Károly Ferenczy

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Károly Ferenczy: Selbstporträt (1910),
Öl auf Holz, 45 cm × 38 cm, Ungarische Nationalgalerie

Károly Ferenczy (* 8. Februar 1862 in Wien; † 18. März 1917 in Budapest) war ein ungarischer Maler des Impressionismus.

Leben[Bearbeiten]

Károly (seltener auch Karl) Ferenczy begann zunächst ein Jurastudium, besuchte dann die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Wien und wandte sich dann schließlich auf Anraten seiner Cousine ​​(und späteren Frau, Olga von Fialka) der Kunst zu. Er schrieb sich 1885 an der Kunstakademie Neapel (Accad. di Belle Arti) ein, wechselte jedoch im darauffolgenden Jahr nach München, wo er unter anderen mit István Csók und Simon Hollósy in Kontakt kam. Er verbrachte die Jahre 1887 bis 1889 an der Académie Julian in Paris. Jules Bastien-Lepage war sein größter Einfluss und er schuf seine damals ersten Bilder im Stil des französischen Spätnaturalismus.[1]

Die darauffolgenden Jahre schloss sich Ferenczy einer Künstlerkolonie Szentendre an, ging jedoch 1893 wieder nach München, und vertiefte seine Verbindungen mit S. Hollósy und dessen Freunden. 1896 entschloss man sich zusammen in Nagybánya (Frauenbach) niederzulassen und eine Künstler-Kolonie zu gründen und eine eigene Schule zu eröffnen. Ferenczy wurde einer der führenden Künstler und Lehrer der Kolonie.

Nach einer erfolgreichen Ausstellung in Budapest im Jahre 1906 erhielt er eine Professur an der Ungarischen Akademie der Bildenden Künste und von da an verbrachte er nur mehr die Sommermonate in Nagybánya. 1907 wurde er einer der Gründungsmitglieder der MIÉNK.[2]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ferenczy Karl. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 1. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1957, S. 302.
  • Judit Szabadi: Jugendstil in Ungarn, Corvina, 1982
  • László Beke: 80 Jahre ungarische Malerei von der Romantik bis zum Surrealismus, Kunsthalle Mannheim, 1989

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Károly Ferenczy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ferenczy, Karl (PDF; 188 kB), im Österreichischen Biographischen Lexikon 1815–1950, abgerufen am 9. April 2012
  2. Eine Schau der Werke von Károly Ferenczy, Budapester Zeitung, 20. Dezember 2011