Julia Voss

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Julia Voss, 2014 im Frankfurter Städel

Julia Voss (* 1974 in Frankfurt am Main) ist eine deutsche Kunstkritikerin und Wissenschaftshistorikerin.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Voss studierte Neuere Deutsche Literatur, Kunstgeschichte und Philosophie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg, der Humboldt-Universität zu Berlin und am Goldsmiths College in London. 2000 machte sie ihren Magisterabschluss über Literarische Formen der Darwinismus-Debatte. Von 2001 bis 2004 verfolgte sie ihr kunsthistorisches Dissertationsprojekt One long Argument. Die Darwinismus-Debatte im Bild im Rahmen eines Forschungsprojekts des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte. Sie untersuchte darin die Rolle von Abbildungen Charles Darwins für die Entstehung der Evolutionstheorie. Ende 2005 wurde Voss an der Humboldt-Universität promoviert. 2008 sah Voss in Jemmy Button, einer realen Figur aus Charles Darwins Reiseerzählung „Die Fahrt der Beagle“ – nicht nur aufgrund der Namensähnlichkeit – das Vorbild für Michael Endes Kinderbuchfigur Jim Knopf.[1] Nach einer Hospitanz leitet Julia Voss (jvo) – neben Niklas Maak – seit 2007 das Kunstressort der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Sie ist im Blatt thematisch unter anderem mit der Problematik der Raubkunst befasst. Am 1. November 2014 wurde sie stellvertretende Leiterin des Feuilletons.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Für ihre Dissertation wurde sie 2005 mit der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft ausgezeichnet. 2009 erhielt sie den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung für ihre Studie zu Charles Darwins Evolutionstheorie. Sie war Jurymitglied der 53. Biennale Venedig 2009. 2013 erhielt sie den Luise Büchner-Preis für Publizistik.

Schriften[Bearbeiten]

  • Darwins Bilder. Ansichten der Evolutionstheorie 1837-1874. Fischer, Frankfurt am Main 2007. ISBN 3-596-17627-1.
  • Charles Darwin zur Einführung. Junius Verlag, Hamburg 2008. ISBN 978-3-88506-654-5.
  • Darwins Jim Knopf. Fischer, Frankfurt am Main 2009. ISBN 978-3-10-095805-1.
  • als Mitherausgeberin mit Eva Atlan und Raphael Gross: 1938. Kunst, Künstler, Politik Wallstein Verlag, Göttingen 2013.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Julia Voss: Jim Knopf rettet die Evolutionstheorie. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 13. Dezember 2008, Nr. 292, S. 33 (Online-Ausgabe)

Weblinks[Bearbeiten]