Julius von Haast
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Sir Johann Franz Julius von Haast (* 1. Mai 1822 in Bonn; † 16. August 1887 in Christchurch, Neuseeland) war ein deutscher Geologe, Naturforscher und Entdecker, der hauptsächlich in und über Neuseeland gearbeitet hat.
[Bearbeiten] Leben und Wirken
Er studierte Geologie und Mineralogie an der Universität Bonn. 1858 fuhr er nach Neuseeland, um dort die Möglichkeiten für deutsche Auswanderer zu erkunden. In Neuseeland traf er mit Ferdinand von Hochstetter zusammen. Gemeinsam unternahmen sie geologische Forschungen auf der Nordinsel des Landes. Ab 1859 arbeitete er als Geologe für die Regierung der auf der Südinsel gelegenen neuseeländischen Provinz Canterbury und erkundete die Region um den Mount Cook. Dabei entdeckte er Vorkommen an Gold und Kohle. Er benannte einen der größten Gletscher der Neuseeländischen Alpen „Franz-Josef-Gletscher“ zu Ehren des österreichischen Kaisers. Außerdem baute er eine große Sammlung mit Skeletten der ausgestorbenen Moa-Vögel auf und gründete das Canterbury-Museum in Christchurch. Ab 1861 war er Professor für Geologie an der Universität Christchurch.
[Bearbeiten] Ehrungen
1867 wurde er als Mitglied („Fellow“) in die Royal Society gewählt. 1887 wurde er zum Ritter des Britischen Imperiums geschlagen.
Nach Haast sind verschiedene geografische Objekte in Neuseeland benannt, unter anderem der Haast Pass. Auch der ausgestorbene Haastadler, der Haastkiwi Apteryx haastii und ein von ihm entdecktes Mineral tragen seinen Namen.
[Bearbeiten] Weblinks
| PND: Datensatz zu Julius von Haast bei der DNB |
| Keine Treffer im DDB-OPAC, 27. April 2006 |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Haast, Johann Franz Julius von |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Geologe, Naturforscher und Entdecker |
| GEBURTSDATUM | 1. Mai 1822 |
| GEBURTSORT | Bonn |
| STERBEDATUM | 16. August 1887 |
| STERBEORT | Christchurch |

