Köln-Blumenberg
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Blumenberg |
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|---|---|---|
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| Koordinaten | 51° 2′ 24″ N, 6° 53′ 4″ O51.046.8844444444445Koordinaten: 51° 2′ 24″ N, 6° 53′ 4″ O | |
| Fläche | 3,2 km² | |
| Einwohner | 5966 (31. Dez. 2008) | |
| Bevölkerungsdichte | 1864 Einwohner/km² | |
| Eingemeindung | 1986 (Gründung) | |
| Postleitzahl | 50765 | |
| Vorwahl | 0221 | |
| Stadtbezirk | Chorweiler (6) | |
| Verkehrsanbindung | ||
| DB-Anschluss | Köln-Blumenberg | |
| Quelle: Strukturdaten der Stadt Köln | ||
Blumenberg ist der jüngste Stadtteil im Stadtbezirk Chorweiler im linksrheinischen Norden von Köln.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Lage
Blumenberg grenzt im Norden an Worringen und im Osten an Fühlingen. Südlich von Blumenberg befindet sich Chorweiler. Im Westen Blumenbergs sind Felder, die wiederum an eine Waldfläche im Süden von Roggendorf/Thenhoven grenzen, die von der Eisenbahnlinie Köln-Neuss-Krefeld durchquert wird. Noch weiter westlich liegt das Wasserwerk Weiler. Blumenberg ist ca. 13 km Luftlinie vom Kölner Zentrum entfernt, das Naturschutzgebiet des Worringer Bruchs und der Fühlinger See liegen in der Nähe.
[Bearbeiten] Geschichte
Bereits in vorgeschichtlicher Zeit scheint sich eine Siedlung an der Niederterrasse des Rheins befunden zu haben, wie Bodenuntersuchungen des Rheinischen Amtes für Bodendenkmalpflege belegten. Zwei Ausgrabungen in den Jahren 1988/89 und 1990/91 weisen auf frühe Besiedelungen auf dem heutigen Stadtteilgebiet aus der Zeit um 3500 bis 4000 v. Chr. hin, Überreste von elf Hofsiedlungen mit Pfahlbauten entstanden um 1000 v. Chr.[1]
Im Mittelalter fand die Schlacht von Worringen am 5. Juni 1288 in der "Fühlinger Heide" statt. Ein Teil davon heißt nun Blumenberg.
Das Gebiet des heutigen Blumenberg gehörte bis 1922 zur Bürgermeisterei Worringen und wurde unter Oberbürgermeister Konrad Adenauer nach Köln eingemeindet. Im Blick hatte man dabei eine Ausdehnung der Stadt nach Norden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg, nach den Kriegszerstörungen in der Innenstadt, begannen die Planungen zum Bau der „Neuen Stadt“ im Norden Kölns, aus denen schließlich der Stadtbezirk Chorweiler hervorging. Blumenberg war seit 1963 als Stadtteil geplant und sollte nach der Fertigstellung Wohnraum für 5000 Einwohner bieten. Der Bau begann jedoch erst im Jahre 1986. Der S-Bahn-Anschluss wurde 1997 fertiggestellt[2].
Der Name „Blumenberg“ für den Stadtteil wurde am 7. Oktober 1963 vom Stadtrat beschlossen und geht wie der schon länger existierende Blumenbergsweg vermutlich auf den ehemaligen Bloemberger Hof zurück, der sich im Jahr 1602 auf dem Gebiet nachweisen lässt[2].Der Name dieses Hofes lässt sich als Euphemismus für den „Blutberg“ auffassen, der Ort der Schlacht von Worringen war. Ein nahe gelegener Feldweg am südlichen Rand des Worringer Bruchs parallel zum Blumenbergsweg heißt „Am Blutberg“.
[Bearbeiten] Bevölkerungsentwicklung seit 1990
In Klammern ist der Ausländeranteil in % angegeben.
| 1990 | 1995 | 2000 | 2005 |
|---|---|---|---|
| 466 (17,6) | 2.111 (23,0) | 5.000 (24,4) | 5.869 (20,7) |
Die Arbeitslosenquote lag am 31. Dezember 2005 bei 13,4%.
Blumenberg hat im Altersdurchschnitt eine recht junge Bevölkerung, was auf die anfangs günstigen Haus- und Wohnungspreise zurückzuführen ist. Viele junge Familien entschlossen sich bei Baubeginn Blumenbergs, in eine relativ naturnahe Wohnlage zu ziehen.
[Bearbeiten] Siedlungsstruktur
Anfangs als Baufläche ausschließlich für Einfamilienhäuser geplant, findet man mittlerweile in Blumenberg auch viele Mehrfamilienhäuser.
Eine Siedlung von 50 Reihenhäusern[1] im Stadtteil bildet eine der ältesten Ökosiedlungen Deutschlands. In der Neubausiedlung wird sowohl bei der Wasserversorgung bzw. Entsorgung (Brauchwasserkreislauf, Grauwassernutzung, Regenwassernutzung) als auch bei der Bauweise versucht, ökologische Überlegungen zu verwirklichen.
[Bearbeiten] Verkehr
Verkehrstechnisch ist Blumenberg mit der in einem Tunnel verlaufenden S-Bahn-Linie 11 an das Bahnnetz angebunden, so dass der Kölner Hauptbahnhof in 20 Minuten erreichbar ist.
Eine Autoschnellstraße führt nach Chorweiler und in die Kölner Innenstadt. Der Stadtteil selbst ist seit Oktober 2008 vollständig Tempo-30-Zone. Fahrbahnverengungen, Sackgassen und für den Autoverkehr gesperrte Fußwege sind Bestandteile des Konzepts zur Verkehrsberuhigung.
[Bearbeiten] Kirchengemeinden
Blumenberg ist Teil der Katholischen Kirchengemeinde Fühlingen, die 2003 durch den Architekten Nikolaus Bienefeld das neue Kirchengebäude und Gemeindezentrum St. Katharina von Siena in Blumenberg erbauen ließ. Der Komplex beherbergt sowohl Pfarrsaal und Kindergarten als auch Wohnungen und eine Arztpraxis und erhielt 2006 eine Anerkennung im Rahmen des Kölner Architekturpreises[3]. Der Pfadfinderstamm St. Katharina von Siena ist Teil der Gemeinde.
Evangelische Christen in Blumenberg sind durch den Gemeindebezirk Chorweiler innerhalb der Kirchengemeinde Köln Neue Stadt organisiert.
[Bearbeiten] Bildung, Gesundheit und Freizeit
Neben drei Kindergärten, einer Gemeinschaftsgrundschule und einem Jugendzentrum ergänzen diverse Spielplätze und Sportanlagen das Angebot für Familien mit Kindern. Dazu sind Arztpraxen mehrerer Fachrichtungen, eine Apotheke sowie eine Reihe von Einzelhandels- und Dienstleistungsbetrieben vorhanden. Ein Seniorenzentrum wurde 2008 eröffnet.
[Bearbeiten] Literatur
- Bienefeld, Heinz: Kath. Pfarrzentrum Köln- Blumenberg. In: Kunst u. Kirche 59 (1996) S. 54-55
- Hüser, Martina: Umweltverträglichkeitsuntersuchung Blumenbergsweg, Köln: Stadt Köln, Der Oberstadtdirektor, Dezernat VIII, Stadtplanungsamt - Verkehrsplanung, 1992.
- Simons, Angela: Ein vorgeschichtlicher Siedlungsbereich auf der Niederterrasse des Rheins : Köln-Blumenberg / Angela Simons u. Elisabeth Maria Spiegel. In: Archäologie in Köln 1 (1992) S. 13-19
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b http://www.stadt-koeln.de/1/stadtbezirke/chorweiler/blumenberg/
- ↑ a b Christian Schuh: Kölns 85 Stadtteile. Geschichte, Daten, Fakten, Namen. Köln 2003, ISBN 3-89705-278-4, S. 22-24
- ↑ http://www.baukunst-nrw.de/index.php?oid=1208
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