Julius Ludowieg

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Julius Hermann Ludowieg (* 9. Juli 1830 in Hitzacker; † 12. September 1908 in Waldhausen (Hannover)) war ein deutscher Jurist.

Leben[Bearbeiten]

Julius Ludowieg besuchte Gymnasien in Hannover und Holzminden und studierte von 1850 bis 1853 Rechtswissenschaften und Nationalökonomie in Göttingen und Berlin. In Göttingen wurde er 1851 Mitglied des Corps Brunsviga Göttingen.[1] Nach Ablegung der beiden juristischen Staatsprüfungen ließ er sich als Rechtsanwalt in Hannover nieder. 1862 bis 1868 leitete er kommissarisch die Stadtsyndikus– und Bürgermeisterstelle in Einbeck. 1868 wurde er Bürgermeister von Einbeck. 1879 bis 1885 war er als Bürgermeister in Hameln tätig. 1886 wurde er Bürgermeister und 1888 Oberbürgermeister von Harburg. 1892 wurde er Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses. In seiner Amtszeit setzte sich Ludowieg ganz besonders für den Bau einer Wasserleitung in Harburg ein. Durch das saubere Trinkwasser der Wasserleitung hatte Harburg 1892 nur wenige Krankheitsfälle bei der Choleraepidemie von 1892 zu vermelden. Am 30. September 1899 weihte Julius Ludowieg die Alte Harburger Elbbrücke ein.

Ehrungen[Bearbeiten]

1899 wurde Ludowieg die Ehrenbürgerwürde der Stadt Harburg verliehen, 1950 wurde eine Straße nach ihm benannt. Der 1909 nach Entwurf von Rudolf Kolbe errichtete Ludowieg-Brunnen steht heute im Harburger Stadtpark.

Literatur[Bearbeiten]

  • Max Truels: Geschriebene Harburgensien. Lühmanndruck, Hamburg-Harburg 1986.
  • Erik Verg: Harburger Geschichte. Christians Verlag, Hamburg 1981, ISBN 3-7672-0742-7.
  • Fred Schmitz: Harburg 1851–1937. Die Geschichte einer deutschen Stadt zwischen Königtum und Diktatur. Schroeter, Hamburg-Harburg 1969.
  • Zeitschrift des Vereins für hamburgische Geschichte (ISSN 0083-5587), Band 42 (1953), S. #.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kösener Korps-Listen 1910, 64, 260.