Julia Kissina

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Julia Kissina (russisch Юлия Дмитриевна Кисина Julija Dmitrijewna Kissina; * 1966 in Kiew, Sowjetunion) ist eine russische Künstlerin und Schriftstellerin.

[Bearbeiten] Leben

Julia Kissina (Julia Kisina) war Vertreterin der Moskauer Konzeptualisten und der sogenannten "anderen Prosa" in der Literatur. Bis 1990 lebte sie in Moskau und publizierte im Samisdat. Sie ist in allen bedeutenden Anthologien der zeitgenössischen russischen Literatur nach 1990 vertreten, u.a. in "Russische Blumen des Bösen", und gehörte zum Autorenkreis der "Mitin journal", der Verlage "Kolonna" und "Obskuri viri" mit der Zeitschrift "Mesto pechati". Anfang der 90er Jahre sind bei "Obscuri viri" zwei Bände mit Erzählungen erschienen, "Der Flug der Taube über den Schmutz der Phobie" (1993) und "Teufels Kindheit" (1994). Ihre literarischen Werke wurden in viele Sprachen übersetzt, auch ins Deutsche. Zuletzt erschienen sind im Aufbau-Verlag der Erzählungsband "Vergiß Tarantino" und bei Bloomsbury das Kinderbuch "Milin und der Zauberstift".

Als Künstlerin ist sie durch ihre Fotografien bekannt geworden. Sie studierte in der Akademie der bildenden Künste in München. In den 90er Jahren entwickelte sie das Verfahren der "performativen Fotografie" und führte eine Reihe von künstlerischen Aktionen durch, u.a. „Kunst und Verbrechen“ auf dem Polizeirevier 4/42 in Berlin (2003) und „Authentic german way to living and enjoying oneself“ auf der Art Berlin (2004). 2006 gründete sie den "Klub der toten Künstler", der seither in spiritistischen Séancen Gespräche u. a. mit Malewitsch, Duchamp, Repin und Modersohn-Becker geführt hat.

In all ihren Werken konfrontiert sie das Publikum und den Leser mit den Möglichkeiten von Fiktion und künstlerischer Provokation im Alltag.

Julia Kissina lebt und arbeitet in Berlin.

Literarische Werke

Bücher

Anthologien

  • Die russische Blumen des Bösen. 1997, 2002, 2004 von Wiktor Jerofejew
  • Russische Erzählung im ХХ. Jahrhundert, von Wladimir Sorokin Verlag Sacharov 2005 ISBN 5-8159-0534-8
  • Moderne russische Prosa. 22 Erzählungen, Verlag Sacharov 2003
  • Les fleurs du mal: une révolution littéraire dans la nouvelle Russie, Verlag A. Michel, Paris 1997
  • I fiori del male russi. Antologia, Verlag Voland, Roma 2001. ит. яз.
  • Rußland. 21 neue Erzähler. Anthologie. von Galina Dursthoff DTV 2003

Zeitschrifren

  • Lettre, Budapest N-71 (2008)
  • Schreibheft, Nr. 59, Okt. 2002) Einfache Wünsche, Margot Winter
  • Via Regia. Nr. 48/49, März/April 1997 Die letzten Tage im Paradies. Osiris in Italien
  • Mitin journal
  • Место pechati

Ausstellungskataloge

[Bearbeiten] Weblinks

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen