Justin.tv

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Justin.tv
www.justin.tv
Motto "Streaming live video broadcasts for Everyone"
Beschreibung Live-Streaming-Dienst, Videoportal
Registrierung ja
Sprachen deutsch, 14 weitere Sprachen
Eigentümer Justin.tv Inc.
Erschienen 2007
Justin Kan 2007 auf der Gnomedex

Justin.tv inc. ist eine Webseite, die es ihren Benutzern erlaubt, Videos per Live-Streaming ins Internet zu übertragen. Die Seite wurde 2007 von Justin Kan, Emmett Shear, Michael Seibel und Kyle Vogt gegründet. Sitz des gleichnamigen Unternehmens ist San Francisco.

Geschichte[Bearbeiten]

Justin.tv ging am 19. März 2007 online. Sie geht zurück auf die Idee des Gründers und Yale-Absolventen Justin Kan sich 24 Stunden live im Internet zu zeigen.[1] Über das seinerzeit neuartige Projekt berichteten auch bekanntere Medien wie Today Show, CNET Live, Nightline und World News Tonight. Im Anschluss wurde Justin.tv als Y Combinator-Startup gegründet. Im selben Jahr beteiligte sich Alsop Louie Partners an dem Unternehmen.

Im Juni 2011 wurde die Schwesterseite Twitch.tv gegründet.[2]

Mehrfach befand sich Justin.tv im Alexa Internet Ranking unter den 1000 meistbesuchten Webseiten weltweit.[3] Nach Angaben des Betreibers werden monatlich 300 Millionen Videos mit einer Spieldauer von 50 Millionen Stunden über die Webseite betrachtet, sekündlich startet ein neuer Live-Stream.[4]

Technik[Bearbeiten]

Die Übertragung und Betrachtung von Videos auf und zu Justin.tv funktioniert über Adobe Flash. Zusätzlich unterstützt Justin.tv eine Reihe weiterer Programme zur Videoübertragung, welche zum Teil eine höhere Übertragungsqualität ermöglichen. Die Webseite verwendet keine standardmäßige Übertragungsrate sondern ermittelt diese basierend auf der Internetanbindung des Benutzers um eine unterbrechungsfreie Übertragung zu ermöglichen. Die maximale Datenübertragungsrate ist auf 1000 kbit/s für Video und 44 kHz für Ton begrenzt. Die Standardauflösung beträgt aktuell 630 x 353 Pixel.

Seit 2010 ist auch eine Videoübertragung mittels eigenen Apps auch von Smartphones mit Android- und iOS-Betriebssystemen möglich.

Gestreamte Inhalte können ähnlich wie bei vergleichbaren Angeboten wie z. B. YouTube per HTML-Snippet und der justin.tv-eigenen API in eigene Webseiten und Flashanwendungen eingebunden werden.

Kritik[Bearbeiten]

Justin.tv wurde dafür kritisiert, dass urheberrechtlich geschützte Werke ebenfalls über die Webseite verbreitet wurden. Seit August 2009 setzt Justin.tv daher Echtzeitfilter ein, um urheberrechtlich geschützte Werke zu erkennen und die Übertragung zu unterbinden.

Am 19. November 2008 beging der 19-jährige Abraham K. Biggs Selbstmord und zeigte dies live über die Plattform.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. San Francisco Chronicle vom 27. März 2007: Asia Pop/Man With a Cam, zuletzt eingesehen am 3. März 2013.
  2. Justin.TV’s Video Gaming Portal Twitch.TV Is Growing Fast, Artikel vom 11. August 2011
  3. Alexa Site Info: Justin.tv, zuletzt eingesehen am 3. März 2013.
  4. Justin.tv: Advertise on Justin.tv, zuletzt eingesehen am 3. März 2013.
  5. New York Times vom 24. November 2008: Web Suicide Viewed Live and Reaction Spur a Debate, zuletzt eingesehen am 3. März 2013.