Juliusz Rómmel

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Juliusz Rómmel

Juliusz Rómmel (Julius Karl Wilhelm Josef Freiherr von Rommel; * 3. Juni 1881 in Grodno; † 8. September 1967 in Warschau) war ein polnischer General und Befehlshaber der Armia Łódź und später der Armia Warszawa im Polenfeldzug. Er war deutsch-baltischer Herkunft[1].

Geschichte[Bearbeiten]

Als Befehlshaber einer Kavalleriedivision im polnisch-sowjetischen Krieg 1920 zerschlug Juliusz Rómmel bei Komarów die sowjetische Reiterarmee von Semjon Budjonny trotz der zwölffachen sowjetischen Überlegenheit. Seine Rolle im Zweiten Weltkrieg war Gegenstand von Kontroversen. Noch vor der Kapitulation Warschaus, ließ er die Widerstandsorganisation Służba Zwycięstwu Polski gründen, gab aber auch den Befehl die vordringenden sowjetischen Einheiten nicht als Feind anzusehen. Nach der von ihm unterschriebenen Kapitulation von Warschau ging er in die deutsche Kriegsgefangenschaft.

Nach dem Krieg kehrte er zurück nach Polen und trat der polnischen Volksarmee bei. Für seine Verdienste im Krieg wurde er mit mehreren Orden ausgezeichnet.

Literatur[Bearbeiten]

  • T. Kryska Karski, S. Żurakowski: Generałowie Polski niepodległej, wyd.: Editions Spotkania Warszawa 1991 (poln.)
  • P. Kosk: Generalicja polska t. 2, wyd.: Oficyna Wydawnicza „Ajaks“ Pruszków 2001. (poln.)
  • George J. Lerski: Historical Dictionary of Poland, 966–1945, ISBN 0-313-26007-9, S. 515

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. [1] Juliusz Rómmel (Polnisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Juliusz Rómmel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien