Junko Tabei

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Junko Tabei (jap. 田部井 淳子, Tabei Junko; * 22. September 1939 in der Präfektur Fukushima[1]) ist eine japanische Bergsteigerin, die am 16. Mai 1975 die erste Frau auf dem Gipfel des Mount Everest war.

Als Tabei im Alter von zehn Jahren den Mt. Nasu bestieg, veränderte diese Erfahrung ihr Leben. Sie studierte an der Showa-Universität englische Literatur und schloss sich dem dortigen Bergsteiger-Club an. 1969 gründete sie den Japanischen Bergsteigerinnen-Club („Ladies Climbing Club“). Gemeinsam mit ihrem Mann bestieg sie neben dem Fuji auch andere japanische Berge, ebenso wie das Matterhorn in den Schweizer Alpen.

Im Jahre 1972 wurde Junko Tabei als eine der besten Bergsteigerinnen Japans bekannt. Die Zeitung Yomiuri Shimbun und der Fernsehsender Nippon TV beschlossen, ein reines Frauenteam zusammenzustellen, um den Mount Everest zu ersteigen. Aus hunderten Bewerberinnen für diese Expedition wurden schließlich 15 Frauen ausgewählt, darunter Junko Tabei.

Nach langem hartem Training reiste das Team im Frühjahr des Jahres 1975 nach Kathmandu und stellte sich ein Sherpa-Team zusammen. Sie nutzten dieselbe Route wie die Erstbesteiger Tenzing Norgay und Edmund Hillary. Im frühen Mai kampierte das Team auf einer Höhe von 6300 Metern, als das Camp von einer Lawine verschüttet wurde. Die Frauen, Junko Tabei eingeschlossen, wurden unter Schneemassen begraben. Junko Tabei verlor ihr Bewusstsein für etwa sechs Minuten, bis ein Sherpa sie ausgrub.

1992 war Junko Tabei die erste Frau, die die höchsten Berge aller sieben Erdteile bestiegen hatte, die Seven Summits.

Am 23. Mai 2000 wurde ein Asteroid nach ihr benannt: (6897) Tabei.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. junko-tabei.jp
  2. Benennung des Asteroiden (6897) Tabei (englisch)