Julio Le Parc

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Julio Le Parc (1995)
Sin título (Ohne Titel), in Cerro Nutibara.

Julio Le Parc (* 23. September 1928 in Mendoza) ist ein argentinischer Kinetischer Künstler und Vertreter der Op-Art. Er gehört neben François Morellet, Horacio Garcia Rossi, Francisco Sobrino, Joël Stein und Yvaral im Jahr 1960 zu den Mitbegründern der Künstlergruppe Groupe de Recherche d’Art Visuel (GRAV). Le Parc lebt und arbeitet in Paris.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Julio Le Parc besuchte die Escuela de Bellas Artes de Buenos Aires (Nationale Hochschule der bildenden Künste) und lernte dort Francisco Sobrino und Horacio Garcia Rossi kennen. Im Jahr 1958 ging er nach Paris. Er arbeitete dort im Atelier von Victor Vasarely. Als Licht- und Objektkünstler begann er mit Gleichgesinnten in der Groupe de Recherche d'Art Visuel zu arbeiten.

Er schuf vor allem Lichtkinetische Objekte und Mobiles mit Lichtreflektoren. Sein Ziel war es, Visuelle Phänomene durch Experimente anschaulich zu machen. Neue Technologien sollten eingesetzt werden um das Verhältnis von Licht und Bewegung auf eine innovative Art und Weise darzustellen. Sein Werk zielt drauf, das Körperbewusstsein und das Gleichgewicht zu verändern, in dem visuelle Informationen verzerrt werden. Er verwendet Licht, spiegelnde Oberflächen, Linsen, gemustertes Glas und Zerrspiegel. Mit den Reflexen der glänzenden Oberflächen erzielt er dynamische Effekte. Der Betrachter soll durch Elemente, die in seinen Objekten manipuliert und beliebig bewegt werden können zu aktiver Mitarbeit angeregt werden.

Julio Le Parc nahm als Teil der Groupe de Recherche d'Art Visuel und später auch als Einzelkünstler an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen weltweit teil. Dazu gehörte unter anderem 1964 die Teilnahme an der documenta III in Kassel in der berühmten Abteilung Licht und Bewegung, und als Einzelkünstler außerdem die Teilnahme an der 4. documenta 1968.

Im Jahr 2004 mit YVONNE ARGENTERIO produzierte er zu Elettrofiamma, in Italien, eine Reihe von Skulpturen (Torsions) präsentiert die Veranstaltung" Verso la Luce", in der Burg von Boldeniga (Brescia, Italien); Und immer im Schlossgarten monumentale Skulptur "Verso la Luce" sichtbar.

Literatur und Quellen[Bearbeiten]

  • documenta III. Internationale Ausstellung; Katalog: Band 1: Malerei und Skulptur; Band 2: Handzeichnungen; Band 3: Industrial Design, Graphik; Kassel/Köln 1964
  • Ausstellungskatalog zur IV. documenta: IV. documenta. Internationale Ausstellung; Katalog: Band 1: (Malerei und Plastik); Band 2: (Graphik/Objekte); Kassel 1968
  • Kimpel, Harald/Stengel, Karin: documenta III 1964 – Internationale Ausstellung - Eine fotografische Rekonstruktion ( Schriftenreihe des documenta-Archives), Bremen 2005, ISBN 978-3-86108-528-7

Weblinks[Bearbeiten]