Julius Juzeliūnas

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Julius Juzeliūnas (* 20. Februar 1916 auf dem Hof Čepolė (jetzt Bezirk Bauska, Lettland) bei Žeimelis (jetzt Rajongemeinde Pakruojis), Bezirk Šiauliai; † 15. Juni 2001 in Vilnius) war ein litauischer Komponist und Musikpädagoge. Er gilt als Hauptvertreter des "baltischen Minimalismus". In den von ihm entwickelten "Intonationszellen" verband er folkloristische Intonation mit zeitgenössischen Kompositionstechniken.

Leben[Bearbeiten]

Juzeliūnas absolvierte das Julius-Janonis-Gymnasium Šiauliai. Von 1939 bis 1944 lernte er Orgel in der Musikschule Šiauliai (bei Juozas Karosas). Danach studierte Juzeliūnas bei Juozas Gruodis am Konservatorium Kaunas und später am Konservatorium von Leningrad in Russland.

Juzeliūnas unterrichtete Komposition am Staatlichen Konservatorium für Musik und der Litauischen Musikakademie in Vilnius. Zu seinen Schülern zählten u.a. Onutė Narbutaitė, Remigijus Merkelys, Romuald Twardowski, Vytautas Laurušas, Jurgis Juozapaitis, Feliksas Bajoras, Justinas Bašinskas, Antanas Rekašius und Mindaugas Urbaitis.

Nach seinem Tod komponierten zwanzig seiner Schüler gemeinsam eine Hommage à Julius Juzeliūnas für achtzehn Streichinstrumente.

Familie[Bearbeiten]

Julius Juzeliūnas war verheiratet. Sein Sohn ist Gediminas Juzeliūnas (* 1958), Physiker (Quantenoptiker), Professor, Direktor des Instituts für Theoretische Physik.

Werke[Bearbeiten]

  • 1. Sinfonie, 1948
  • 2. Sinfonie, 1951
  • Sukileliai, Oper, 1960
  • Konzert für Orgel, Violine und Streichorchester, 1963
  • 3. Sinfonie für Bariton, Chor und Orchester, 1965
  • Zaidimas, Oper, 1968
  • Melika für Singstimme und Orgel, 1973
  • 4. Sinfonie, 1974
  • Cantus Magnificat, sinfonisches Oratorium für Solist, zwei Chöre, Orgel und Orchester, 1978-79
  • 5. Sinfonie für Frauenchor und Streichorchester "Lygumu giesmes", 1982