Käthe Braun

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Grab des Ehepaars Harnack auf dem Friedhof Zehlendorf

Käthe Braun (eigentlich: Katharina Braun; * 11. November 1913 in Wasserburg am Inn; † 9. September 1994 in Berlin) war eine deutsche Theater- und Filmschauspielerin in Berlin.

Leben[Bearbeiten]

Nach privatem Schauspielunterricht bei Magda Lena in München folgte 1935 ihr erstes Engagement am Bayerischen Staatstheater. 1938 wechselte sie an das Düsseldorfer Schauspielhaus und 1941 an das Stadttheater Straßburg, wo sie bis zur allgemeinen Theaterschließung 1944 spielte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam sie wieder nach München und gastierte von 1947 bis 1951 am Deutschen Theater in Berlin. Ab 1951 trat sie auch im Westteil Berlins am Schillertheater und am Schlossparktheater, sowie anderen bundesdeutschen Spielstätten auf. Zu ihren Rollen gehörten die Titelfigur in Das Käthchen von Heilbronn, Annchen in Max Halbes Jugend, Rautendelein in Gerhart Hauptmanns Die versunkene Glocke, Elektra in Eugene O’Neills Trauer muss Elektra tragen, Gretchen in Goethes Faust, die Titelfigur in Die heilige Johanna, Hermia und Titania in Ein Sommernachtstraum, Desdemona in Othello, Viola in Was ihr wollt und Ophelia in Hamlet.

Anfang der 1950er-Jahre spielte sie auch einige größere Rollen in ostdeutschen Filmproduktionen der DEFA, wie beispielsweise als Ehefrau des Fleischermeisters und Henkers Teetjen in der Zweig-Literaturadaption Das Beil von Wandsbek unter der Regie ihres Ehemannes, dem zum Umfeld der Weißen Rose gehörenden NS-Widerstandskämpfer Falk Harnack (1913–1991). Zuletzt wurde Käthe Braun bekannt als besorgte Mutter in Literaturverfilmungen der Lausbubengeschichten von Ludwig Thoma.

Filmografie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]