Julius Meyer (SPD)

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SPD-Fraktion im oldenburgischen Landtag 1916; Julius Meyer sitzt links außen

Julius Meyer (* 16. November 1875 in Wanzleben; † 31. Mai 1934 in Oldenburg) war ein deutscher Gewerkschafter und Politiker (SPD).

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Meyer wurde als Sohn eines Steinbildhauers und Brunnenbauers geboren. Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte er von 1889 bis 1892 eine Feilenhauerlehre in einer Schmiede und arbeitete bis 1904 als Kesselschmied und Werftarbeiter. Daneben engagierte er sich gewerkschaftlich und schloss sich dem Deutschen Metallarbeiter-Verband (DMV) an. Er war von 1899 bis 1904 zunächst ehrenamtlicher und von 1904 bis 1913 dann hauptamtlicher Bevollmächtigter des Metallarbeiterverbandes in Rüstringen. Seit 1923 war er freiberuflich in Oldenburg tätig. Dort beging er am 31. Mai 1934 Suizid.

Partei[Bearbeiten]

Meyer trat in die SPD ein und fungierte von 1913 bis 1919 als Parteisekretär in Rüstringen. Darüber hinaus war er Mitglied des zentralen Ausschusses der Partei.

Abgeordneter[Bearbeiten]

Meyer war von 1908 bis 1920 Ratsmitglied der Stadt Rüstringen. Dem Oldenburgischen Landtag gehörte er von 1908 bis 1918, 1919/20 sowie erneut von 1923 bis 1932 an.

Öffentliche Ämter[Bearbeiten]

Meyer war vom 11. November 1918 bis Juni 1919 Mitglied des oldenburgischen Landesdirektoriums. Vom 21. Juni 1919 bis zum 17. April 1923 amtierte er als Minister für Soziale Fürsorge und Verkehr in der von Ministerpräsident Theodor Tantzen geführten Regierung des Freistaates Oldenburg. Vom 1. Oktober 1921 bis zum 11. Oktober 1922 übernahm er zusätzlich die Leitung des Justizministeriums.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]