Juri Nikolajewitsch Woinow

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Juri Woinow
Spielerinformationen
Voller Name Juri Nikolajewitsch Woinow
Geburtstag 29. November 1931
Geburtsort KoroljowSowjetunion
Sterbedatum 22. April 2003
Sterbeort KiewUkraine
Position Außenläufer
Vereine in der Jugend
Zenit Mytischtschi
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1951–1955
1956–1964
Zenit Leningrad
Dynamo Kiew
98 (5)
176 (22)
Nationalmannschaft
1954–1960 Sowjetunion 23 (3)
Stationen als Trainer
1964–1967
1967–1969
1969–1970
1970–1972
1972–1973
1976–1977
1978–1979
1992
Tschornomorez Odessa
Sudostroitel Mykolajiw
Schachtar Donezk
Stroitiel Poltawa
Metalist Charkiw
SKA Kiew
Sudostroitel Mykolajiw
FC Temp Schepetiwka
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 19. Februar 2008

Juri Nikolajewitsch Woinow (russisch Юрий Николаевич Войнов; * 29. November 1931 in Koroljow; † 22. April 2003 in Kiew, Ukraine) war ein sowjetischer Fußballspieler und -trainer.

Vereinskarriere[Bearbeiten]

Woinow begann mit dem Fußballspiel bei einer Fabriksmannschaft, ehe er über Zenit Mytischtschi mit 19 Jahren zu Zenit Leningrad kam, wo er sich als Stammspieler im Mittelfeld etablieren konnte. Er war neben seiner Konditionsstärke auch für seine Schusskraft bekannt, insbesondere bei Freistößen aus größerer Distanz. 1955 versuchte der Fußballverband seinen Wechsel zu einem Moskauer Verein zu betreiben, Woinow konnte jedoch trotz Androhung einer Sperre erreichen, bei Dynamo Kiew zu spielen. Nach mehreren Jahren im Tabellenmittelfeld erreichte man 1960 den Vizemeistertitel, ehe in der Folgesaison der Gewinn des sowjetischen Meistertitels gelang. 1964 beendete er seine aktive Karriere.

Internationale Karriere[Bearbeiten]

Sein Debüt für die Fußballnationalmannschaft der UdSSR gab Woinow im September 1954 gegen den Vizeweltmeister Ungarn. Auf Grund seiner Weigerung, in Moskau zu spielen, blieb er allerdings dann fast drei Jahre unberücksichtigt und gehörte somit nicht zum Kader der sowjetischen Mannschaft die bei den Olympischen Spielen in Melbourne die Goldmedaille holte. Ab 1957 gehörte er wieder zum Stamm der Nationalmannschaft, wo er meist an der Seite von Igor Netto spielte. Woinow war damit der erste Spieler von Dynamo Kiew, der in einem offiziellen Länderspiel eingesetzt wurde. Er nahm an der Fußball-Weltmeisterschaft 1958 teil, wo die sowjetische Auswahl im Viertelfinale gegen Gastgeber Schweden ausschied. Woinow wurde dabei von der Sportpresse in die Mannschaft des Turniers gewählt.

Seinen größten Erfolg erreichte er bei der Fußball-Europameisterschaft 1960, als er mit der Sbornaja Europameister wurde. Im Finale wurde Jugoslawien in der Verlängerung mit 2:1 geschlagen, wobei Woinow den entscheidenden Treffer von Wiktor Ponedelnik einleitete. Insgesamt bestritt er 23 Länderspiele und erzielte dabei drei Tore.

Nach der aktiven Karriere[Bearbeiten]

Nach seinem Karriereende als Spieler ergriff Woinow die Trainerlaufbahn, wobei er ausschließlich in der Ukraine tätig war. Seine erste Station war Tschornomorez Odessa, die er auf Anhieb in die höchste Spielklasse und 1966 ins Semifinale des sowjetischen Cups führte. 1967 übernahm er Sudostroitel Mykolajiw und erreichte auch hier das Cupsemifinale. Danach betreute er unter anderem Schachtar Donezk, Metalist Charkiw und SKA Kiew. Nach der Unabhängigkeit der Ukraine übernahm er eine führende Position in der ukrainischen Fußballliga.

Erfolge[Bearbeiten]

  • Europameister 1960 mit der Sowjetunion
  • Sowjetischer Meister: 1961
  • Sowjetischer Cupsieger: 1964
  • Auszeichnung "Verdienter Meister des Sports"