Julia Seeliger

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Julia Seeliger auf dem Parteitag der Grünen im Dezember 2006

Julia Seeliger (* 22. Januar 1979 in Buchholz in der Nordheide, Niedersachsen) ist eine ehemalige deutsche Politikerin. Sie gehörte von Dezember 2006 bis November 2008 dem Parteirat von Bündnis 90/Die Grünen an.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beruflicher Werdegang

Julia Seeliger studierte 2001 bis 2008 Technikjournalismus an der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg. Sie schloss ihr Studium als Diplom-Journalistin (FH) ab.

[Bearbeiten] Partei

Sie engagierte sich 2002 in der Bonner Ortsgruppe der Grünen Jugend, deren Vorsitzende sie im Folgejahr war. Sie war anschließend Mitglied im Kreisvorstand der Grünen in Bonn und gehörte auch dem Landesparteirat der Grünen in Nordrhein-Westfalen an. 2004 kandidierte sie bei der Wahl zum Bonner Stadtrat. Ihr misslang jedoch der Einzug in den Rat. Von 2004 bis 2006 war sie Mitglied des Bundesvorstandes und Schatzmeisterin der Grünen Jugend. Weiter gehörte sie dem Frauenrat ihrer Partei an. Im Dezember 2006 kandidierte sie beim Parteitag der Grünen in Köln für den Parteirat und wurde mit 55,3 Prozent gewählt.

Am 24. März 2007 wurde Seeliger in den Landesvorstand der Grünen in Berlin gewählt, sie übte das Amt der frauen- und geschlechterpolitischen Sprecherin aus. Im Dezember 2008 trat sie aus beruflichen Gründen aus diesem Amt zurück. Bei der Bundesdelegiertenkonferenz im November 2008 war sie nicht zur Wiederwahl in den Parteirat angetreten.

Sie gehört zu den Web 2.0-Pionierinnen bei den Grünen.

[Bearbeiten] Medienecho

Pressestimmen
  • Süddeutsche Zeitung: „Die überraschende Wahl der jungen und unbekannten, aber leidenschaftlich und mutig auftretenden Julia Seeliger in den Parteirat belegt diese Sehnsucht nach Neuem. Von Joschka Fischer sprach auf dem Parteitag jedenfalls niemand mehr.“[1]
  • Bild-Zeitung: „Lila Jacke zum knappen Mini, unschuldiger Blick – Julia Seeliger sieht so harmlos aus. Doch mit ihren Ansichten mischt die 27-jährige Grünen-Politikerin die Ökopartei kräftig auf!“[2]
  • Die Zeit Online: „Kaum ein Delegierter kannte Julia Seeliger zuvor; und die, die sie kannten, sagen die wenigen Experten, hätten sie keineswegs gewählt. Was sie politisch je von sich gab, streifte das Abgründige – von untenher kommend. Aber sie habe eben mit einer frischen Sponti-Rede die Delegierten vom Sitz gerissen, hieß es.“[3]
  • Die Welt: „Julia Seeliger dagegen verkörpert jenes anarchisch-alternative Element, das zu den Gründungsmythen der Grünen gehört. Sie bedient die Sehnsucht, ein Gegenmodell in der etablierten Parteienlandschaft zu sein, das die Roths, Trittins und Bütikofers nicht mehr glaubwürdig ausfüllen können.“[4]
  • Allgemeine Zeitung (Mainz): „Hoffnungsträgerin. Jung-Joschka in Frau.“[5]
Hart aber fair

Am 8. April 2009 war sie in der Sendung Hart aber fair zum Thema „Sehnsucht Ehe, Endstation Scheidung – wie viel Treue braucht der Mensch?“ zu Gast und vertrat die Position: „'Bis dass der Tod uns scheidet' hat mit der Lebenswirklichkeit nichts mehr zu tun, deshalb sollten die Privilegien der Ehe auch für andere zeitgemäßere Partnerschaften gelten.“[6]

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Süddeutsche Zeitung vom 4. Dezember 2006
  2. Bild-Zeitung vom 6. Dezember 2006, www.bild.t-online.de/BTO/news/aktuell/2006/12/06/gruene-ehe-abschaffen/gruene-ehe-abschaffen.html
  3. Die Zeit online vom 5. Dezember 2006, www.zeit.de/online/2006/49/Gruene-Leicht
  4. Die Welt vom 11. Dezember 2006
  5. Allgemeine Zeitung (Mainz) vom 9. Dezember 2006
  6. Hart aber fair, 8. April 2009.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Julia Seeliger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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