Julius Pacius de Beriga

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Julius Pacius de Beriga (* 1550 in Vicenza; † 1635 in Valence) war ein italienischer Rechtsgelehrter.

Leben[Bearbeiten]

Julius Pacius studierte die Rechte zu Padua, verließ aber sein Vaterland wegen seiner protestantischen Religionszugehörigkeit und ging nach Genf, wo er ab 1575 die Rechte lehrte. Später lehrte er Philosophie und Jurisprudenz in Ungarn. 1585 war er Professor in Heidelberg, 1595 Professor der Logik an der neuen Akademie Sedan. Nach weiteren Stellen in Nîmes und Montpellier ging er 1618 nach Padua. Da er seine Familie in Valence zurückgelassen hatte, kehrte er dorthin zurück, wo er zunächst weiter an der Universität lehrte. In Valence lebte Pacius bis zu seinem Tode. Er verehrte den Experten für römisches Recht Jacques Cujas und pflegte Kontakte zu dem deutschen Juristen Caspar Michael Welsch. Er war in ganz Europa berühmt. Rufe erreichten ihn von Universitäten in Holland, Frankreich und Italien. In Frankreich wurde erheblicher Druck auf ihn ausgeübt, den protestantischen Glauben abzulegen. Diesem Druck (→ Ludwig XIII. und der Kampf unter Charles Luynes gegen die Hugenotten in Südfrankreich) gab er schließlich 1619 nach.

Leistungen[Bearbeiten]

Pacius hat die wichtigsten antiken und mittelalterlichen Gesetzeswerke bearbeitet. In seinem Werk Aristotelis Organon hat er anschauliche Verdeutlichungen zur Logik des Aristoteles vermittelt.[1]

Werke[Bearbeiten]

Die zahlreichen Werke von Pacius finden sich bei Christian Gottlieb Jöcher III,1170-71.

  • Aristotelis Organon. graece et latine, rec. Julius Pacius, edit. sec., Frankfurt 1597

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zemb, Jean, Marie: Aristoteles – mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt Taschenbuch, Reinbek bei Hamburg, rororo bildmonographien, 131995, ISBN 3-499-50063-9; Abb. auf Seiten 69, 72, 75