Jun’yō Maru

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Junyo Maru)
Wechseln zu: Navigation, Suche

p1

Jun’yō Maru
p1
Schiffsdaten
andere Schiffsnamen

SS Ardgorm (1913),
Hartland Point (1917),
Hartmore (1920),
Sureway (1921)[1]

Bauwerft Robert Duncan and Company, Glasgow
Stapellauf Dezember 1913[2]
Verbleib Am 18. September 1944 nach Torpedotreffer gesunken.
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
134,39 m (Lüa)
Breite 16,08 m
Tiefgang max. 9,07 m
Vermessung 5065 BRT
 
Besatzung 41
Maschine
Maschinen-
leistung
1.634 PS (1.202 kW)

Jun’yō Maru (jap. 順陽丸) war ein japanischer Frachter. Seine Versenkung im Zweiten Weltkrieg ist mit einem besonders hohen Verlust von Menschenleben verbunden. Etwa 5.620 Menschen kamen um.

Das Schiff wurde 1913 von der Werft Robert Duncan & Company in Glasgow gebaut. Es hatte eine BRT von 5065 Tonnen, war 134 m lang, 16 m breit.[2] Seine Maschinen hatten eine Leistung von 1202 kW.[2] Es hatte vier britische Besitzer mit jeweiligen Namenswechsel[1] und ab 1926 drei japanische Besitzer unter dem Namen Jun’yō Maru.[3] Im Zweiten Weltkrieg wurde der Frachter schließlich auch als Höllenschiff eingesetzt.

Am 16. September 1944 verließ der Frachter Batavia, Java. Er sollte 6.342 Gefangene nach Padang an der Westküste von Sumatra bringen. Unter ihnen waren etwa 2.300 alliierte Kriegsgefangene (etwa 1.700 westlich, darunter 1.377 Niederländer, 64 Briten und Australier, 8 Amerikaner, sowie etwa 500 Indonesier) und 4.200 zivile Zwangsarbeiter aus Java. Sie waren für den Bau der 220 km langen Sumatra-Eisenbahnlinie bestimmt. Zwei Schiffe begleiteten den Frachter zum Schutz.

Die HMS Tradewind, ein britisches U-Boot der Triton-Klasse, kommandiert von Lt. Cmdr. Stephen Lynch Conway Maydon, spürte den Verband auf. Gegen 16:00 am 18. September 1944 griff Maydon den Frachter aus einer Entfernung von 1.800 yd (1.646 m) mit einer Salve von vier Torpedos an, ohne dessen Fracht zu kennen, da die japanische Marine ihre Gefangenentransporte in der Regel nicht kennzeichnete.

Nur die Besatzung und ein kleiner Teil der Gefangenen konnte sich retten. Die Stelle des Untergangs liegt bei Mukomuko, Sumatra. Etwa 5620 Menschen kamen beim Untergang des Schiffs um. Die Japaner bargen die Überlebenden bei Anbruch des nächsten Tages. Von den 723 geretteten Gefangenen überlebten schließlich nur 96 der Kriegsgefangenen die Zwangsarbeit, von den übrigen Zwangsarbeitern überlebte niemand.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ed Melis, W.F. van Wamel: Eresaluut boven massagraf − Junyo Maru de vergeten scheepsramp.
  • Robert Barr Smith: Juno Mayru: Torpedoed By British Submarine HMS Tradewind. In: World War II, March 2002 (online)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b ss ARDGORM built by Robert Duncan & Co Port Glasgow. In: Clydebuilt Ships Database. Abgerufen am 20. September 2012 (englisch).
  2. a b c 昭和十八年度版 日本汽船名簿 内地 朝鮮 台湾 関東州 其一 („Jahrgang Shōwa 18 (1943) Japanisches Dampfschiffregister: Inland, Korea, Taiwan, Kwantung: Band 1“), S. 42, Online in der JACAR-Datenbank des Japanischen Nationalarchivs, Suchschlüssel: C08050083800
  3. Teilweise (so z.B. Clydebuilt Ships Database) wird neben Junyo Maru auch Zyunyo Maru als Name angegeben, was jedoch kein Namenswechsel sondern nur eine andere Umschrift des japanischen Namens ist.

-2.88322101.183333Koordinaten: 2° 53′ 0″ S, 101° 11′ 0″ O