Kärntner Straße

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Dieser Artikel beschreibt die Kärntner Straße in Wien. Zur gleichnamigen Landesstraße siehe Kärntner Straße (Österreich).
Kärntner Straße mit Oper (links) und Stephansdom
Der nördliche Teil der Kärntner Straße

Die Kärntner Straße ist neben dem Graben einer der wohl bekanntesten Straßenzüge der Wiener Innenstadt. Sie beginnt beim Karlsplatz beziehungsweise der Friedrichstraße und führt an der Wiener Staatsoper vorbei gerade bis zum Zentrum Wiens, dem Stephansplatz. Dort wird die Fußgängerzone in westlicher Richtung vom Graben fortgesetzt. In nordöstlichen Richtung schließt nach dem Stephansplatz die Rotenturmstraße an, die bis zum Donaukanal führt.

Geschichte[Bearbeiten]

Nur zwischen 1878 und 1909 existent: Die Kärntnerhof-Passage anstelle des heutigen Hotels Astoria (Nr. 32)

Die Kärntner Straße bestand bereits zur Zeit der Römer in Wien. Im Mittelalter wurde sie als „Strata Carinthianorum“ erstmals 1257 urkundlich erwähnt und verband das Stadtzentrum mit dem Kärntner Tor der Stadtmauer (nahe der heutigen Oper), ihre Verlängerung war zur damaligen Zeit eine wichtige Verbindung zu den Hafenstädten wie Venedig und Triest. Es sind verschiedene Schreibweisen vorzufinden, 1563: „Cärnerstrass“, 1566: „Khärnerstrass“, etwa 1567: „Khärnnerstrassen“, „Kahrnerstrass“, 1587: „Kärnerstras“, 1749: „Karnerstrasse“.

Etwa 1968, noch ohne Fußgängerzone

In der Gründerzeit und im späteren 19. Jahrhundert wurde sie verbreitert und stark umgebaut. Der Kärntner Hof, ein 1878 errichteter repräsentativer Passagenbau des Architekten Otto Thienemann wurde beispielsweise 1909/10 wieder abgerissen und durch das Hotel Astoria ersetzt. Im Jahre 1945 wurde die Kärntner Straße schwer in Mitleidenschaft gezogen, was in der Folge zu zahlreichen Um- und Neubauten führte. Auch aufgrund der hier traditionell hohen Wirtschaftsaktivität kommt es allerdings permanent zu Umgestaltungen.

1974 wurde die Kärntner Straße zwischen Oper und Stephansplatz durch die Architekten Wilhelm Holzbauer und Wolfgang Windbrechtinger zu einer Fußgängerzone umgestaltet (Eröffnung: 6. August 1974), die von zahlreichen Geschäften gehobenen Preisniveaus, wie beispielsweise dem 1823 gegründeten Glashaus J. & L. Lobmeyr, und mehreren Cafés gesäumt ist. Die Kärntner Straße bildet gemeinsam mit dem Graben und dem Kohlmarkt das sogenannte „Goldene U“ an traditionsreichen innerstädtischen Einkaufsstraßen, die über ein gehobenes Angebot verfügen und als Fußgängerzonen gestaltet sind.[1] Unterhalb der Straße verläuft die U-Bahn-Linie U1. Heute wird die Straße vor allem von Touristen frequentiert. 2009 wurde die Fußgängerzone umgestaltet, was im Vorfeld zu Kontroversen – vor allem über die ursprünglich geplanten, modernen Beleuchtungskörper – führte.[2][3]

Ein neuer Akzent wurde 2011 mit einem Großkaufhaus, dem Weltstadthaus hinzugefügt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kärntner Straße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wiener Einkaufsstraßen – Das Goldene U
  2. Kärntner Straße: Eine lange Geschichte (ORF Wien, 16. Februar 2009)
  3. Ausschreibung Gestaltung Fußgängerzone Wien City

48.20550555555616.370763888889Koordinaten: 48° 12′ 19,8″ N, 16° 22′ 14,8″ O