Käbschütztal

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Käbschütztal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Käbschütztal hervorgehoben
51.1513.383333333333209Koordinaten: 51° 9′ N, 13° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Meißen
Höhe: 209 m ü. NHN
Fläche: 50,45 km²
Einwohner: 2784 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km²
Postleitzahl: 01665
Vorwahl: 035244
Kfz-Kennzeichen: MEI, GRH, RG, RIE
Gemeindeschlüssel: 14 6 27 080
Gemeindegliederung: 37 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchgasse 4a
01665 Käbschütztal
Webpräsenz: www.gemeinde-kaebschuetztal.de
Bürgermeister: Uwe Klingor (CDU)
Lage der Gemeinde Käbschütztal im Landkreis Meißen
Coswig (Sachsen) Diera-Zehren Ebersbach (bei Großenhain) Glaubitz Gröditz Großenhain Hirschstein Käbschütztal Nossen Klipphausen Lampertswalde Nossen Lommatzsch Meißen Moritzburg Gröditz Niederau Nossen Nünchritz Priestewitz Radebeul Radeburg Riesa Röderaue Schönfeld Stauchitz Strehla Tauscha Thiendorf Klipphausen Weinböhla Lampertswalde Wülknitz Zeithain Sachsen Dresden Landkreis Bautzen Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Landkreis Mittelsachsen Landkreis Nordsachsen BrandenburgKarte
Über dieses Bild
Westlicher Ortseingang vom OT Schletta

Käbschütztal ist eine Gemeinde im Zentrum Sachsens im Landkreis Meißen.

Geographie und Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde Käbschütztal liegt etwa 11 km südwestlich von Meißen. Die B 101 führt durch die Gemeinde. Die A 14 verläuft südlich der Gemeinde und ist über den Anschluss Nossen-Ost (ca. 8 km) erreichbar. Der Ort liegt oberhalb des Triebischtales und des Ketzerbachtales und gehört zum Meißner Hochland. Der Jahnabach und Käbschützbach durchqueren das Gemeindegebiet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die angrenzenden Gemeinden sind Diera-Zehren und die Städte Nossen, Lommatzsch und Meißen sowie Klipphausen im Landkreis Meißen.

Lommatzsch Diera-Zehren Diera-Zehren
Nossen Nachbargemeinden Meißen
Nossen Nossen Klipphausen

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsteil Löthain wird im Jahr 1334 als Lethen erstmals urkundlich erwähnt. Der ursprüngliche altsorbische Ortsname (Lêtan oder Lêton als Lokator) wurde über die Jahrhunderte eingedeutscht und so entstand von 1378 Letan, über 1547 Lethan und 1665 Löthayn, dann der Ortsname Löthain.

Großkagens erste Erwähnung erfolgte im Jahr 1205 in der Gründungsurkunde des Augustiner-Chorherren-Klosters St. Afra in Meißen Reliquos autem fructus quos habet de ipfis villis et de decem manfis...in utroque Kagan..., ebenso wurde Niederjahna erstmals erwähnt.

1913 entstand Planitz-Deila aus Planitz und Deila, wohin 1935 Käbschütz, Leutewitz, Niederstößwitz und Sornitz eingemeindet werden. In die Landgemeinde Krögis wurden eingemeindet: 1924 Görtitz, Am 1. November 1935 Barnitz mit Meschwitz, Görna, Luga, Mauna, Nössige, Porschnitz mit Kleinprausitz, Schönnewitz und Soppen. Am 1. November 1935 wurde die Großgemeinde Kagen aus den Dörfern Großkagen, Kleinkagen, Kaisitz, Mohlis, Nimtitz, Priesa, Pröda und Tronitz gebildet. Im gleichen Jahr wurde Löthain um die Landgemeinde Canitz mit den Ortsteilen Pauschütz, Löbschütz, Mehren und Stroischen erweitert. Die Großgemeinde Jahna wurde 1935 aus den Dörfern Gasern, Jesseritz, Oberjahna, Schletta und Sieglitz gebildet. 1937 wurde der Ortsteil Niederjahna von Meißen zugeordnet, und das Vorwerk Korbitz nach Meißen umgegliedert.

Am 1. Januar 1969 wird die Gemeinde Kagen mit Jahna zu Jahna-Kagen vereinigt. Am 1. März 1974 wurden dann Jahna-Kagen mit Löthain zu Jahna-Löthain vereinigt. Die jetzige Großgemeinde Käbschütztal ist durch Zusammenschluss der ehemaligen Gemeinden Krögis, Jahna-Löthain und Planitz-Deila zum 1. Januar 1994 entstanden.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

Jahr Einwohner
1998 3134
1999 3118
2000 3071
2001 3067
Jahr Einwohner
2002 3048
2003 3011
2004 3003
2007 2962
Jahr Einwohner
2009 2871
2010 2879
2012 2752
2013 2784


Politik[Bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[3]
Wahlbeteiligung: 57,5 % (2009: 53,6 %)
 %
30
20
10
0
29,0 %
19,8 %
15,0 %
n. k.
n. k.
27,1 %
9,0 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 30
 25
 20
 15
 10
   5
   0
  -5
-10
-15
-12,2 %p
-12,3 %p
-3,3 %p
-4,6 %p
-3,9 %p
+27,1 %p
+9,0 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
b WV Käbschütztal

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 16 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 5 Sitze
  • Bürger für Käbschütztal (BWV): 5 Sitze
  • Wählervereinigung Käbschütztal (WV K): 3 Sitze
  • Freie Wähler - Ländliche Wählervereinigung (FW): 2 Sitze
  • LINKE: 1 Sitz

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Schaubergwerk Mehren (Ton- und Kaolinschacht Glückauf)
  • Kirche Planitz
  • Wasserschloss Sornitz (wurde im 16. Jahrhundert errichtet)

Partnergemeinde[Bearbeiten]

  • Berglen, Baden-Württemberg: Die Ortspartnerschaft wurde 1993 mit Krögis abgeschlossen und nach dessen Eingemeindung 1994 auf die neue Gemeinde Käbschütztal übernommen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Otto Steiger (1851–1935), Rittergutsbesitzer in Leutewitz und Politiker, MdL (Königreich Sachsen)
  • Matthias Donath (* 1975), Kunsthistoriker, Bauforscher und Autor

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2013 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  3. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Käbschütztal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien