Julia Hummer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Julia Hummer mit Too Many Boys im Heidelberger Karlstorbahnhof, Mai 2005
Julia Hummer mit Too Many Boys im Café Trauma in Marburg, 16. Dezember 2005

Julia Hummer (* 24. April 1980 in Hagen) ist eine deutsche Filmschauspielerin und Musikerin.

Leben[Bearbeiten]

Ihre Kindheit und Jugend verbrachte Julia Hummer in Norddeutschland und der Schweiz. Mit 17 Jahren brach sie in der elften Klasse die Schule ab und wurde auf einer Straße in Hamburg von einem Fotografen entdeckt. Ihr Bild kam auf die Titelseite des Jetzt-Magazins der Süddeutschen Zeitung. Nachdem sie von Regisseur Sebastian Schipper in Hamburg nach diesem Titelbild erkannt worden war, engagierte er sie 1998 für Absolute Giganten. Eine Schauspielschule hat sie nie besucht.

Anschließend spielte sie in einer Reihe von deutschen Filmen mit und war unter anderem in einer Nebenrolle im Episodenfilm Stadt als Beute sowie in einer Hauptrolle in Gespenster von Christian Petzold zu sehen, der auch am Wettbewerb auf der Berlinale 2005 teilnahm. Anschließend fuhr sie ihre Filmpräsenz zurück, um sich auf ihre musikalische Karriere zu konzentrieren, die sie im Jahr 2002 begonnen hatte.

Julia Hummer singt, spielt akustische Gitarre und Mundharmonika und schreibt (englischsprachige) Stücke; ihren Stil bezeichnet sie als „Folk-Pop“. „Sgt. Hummer“ hieß ihre erste Band. In Northern Star unter der Regie von Felix Randau war sie als Musikerin zu sehen und zu hören; während des Abspanns läuft ein Stück aus dieser Phase. Aus der Besetzung blieb nur Christopher „Krite” Uhe übrig, mit dem sie ihr Debütalbum Downtown Cocoluccia aufnahm und, von weiteren Musikern verstärkt, unter Julia Hummer & Too Many Boys Konzerte gab. Von dieser Gruppe hat sie sich inzwischen jedoch wieder getrennt, um als Solokünstlerin Lieder aufzunehmen. Im Jahr 2007 traten Julia Hummer und andere Prominente in Werbespots für die GEZ auf, in denen die Bevölkerung dazu aufgerufen wird Rundfunkgebühren zu zahlen. Außerdem ist ihre Stimme in vielen Hörspiel- und Hörbuchproduktionen zu hören.

2010 übernahm sie unter der Regie von Olivier Assayas in Carlos – Der Schakal die Rolle der Terroristin Gabriele Kröcher-Tiedemann alias Nada.

Julia Hummer ist Mutter eines Sohnes, dessen Vater der US-Rockmusiker Dave Doughman ist,[1] und lebt derzeit wieder in Hamburg. Nach ihren eigenen Angaben wurde bei ihr die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) diagnostiziert.[2]

Filmografie[Bearbeiten]

Hörbücher und Hörspiele[Bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten]

Julia Hummer
  • Boxy, Where Are The Spangles? (7"-Single, Earsugar Jukebox, 2004)
  • Oh Lord #1/Oh Lord #2 (7"-Single, Strange Ways Records, 2006)
Julia Hummer and Too Many Boys
  • Our Empire Is/Too Many Boys (7"-Single, Strange Ways Records, 2005)
  • Downtown Cocoluccia (Album CD/LP, Strange Ways Records, 2005)
  • Katharina/Boxy, Where Are The Spangles?/I Want More (Demo Version) (MCD, Strange Ways Records, 2005)
Schneider TM/Paul Plamper und die Gefangenen feat. Julia Hummer
  • Release (Doppel-CD, Hörspiel, Videos und Songs, Lieblingslied Records, 2004) (Julia Hummer steuert den Refrain auf Lüge vs. Wahrheit bei)
Schneider TM
  • Skoda Mluvit (CD, Rough Trade, 2006) (mit u. a. Erlend Oye und Julia Hummer als Gästen)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Julia Hummer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Julia Hummer ist bald Mama“, Hamburger Morgenpost vom 11. November 2006, zuletzt abgerufen am 18. April 2013
  2. „Gitarren und Handgranaten“, Neue Osnabrücker Zeitung vom 31. Oktober 2010, zuletzt abgerufen am 18. April 2013, und Sendung 3 nach 9 vom 7. Januar 2011