Kåfjord (Alta)

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Kåfjord (Alta)
Kåfjord. Links im Hintergrund ist die Kirche des Dorfes Kåfjord erkennbar

Kåfjord. Links im Hintergrund ist die Kirche des Dorfes Kåfjord erkennbar

Gewässer Altafjord
Landmasse Skandinavische Halbinsel
Geographische Lage 69° 56′ 11″ N, 23° 3′ 10″ O69.93638888888923.052777777778Koordinaten: 69° 56′ 11″ N, 23° 3′ 10″ O
Kåfjord (Alta) (Finnmark)
Kåfjord (Alta)
Breite ca. 1 km
Länge ca. 7 km

Der Kåfjord ist ein Seitenarm des Altafjords in der Provinz Finnmark in Nordnorwegen. Der Fjord liegt am südwestlichen Ende des Altafjords. Der Kåfjord ist circa 7 km lang und etwa 1 km breit.

Am Kåfjord wurde zwischen 1826 und 1909 Kupfererz abgebaut. Die Mine war die erste größere industrielle Unternehmung in Nordnorwegen. Heute sind von den einstigen Anlagen nur noch Ruinen vorhanden, die von einem 1,2 km langen Lehrpfad aus besichtigt werden können. Zur Zeit des Kupferabbaus siedelten sich circa 1.000 Personen am Ufer des Kåfjords in einem gleichnamigen Dorf an. Das Dorf wurde während des Zweiten Weltkriegs fast vollständig zerstört. Erhalten geblieben ist aber die 1837 im englischen Stil erbaute Dorfkirche. Heute ist das Dorf Kåfjord politisch ein Teil der Stadt Alta, liegt aber circa 20 km westlich des eigentlichen Stadtgebiets. Das Dorf wird nur noch von einigen Dutzend Menschen bewohnt.

Zwischen 1899 und 1926 befand sich auf dem am Kåfjord gelegenen, 904 m hohen Berg Haldde das weltweit erste Observatorium zur Beobachtung des Polarlichts. Das in den Folgejahren weitgehend verfallene Observatorium ist heute teilweise renoviert. Es ist über einen 9 km langen Pfad vom Kåfjord aus zu erreichen und öffentlich zugänglich.

Während des Zweiten Weltkriegs diente der Kåfjord als Hafen für das deutsche Schlachtschiff Tirpitz, welches im November 1944 bei Tromsø durch britische Bomber zum Kentern gebracht wurde. Heute befindet sich am Kåfjord das Tirpitz Museum, in dem Gegenstände aus dem Schiff besichtigt werden können.

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