Görges in der WTA-Weltrangliste geführt. Ihr Aufstieg begann im März 2007 beim WTA-Turnier in Doha. Mit einer Wildcard für die Qualifikation kämpfte sie sich bis ins Achtelfinale des Hauptfeldes vor, wo sie der Russin Swetlana Kusnezowa unterlag.[2] Im August 2007 erreichte sie in Stockholm zum ersten Mal das Halbfinale eines WTA-Turniers und feierte noch im selben Monat ihr Debüt bei einem Grand-Slam-Turnier. Bei den US Open scheiterte sie jedoch bereits in der ersten Runde mit 0:6, 3:6 an der damaligen Weltranglistenersten Justine Henin. Ende 2007 wurde Görges in Biberach Deutsche Vize-Meisterin: Im Finale unterlag sie Andrea Petković, gegen die sie auch 2009 im Halbfinale der Deutschen Meisterschaften in Offenburg ausschied.
Für das Viertelfinale des Fed Cup im Jahr 2008 gegen die USA wurde sie von Barbara Rittner zum ersten Mal für ein deutsches Team nominiert. Bei ihrem Debüt war sie gegen Lindsay Davenport jedoch chancenlos, sie verlor ihr Einzel mit 1:6, 2:6.
Bei ihrer Wimbledon-Premiere im Jahr 2008 fehlten dann nur fünf Minuten, um den Turnierrekord für das längste Spiel in der Geschichte des Frauen-Wettbewerbs einzustellen. Drei Stunden und vierzig Minuten dauerte das Match gegen Katarina Srebotnik, das Görges am Ende für sich entscheiden konnte.[3]
Am 25. Juli 2010 feierte sie auf der WTA Tour ihren ersten Turniersieg im Einzel. Mit dem Zweisatzsieg über die Schweizerin Timea Bacsinszky in Bad Gastein kletterte sie als bestplatzierte deutsche Spielerin nach Andrea Petković in der WTA-Weltrangliste auf Rang 42.
Im Fed-Cup-Playoff gegen die USA im April 2011 gewann Görges sowohl ihr Einzel gegen Melanie Oudin (6:2, 7:6)[4] als auch das Doppel an der Seite von Anna-Lena Grönefeld. Mit einem glatten 5:0-Sieg stieg Deutschland wieder in die erste Weltgruppe auf.
Ihr bislang größter Erfolg gelang Görges mit dem Sieg beim WTA-Turnier in Stuttgart am 24. April 2011. Im Endspiel bezwang sie mit Caroline Wozniacki die damalige Nummer eins der Weltrangliste, nachdem sie bereits im Halbfinale mit Samantha Stosur eine Top-Ten-Spielerin besiegt hatte. Damit verbesserte sich Görges in der Weltrangliste auf Platz 27. In Madrid erreichte sie das Halbfinale, wobei sie erneut Wozniacki (in Runde drei) in drei Sätzen bezwingen konnte; dort unterlag sie allerdings Wiktoryja Asaranka in zwei Sätzen.
Zu den French Open reiste Görges bereits als Nummer 18 der Welt. Sie erreichte mit einem Dreisatzsieg über Lucie Šafářová erstmals die dritte Runde, verlor ihr Match gegen Marion Bartoli aber nach gutem Beginn noch in drei Sätzen. In der Doppel-Konkurrenz zog sie an der Seite von Andrea Petkovic nach einem umkämpften Tiebreak im entscheidenden Satz ins Achtelfinale ein, wo die beiden der Paarung Nadia Petrova/Anastasia Rodnovona in zwei Sätzen unterlagen. In Wimbledon ging Görges als 16. der Weltrangliste an den Start und erreichte mühelos die dritte Runde, unterlag dort aber Dominika Cibulková in drei Sätzen. Im Doppel (an neun gesetzt) scheiterte sie mit ihrer Partnerin Maria Kirilenko bereits in Runde eins. In Bad Gastein musste sie als Nummer eins des Tableaus eine Erstrundenniederlage einstecken, wie später auch in Stanford (USA) gegen ihre an Nummer sechs gesetzte Doppelpartnerin Kirilenko. Auch in San Diego folgte das Aus (nach einem Freilos) bereits im Auftaktmatch (3:6, 5:7) gegen die US-Amerikanerin Sloane Stephens, die ihre erste Saison auf der Tour spielte.
Im Doppel kann Görges bislang vier WTA-Turniersiege vorweisen. Ihren jüngsten WTA-Sieg erlangte sie 2012 mit Jill Craybas (USA) in Bad Gastein. 2010 war sie in Seoul mit Polona Hercog und in Kopenhagen mit Anna-Lena Grönefeld erfolgreich. Mit der Tschechin Vladimíra Uhlířová gewann sie 2009 das Turnier in Portorož.
| Nr. |
Datum |
Turnier |
Kategorie |
Belag |
Partnerin |
Siegerinnen |
Ergebnis |
| 1. |
27. Juli 2009 |
Turkei Istanbul |
WTA International |
Sand |
Schweiz Patty Schnyder |
Tschechien Lucie Hradecká
Tschechien Renata Voráčová |
6:2, 3:6, [10:12] |
| 2. |
12. Juli 2010 |
Italien Palermo |
WTA International |
Sand |
Vereinigte Staaten Jill Craybas |
Italien Alberta Brianti
Italien Sara Errani |
1:6, 4:6 |
| 3. |
17. Juli 2011 |
Osterreich Bad Gastein |
WTA International |
Sand |
Australien Jarmila Gajdošová |
Tschechien Eva Birnerová
Tschechien Lucie Hradecká |
6:4, 2:6, [10:12] |
| 4. |
16. Oktober 2011 |
Osterreich Linz |
WTA International |
Hart |
Deutschland Anna-Lena Grönefeld |
Neuseeland Marina Eraković
Russland Jelena Wesnina |
5:7, 1:6 |
| 5. |
7. Januar 2012 |
Neuseeland Auckland |
WTA International |
Hart |
Italien Flavia Pennetta |
Tschechien Andrea Hlaváčková
Tschechien Lucie Hradecká |
7:62, 2:6, [7:10] |
| 6. |
29. April 2012 |
Deutschland Stuttgart |
WTA Premier |
Sand |
Deutschland Anna-Lena Grönefeld |
Tschechien Iveta Benešová
Tschechien Barbora Záhlavová-Strýcová |
4:6, 5:7 |
| 7. |
5. Januar 2013 |
Neuseeland Auckland |
WTA International |
Hart |
Kasachstan Jaroslawa Schwedowa |
Simbabwe Cara Black
Australien Anastassija Rodionowa |
6:2, 2:6, [5:10] |
Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren [Bearbeiten]
- ↑ Uwe Nesemann, Peter-Wulf Dietrich: Julia Görges – das neue deutsche Fräuleinwunder? In: Lübecker Nachrichten vom 29. April 2011, S. 3
- ↑ http://www.welt.de/sport/article8636420/Tennis-Model-Julia-Goerges-gewinnt-ihr-erstes-Turnier.html
- ↑ http://www.sport1.de/de/apps/news/news-meldung/news_2282202.html
- ↑ 2:0 Deutschland! Nervenstarke Görges kämpft Oudin nieder
WTA-Weltrangliste:
Deutschland
Die zehn bestplatzierten deutschen Tennisspielerinnen (Stand: 20. Mai 2013)