Junkers Ju 287 (Stuka)

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Die Junkers Ju 287 war ein projektiertes Schlacht- und Sturzkampfflugzeug von Junkers.

In der Literatur wird sie oft falsch als Junkers Ju 187 bezeichnet. Wesentlichen Beitrag für diese fälschliche Verbreitung leistete Heinz Nowarra.[1][2][3][4] Nach der Beendigung des Projekts 1942 wurde die Bezeichnung frei und später dem Strahlbomber Junkers Ju 287 zugeordnet.

Entworfen wurde das Flugzeug, als die unbefriedigenden Flugleistungen der Junkers Ju 87 immer offensichtlicher und nachteiliger wurden. Der Entwurf der Ju 287 stellte eine aerodynamisch verfeinerte Ju 87 dar und besaß den gleichen strukturellen Aufbau als freitragender Tiefdecker mit geknickten Tragflächen. Das Fahrwerk sollte jedoch einziehbar gestaltet werden, wobei das Hauptfahrwerk beim Einziehen um 90° gedreht worden wäre. Um ein besseres Schussfeld für den Beobachter zu erhalten, sollte das Seitenleitwerk um die Flugzeuglängsachse 180° nach unten geklappt werden.[5] Angetrieben werden sollte das Flugzeug von einem Jumo 213 mit 1750 PS. Die zwei Mann der Besatzung sollten wie bei der Ju 87 in einer verglasten Kabine Platz finden, die jedoch bei der Ju 287 als Druckkabine ausgelegt war. Es wurde nur eine Attrappe gefertigt.

Technische Daten[Bearbeiten]

Junkers Ju 287

  • Spannweite: 18,06 m
  • Länge: 11,8 m
  • Höhe: 3,9 m
  • Bewaffnung: 1 × MG 151/20 und 1 × MG 131 als Abwehrbewaffnung, 1 × 500-kg- und 4 × 50-kg-Bomben

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nowarra Heinz J.: Die Deutsche Luftrüstung 1933–1945. Bernard & Graeffe Verlag, Koblenz 1993, ISBN 3-7637-5464-4.
  2. RLM: V-Muster-Programm, November 1942
  3. JFM AG: Anhang I der Aufsichts- und Verwaltungsratsitzung der JFM AG am 15. und 16. Mai 1942
  4. JFM AG: Vierteljahresbericht für den Aufsichtsrat der JFM AG – Januar bis März 1942
  5. Zeichnung der Ju 187/Ju 287

Weblinks[Bearbeiten]