Juri Petrowitsch Ljubimow

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Ljubimov 2007

Juri Petrowitsch Ljubimow (russisch Юрий Петрович Любимов; oft auch gelistet als Yu. Lyubimov, * 30. September 1917 in Jaroslawl) ist ein russischer Schauspieler und Regisseur, außerdem Gründer des Taganka-Theaters.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs schloss sich Ljubimow dem Theater von Wachtangow an. 1946 verkörperte er in der russischen Verfilmung von Robinson Crusoe den Freitag. 1975 inszenierte er die Uraufführung von Al gran sole carico d'amore von Luigi Nono an der Scala in Mailand, einem Musiktheaterwerk, an dessen Libretto er mitgearbeitet hatte. Es dirigierte Claudio Abbado. Ljubimow brachte 1977 Michail Bulgakows Roman Der Meister und Margarita in einer eigenen Bearbeitung auf die Bühne des Taganka Theaters.

Nach dem Tod des Schauspielers Wladimir Semjonowitsch Wyssozki im Jahr 1980 wurden auch alle Ljubimow Produktionen von den kommunistischen Behörden verboten. 1983 führte er Regie im Stück Schuld und Sühne in London. Im Jahr 1984 wurde ihm die sowjetische Staatsbürgerschaft aberkannt. Daraufhin ging Ljubimow ins Ausland, kehrte aber 1989 ans Taganka Theater zurück. Seine Inszenierung von Eugen Onegin 2002 zu seinem 85. Geburtstag erntete viel Kritikerlob.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Filme (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Kain XVIII (1963)
  • Gorod zazhigaet ogni (1958)
  • Chelovek s planety Zemlya (1958)
  • Na podmostkakh stseny (1956)
  • Mnogo shuma iz nichego (1956)
  • Kompozitor Glinka (1953)
  • Kubankosaken (1950)
  • Blaue Wege (1948)
  • Malchik s okrainy (1948)
  • Dni i nochi (1946)
  • Robinzon Kruzo (1946)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)