Julius Emmerich

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Julius Emmerich (* 22. April 1834 in Trier; † 30. September 1917 in Berlin) war ein deutscher Architekt und preußischer Baubeamter.

Leben[Bearbeiten]

Julius Emmerich studierte von 1853 bis 1856 an der Berliner Bauakademie bei Karl Bötticher und Johann Heinrich Strack. Er erhielt 1861 den Schinkelpreis des Architekten-Vereins zu Berlin für einen Entwurf zum Umbau des Kronprinzenpalais. Emmerich war im preußischen Staatsdienst tätig, bis 1870 arbeitete er in Düsseldorf, danach in Berlin und dort seit 1880 in der Ministerial-Baukommission. Von 1883 bis 1904 betreute er die Filialbauten der Reichsbank im gesamten Reichsgebiet.

Zu seine Bauten in Berlin zählen das Preußische Abgeordnetenhaus (1872), das Preußische Innenministerium in Berlin (1873–1876) und die Reichshauptbank (Hauptverwaltung der Reichsbank) (1892–1894).

Seit 1886 war er Mitglied der Preußischen Akademie des Bauwesens. 1891 erhielt er den Titel „Geheimer Baurat“. Außerdem wurde er mit der Ehrendoktorwürde (Dr.-Ing. E.h.) ausgezeichnet.

Der Architekt Paul Emmerich war sein Sohn.

Literatur[Bearbeiten]

  • Margit Heinker: Die Architektur der Deutschen Reichsbank 1876–1918. Dissertation, Universität Münster, 1994.
  • Emmerich, Julius. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 33, Saur, München u. a. 2002, ISBN 3-598-22773-6, S. 485