Juventud Rebelde

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Juventud Rebelde
Beschreibung kubanische Tageszeitung
Erstausgabe 22. Oktober 1965
Erscheinungsweise täglich
Verkaufte Auflage
([1])
250.000 Exemplare
Chefredakteur Marina Menéndez Quintero
Herausgeber Unión de Jóvenes Comunistas
Weblink http://www.juventudrebelde.cu/
ISSN 1563-8340

Juventud Rebelde (span. für rebellische Jugend) ist eine kubanische Tageszeitung, die vom Kommunistischen Jugendverband Kubas (UJC – Unión de Jóvenes Comunistas) herausgegeben wird. Sie hat eine Auflage von 250.000 Exemplaren (Wochenendausgabe: 500.000).

Geschichte[Bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten]

„[…] eine Zeitung, welche in erster Linie für die Jugend gedacht ist, mit Inhalten, die die Jugendlichen interessieren, die aber auch eine Qualitätszeitung sein soll und in der auch Dinge stehen sollen, die für alle von Interesse sind.“

Fidel Castro: In einer Rede über die Juventud Rebelde[2]

Am 21. Oktober 1965 kündigte Fidel Castro auf dem V. Jahrestag der Integration der kubanischen Jugend in den revolutionären Prozess das Erscheinen einer neuen Tageszeitung speziell für die Jugend an. Aus diesem Anlass sprach Fidel Castro mit Vertretern der UJC aus den verschiedenen Provinzen, woraufhin die Gründung der Juventud Rebelde beschlossen wurde.

Am 22. Oktober erschien bereits die 16-seitige Erstausgabe mit farbigem Titelbild. In diesem Format erschien die Zeitung bis zum Januar 1966. Darauf erhöhte sich die Auflage auf 80.000 mit 8, 10 und 12 Seiten. Juventud Rebelde erschien in zwei Ausgaben: In Havanna als Abendzeitung und morgens im Rest des Landes.

Weitere Entwicklung[Bearbeiten]

Am 1. Juni 1969 wurde die Samstagsausgabe zugunsten einer landesweiten Sonntagsausgabe aufgegeben. 1969 wurde auch die nationale Korrespondentenschule der Juventud Rebelde gegründet, um die lokale Berichterstattung von jeder Provinz auf der Insel zu ermöglichen.

Ab dem 1. März 1970 erschien die Juventud Rebelde in drei Editionen: Eine für Havanna, eine für die damaligen Provinzen Camagüey und Oriente und eine für den Rest des Landes.

Bei verschiedenen Gelegenheiten benutzte die Zeitung auch den Vierfarbdruck: Im Dezember 1975 im Vorfeld des I. Parteitags der PCC, 1976 beim Zusammentreffen der I. Nationalversammlung, 1977 während des dritten Kongresses der UJC und 1978 während der XI. Weltfestspiele der Jugend.

Im Oktober 2013 wurde der aktuelle Chefredakteur Pelayo Terry zum Chefredakteur der Parteizeitung Granma berufen. Mit ihm solle gemäß offiziell geäußertem Willen der kubanischen Regierung ein neuer, freierer Wind in der kubanischen Medienlandschaft wehen. Als Beispiel wird die auch für Kritik genutzte Kommentarfunktion der Internetausgabe der Juventud Rebelde angeführt. Experten glauben aber, dass es sich hierbei nicht um viel mehr als ein Lippenbekenntnis der kubanischen Regierung handele.Es „[sei] ein wiederkehrendes Ritual, dass Fidel oder Raúl Castro die Medien kritisierten, ohne dass sich etwas verändere.“[3][4]

Terrys Nachfolgerin wurde seine bisherige stellvertretende Chefredakteurin Marina Menéndez Quintero.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Medien auf Kuba
  2. Juventud Rebelde auf EcuRed, Abgerufen im März 2012
  3. Philipp Lichterbeck: Parteiblatt „Granma“ will sich reformieren, Der Tagesspiegel vom 17. Oktober 2013
  4. Knut Henkel: Wieder Revolution in Kuba, taz vom 17. Oktober 2013