Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt

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Köln-Düsseldorfer
Deutsche Rheinschiffahrt AG
Logo der Köln-Düsseldorfer
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 11. Juni 1826 [1]
Sitz Düsseldorf[2]
Leitung Klaus Hadeler
Norbert Schmitz
Mitarbeiter 224
Umsatz 26,7 Mio. Euro[3]
Branche Touristik
Produkte FlussschifffahrtVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.k-d.com
Stand: 31. Dezember 2012 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2012

Die Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt AG, abgekürzt Köln-Düsseldorfer oder KD, ist eine seit 1853 bestehende Gesellschaft für Vergnügungs- und Linienfahrten auf Rhein, Main und Mosel. Mit einer Flotte von 12 Schiffen ist die KD gleichzeitig Marktführer in dieser Branche. Traditionelle Ausflugsziele sind die Attraktionen des Mittelrheins oder spezielle Veranstaltungen wie Rhein in Flammen. Die KD ist eine der ältesten durchgehend börsennotierten Aktiengesellschaften der Welt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Concordia, das erste deutsche Dampfschiff auf dem Rhein
Fahrplan vom 9. Juni 1853
Schnelldampfer Friede in Koblenz
Rheindampferfahrt auf der Lohengrin zum 200-jährigen Firmenjubiläum von Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichs-Platz im Juli 1909
Die beiden Multifunktionsschiffe RheinFantasie und RheinEnergie am 5. Mai 2011 in Köln

Am 3. Oktober 1825 konstituierte sich in Köln unter der Leitung des Kaufmanns Peter Heinrich Merkens die Preußisch-Rheinische Dampfschiffahrt-Gesellschaft (PRDG). Die Preußische Regierung genehmigte die Statuten der Kölner Gesellschaft am 11. Juni 1826. Schon vorher, am 24. Januar 1826, hatte die PRDG bei der Nederlandsche Stoomboot Maatschappij Fijenoord-Werft in Nieuw-Lekkerland ein Glattdeck-Dampfschiff für den kombinierten Personen- und Güterverkehr bestellt, das Mitte 1827 ausgeliefert werden sollte. Dieses Schiff war baugleich mit dem kurz zuvor von der Dampfschiffahrt-Gesellschaft für Rhein und Main bestellten hölzernen Raddampfer Concordia. Bei den Probefahrten stellte sich heraus, das dieser Schiffstyp konstruktionsbedingt nicht für Fahrten auf dem Oberrhein geeignet war, sodass die DGRM der PRDG anbot, dass Schiff in einer Betriebsgemeinschaft auf dem Mittelrhein zu nutzen. Am 1. Mai 1827 nahm die PRDG mit diesem Dampfer den Betrieb im Personen- und Eilgüterdienst auf der Strecke von Mainz nach Köln auf. Am 8. Juni 1827 konnte auch der zweite Dampfer – die Friedrich Wilhelm in Dienst gestellt werden. [4] Ab 1832 soll das Unternehmen an der Kölner Börse notiert worden sein.

Am 18. Mai 1836 gründeten Mainzer, Elberfeld-Barmer und Düsseldorfer Kaufleute die Dampfschiffahrts-Gesellschaft für den Nieder- und Mittelrhein (DGMN) mit Sitz in Düsseldorf. Die Preußischen Regierung erteilte der DGNM am 22. September 1836 die Genehmigung für den Fahrbetrieb auf dem mit der PRDG identischem Fahrgebiet zwischen Köln und Mannheim. Ab 1838 nahm die DGNM mit fünf Dampfschiffen den Betrieb auf. In den Folgejahren entfachte zwischen den beiden Gesellschaften und einer niederländischen Reederei, der Neederlandschen-Stoomboot Maatschappij, ein unerbittlicher Konkurrenzkampf. Neben Preissenkungen und Wettfahrten zur Kundengewinnung wird in den 1840er-Jahren auch von gegenseitigen Schiffsrammungen berichtet.

Beide Unternehmen waren unter diesen Gegebenheiten nicht wirtschaftlich zu führen, sodass sie schließlich am 9. Juni 1853 die Betriebsgemeinschaft Kölnische und Düsseldorfer Gesellschaft für Rhein-Dampfschiffahrt gründeten. Fortan betrieben die beiden weiterhin selbständigen Reedereien ihre Schiffe zwischen Rotterdam und Straßburg mit einem gemeinsamen Fahrplan. Der Vertrag wurde zunächst für eine Dauer von sechs Jahren geschlossen. Bei der unbefristeten Verlängerung dieses Vertrages am 15. April 1859 legten die Gesellschaften fest die Strecke von Mannheim nach Straßburg nicht mehr zu bedienen, da diese durch den Bau einer Eisenbahnstrecke insbesondere im Güterverkehr nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben war. Die Reedereien vereinbarten zudem, dass sie jeweils abwechselnd Schiffsneubauten zur Modernisierung der Flotte beauftragen würden. Im Jahre 1860 wurden insgesamt 1,2 Millionen Fahrgäste befördert, die beiden Reedereien besaßen jeweils 14 Dampfschiffe. Unter Einfluss des Wettbewerbs mit der deutlich schnelleren Eisenbahn stagnierten die Fahrgastzahlen im Jahresdurchschnitt von 1861 bis 1899 bei rund einer Million, der Gütertransport hingegen verlor ständig an Bedeutung. Zu Zeiten der fortschreitenden Industrialisierung stieg der Bedarf an Erholungsfahrten auf dem Rhein, sodass 1867 mit den Schnelldampfschiffen Humboldt und Friede die beiden ersten reinen Fahrgastschiffe in Dienst gestellt wurden. Ab 1885 stellten die Reedereien jedes Jahr wechselweise ein Schiff in Dienst, sodass die Flotte bis 1914 auf 32 Schiffe vergrößert wurde. Die Fahrgastzahlen stiegen von der Jahrhundertwende bis 1913 auf über 1,9 Millionen jährlich. Am 4. August 1913 stellte die PRDG mit der Goethe den letzten Glattdeckdampfer für den kombinierten Güter- und Personenverkehr in Dienst.[4][5]

Infolge von Brennstoff- und Personalmangel musste der Linienbetrieb während des Ersten Weltkriegs eingeschränkt werden. Einige Schiffe, wie beispielsweise die Kronprinzessin Cecilie, wurden zu Lazarettschiffen umgebaut, diese konnten bis zu 500 Verwundete transportieren. Nach Kriegsende verboten die Französischen Alliierten den Personentransport auf dem Rhein bis zum Sommer 1919. Einige Schiffe waren als Truppentransporter eingesetzt, zusätzlich enteignete die Marine National Flottille de Rhin die Dampfer Loreley, Parcival und Rheinstein und bauten sie zu Flusskanonenbooten um. Aufgrund eines Eisenbahnerstreiks übernahm die Köln-Düsseldorfer vom 11. März bis 17. Dezember 1923 die Postbeförderung auf dem Rhein zwischen Ludwigshafen und Xanten. Am 2. Januar 1925 gründeten die DGMN und die PRDG die Köln-Düsseldorfer Rheinschiffahrts GmbH. In dieser Gesellschaft wurde die Verwaltung von beiden Reedereien zusammengeführt, auch wurde damit eine juristische Person geschaffen, auf die sich gemeinsamer Schiffs- oder anderer Besitz übertragen ließ. Die Kölner Betriebsstätte übernahm die logistischen Aufgaben, die kaufmännische Betreuung übernahm die Düsseldorfer Verwaltung. Die GmbH übernahm drei Schiffe der Muttergesellschaften, von denen zwei aber innerhalb desselben Jahres wieder verkauft wurden.[4]

Durch den Konjunkturaufschwung in den „Goldenen Zwanzigern“ stieg der Bedarf an luxuriös ausgestatteten Fahrgastschiffen, so dass die Gesellschaften mehrere für den kombinierten Verkehr vorgesehenen Schiffe zu reinen Fahrgastschiffen umbauten. 1926 folgten mit den Raddampfern Rheinland und Vaterland die ersten beiden Neubauten nach dem Ersten Weltkrieg. Im gleichen Jahr beauftragten die Gesellschaften in einem Gemeinschaftsprojekt bei der Schiffswerft Christof Ruthof das erste von Dieselmotoren angetriebene Motorschiff – die Freiherr von Stein, die ab Mai 1927 eingesetzt werden konnte. Am 30. April 1928 wurde die Neederlandse Stoomboot Reederij (NSR) mit zehn Dampfschiffen in die Betriebsgemeinschaft aufgenommen. Durch diese Partnerschaft wurde für das Jahr 1928 mit 2,649 Millionen beförderten Passagieren ein neuer Fahrgastrekord verzeichnet. Die NSR übernahm ab 1929 die letzten vier nicht umgebauten Kombischiffe und übernahm den kompletten Gütertransport der Köln-Düsseldorfer. Im gleichen Jahr stellte die DGMN mit der Mainz den für die KD letztgebauten Schaufelraddampfer in Dienst. Bedingt durch die Weltwirtschaftskrise fielen die Passagierzahlen bis 1933 um über 20 %, die Güterbeförderung sank sogar um 50 %. Erst durch Fahrten für die nationalsozialistische Gemeinschaft Kraft durch Freude und anderer NS-Massenorganisationen konnte diesem Abwärtstrend entgegengewirkt werden.[4][5]

Im Zweiten Weltkrieg verlor die KD ihre Flotte fast vollständig; nur die Mainz blieb als einziges von 22 Schiffen aus der Vorkriegszeit fahrfähig erhalten.[6] Am 19. Mai 1946 wurde der Personenverkehr zwischen Köln und Königswinter mit zwei Schiffen wieder aufgenommen. Bis 1953 wurden 18 Schiffe instand gesetzt, darunter vierzehn Raddampfer. Am 16. Mai 1967 wurde aus der einstigen Betriebsgemeinschaft mit der Gründung der Köln-Düsseldorfer, Deutsche Rheinschiffahrt AG ein selbständiges Unternehmen. Im weiteren Verlauf hatte die Gesellschaft, bedingt durch Konkurrenz preiswerter Auslandsreisen, sowie einer Vielzahl von Freizeitparks, dem Rückgang des Rheintourismus und der Zunahme der Autoreisen, mit einer Abnahme der Fahrgastzahlen zu kämpfen und machte Verluste.

Sie bot zwischen 1960 und 1995 auch Rheinkreuzfahrten an. „MS Europa“ war das erste jemals gebaute Flusskreuzfahrtschiff. Weitere Schiffe folgten. Im Dezember 1993 wurde das verlustträchtige Unternehmen von den Gesellschaftern Stadtsparkasse Düsseldorf, Bankhaus Sal. Oppenheim jr. & Cie. und Henkell & Co. an die WestLB AG verkauft. Seither hatte die WestLB umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an der teilweise veralteten Flotte (z.B. die originalgetreue, aufwändige Restaurierung der Goethe, die am 26. August 1996 wieder in Dienst gestellt wurde) unternommen und die KD – nach einer Aufspaltung in das Flusskreuzfahrtgeschäft und das Tagesausflugsgeschäft – im Januar 2000 an die Schifffahrtsexperten Viking (übernahmen das Flusskreuzfahrtgeschäft) und Premicon (Tagesausflugsgeschäft) veräußert. Beiden ist es gelungen, ihre Beteiligungen in die Gewinnzone zu bringen und erfolgreich am Markt zu präsentieren.

Zu der Münchener Beteiligungs-GmbH Premicon gehörend setzt das Unternehmen heute verstärkt auf eine Rolle als „Schifffahrtsveranstaltungsunternehmen“. Mit dem Angebot von saisonalen Events an Bord der Schiffe werden neue Akzente gegenüber dem reinen Ausflugsverkehr gesetzt. Schiffe wie der moderne Katamaran Rheinenergie, der größte Veranstaltungskatamaran Europas, mit seinem Atrium samt von zwei Ebenen aus einsehbarer 35 m² Bühne, begünstigen Aktivitäten im Event-Geschäftsfeld. Im Rahmen des Weltjugendtags 2005 nutzte Papst Benedikt XVI. dieses Schiff zur Pilgerfahrt auf dem Rhein.

Heute bietet die KD ihre Linienfahrten ganzjährig auf Rhein und Mosel und Rundfahrten und in den Regionen Köln, Düsseldorf und Frankfurt zusätzliche Panoramarundfahrten an. Die KD deckt während der Saison den gesamten Rheinabschnitt zwischen Mainz und Köln nach Fahrplan mit täglich bis zu 400 Abfahrten ab. Ein weiteres wichtiges Geschäftsfeld bildet die Vercharterung von Schiffen.

Am 6. Juni 2008 erteilte die KD den Auftrag zum Umbau des Raddampfers Goethe auf Dieselantrieb nach Abschluss der Saison. So endete am 5. Oktober 2008 die Geschichte der Dampfschifffahrt auf dem deutschen Teil des Rheins. Auf Antrag der KD wurde die ausgebaute Dampfmaschine im Einvernehmen mit der Rheinischen Denkmalbehörde und der Denkmalbehörde der Stadt Köln unter Denkmalschutz gestellt. Die 1913 von den Gebrüder Sachsenberg-Werken in Roßlau erbaute Zwei-Zylinder-Verbund-Heißdampfmaschine wurde dokumentiert ausgebaut und danach dem Kölner Stadtmuseum als Ausstellungsleihgabe zur Verfügung gestellt.

Zum 1. Januar 2009 gründete die KD in Luxemburg eine 100%-ige Tochtergesellschaft mit Sitz in Luxemburg. Ziel der Expansion ist der weitere Ausbau des internationalen Geschäfts durch die Verlagerung der operativen Steuerung der Schiffe nach Luxemburg. Die zehn KD-eigenen Ausflugsschiffe mit ihren Besatzungen wechselten zur Tochtergesellschaft KD-Europe nach Luxemburg. Die Schiffe sind seit Januar in Valletta als Heimathafen registriert und fahren unter der Flagge von Malta, wie bereits die Flotte der Premicon-Gruppe als Hauptaktionär.[7] Deshalb führen die Schiffe am Heck die maltesische Flagge.

Die Kreuzfahrtschiffe werden über die Niederlassung KD Cruise Services Ltd. Zypern betreut.

Im Jahr 2010 wurde in Bremen die KD-Bereederung GmbH als 100% Tochter der Köln-Düsseldorfer AG gegründet. Die KD-Bereederungs GmbH betreute nautisch und technisch das See-Kreuzfahrtschiff Astor der Transocean Kreuzfahrten GmbH. Diese Gesellschaft wurde am 1. April 2013 an die griechische Global Maritime Group verkauft.[8]

Im Juli 2010 wurde auf der Werft De Hoop Niederlande für 9.3 Mio Euro ein neues, 1000 Personen fassendes, multifunktionales Passagierschiff bestellt. Der Stapellauf erfolgte am 27. März 2011, die Auslieferung an die Reederei am 27. April. Am 5. Mai wurde der Schiffsneubau in Köln auf den Namen RheinFantasie getauft.[9] [10]

Schiffe[Bearbeiten]

Wappen von Köln (2006)
Raddampfer Goethe (2007)
Jan von Werth in Köln (2010)
Loreley in Köln-Deutz
Godesburg (2007)
Tragflügelboot Rheinpfeil (1986)
  • RheinEnergie (seit 2004) Das größte Eventschiff auf europäischen Binnengewässern. Kapazität 1650 Personen 6 Meter Raumhöhe, 35 m² große Bühne.
    • Planfahrten: zwischen Köln und Mainz, Abendfahrten in Köln
    • Sonderveranstaltungen: im Bereich Köln, Abendfahrten in Bonn, Düsseldorf und Köln
    • Charterfahrten: zwischen Bad Godesberg und Düsseldorf, in den Bereichen Koblenz, Mainz und Wiesbaden-Biebrich
  • RheinFantasie (seit 5. Mai 2011). Kapazität 1000 Personen 6 Meter Raumhöhe, 35 m² große Bühne.
    • Planfahrten: zwischen Köln und Mainz, Abendfahrten in Köln
    • Sonderveranstaltungen: im Bereich Köln, Abendfahrten in Bonn, Düsseldorf und Köln
    • Charterfahrten: zwischen Bad Godesberg und Düsseldorf, in den Bereichen Koblenz, Mainz und Wiesbaden-Biebrich
  • Stolzenfels (seit 1979)
    • Planfahrten: zwischen Köln und Mainz, Abendfahrten in Köln
    • Sonderveranstaltungen: Fahrten zum „Rhein in Flammen“ ab Köln
    • Charterfahrten: zwischen Düsseldorf und Köln
  • Jan von Werth (seit 1992)
    • Planfahrten: Abendfahrten in Köln, Rundfahrten in Köln
    • Charterfahrten: in den Bereichen Bonn und Düsseldorf, zwischen Wesseling und Zons, Abendfahrten in Köln
  • Loreley (seit 1996)
    • Planfahrten: zwischen Köln und Mainz
    • Sonderveranstaltungen: zwischen Köln und Linz
    • Charterfahrten: in den Bereichen Bonn-Bundeshaus und Köln
  • Asbach (seit 1996, Indienststellung als Marksburg, Schwesterschiff der Loreley)
    • Planfahrten: zwischen Köln und Mainz
    • Charterfahrten: zwischen Bacharach und Eltville, zwischen Köln und Linz
    • Eingelegte Fahrten: zwischen Koblenz und Rüdesheim
  • Goethe (Schaufelradschiff, gebaut 1913, im Zweiten Weltkrieg durch Bombentreffer versenkt, später gehoben und reaktiviert, Umbau auf Ölfeuerung und verschiedene Umrüstungen, kurzzeitig außer Dienst in den 1990ern, 1996 erneut restauriert und wieder im aktiven Dienst, war der letzte betriebsfähige Schaufelraddampfer auf dem deutschen Rhein, wurde 2008/2009 auf Dieselantrieb umgebaut)
    • Planfahrten: zwischen Koblenz und Rüdesheim
    • Sonderveranstaltungen: Adventsfahrten in Köln
  • Godesburg (seit 1994)
    • Planfahrten: zwischen Köln und Mainz
    • Charterfahrten: in den Bereichen Bonn, Düsseldorf, Mainz und Rüsselsheim, Abendfahrten in Rüdesheim
  • Warsteiner (seit 1994)
    • Planfahrten: zwischen Duisburg und Zons, Rundfahrten in Düsseldorf
    • Charterfahrten: in den Bereichen Bonn, Düsseldorf und Krefeld-Uerdingen, Abendfahrten in Düsseldorf
  • Boppard (seit 2004, im Design ähnlich Warsteiner, Bauwerft ÖSWAG Linz (A); 1996–2001 als Ostarrichi im Einsatz bei der Donauschifffahrt)
    • Planfahrten: zwischen Koblenz und Mainz
    • Sonderveranstaltungen: Fahrten zum „Rhein in Flammen“ ab Linz
    • Charterfahrten: zwischen Bingen und Mainz, im Bereich St. Goar, Abendfahrten in Rüdesheim
  • Palladium (seit 2009, in Frankfurt im Einsatz als Rundfahrten- und Partyschiff. Das Schiff wurde 2006 neu aufgebaut)
    • Planfahrten: Rundfahrten in Frankfurt
    • Sonderveranstaltungen: Partyschiff in Frankfurt
    • Charterfahrten: im Bereich Frankfurt, Abendfahrten in Frankfurt

Die KD betrieb auch die einzigen Tragflügelboote auf dem Rhein, den Rheinpfeil (1972–1997) und den „RheinJet“ (1997–2000).

Mehrere Schiffe werden als Werbefläche vermietet (RheinFantasie – Express Ü30-Party, Drachenfels – Sion-Kölsch). Einigen Partnern wurde der komplette Name gewidmet. (Warsteiner, RheinEnergie, Asbach, BUGA Koblenz 2011).

Unternehmensdaten[Bearbeiten]

Die Köln-Düsseldorfer verzeichnete 2012 bei einem Umsatz von 26,7 Mio. Euro, ein Defizit von 376 Tsd. Euro und beschäftigt 224 Mitarbeiter.[11] Das Unternehmen ist eine Mehrheitsbeteiligung der Premicon Beteiligungs GmbH, München. Die KD wird zur Zeit von den gleichberechtigten Vorständen Klaus Hadeler ab 2001 (Finanzen, Personal, Recht) und Norbert Schmitz ab 2000 (Vertrieb, Operations, Technik) geführt. Aufsichtsratsvorsitzender ist seit März 2010 Thomas Wirmer. Er übernahm das Amt nachdem sein Vorgänger Klaus Hildebrand am 2. Dezember 2010 verstorben war.

Um ihren Bedarf für Instandhaltungen und Verschönerungsarbeiten über den Winter zu decken, hat die KD Ende 2013 erstmalig Genussrechte ausgegeben. Mit einem Volumen von 1,5 Millionen Euro macht die bankenunabhängige Finanzierung die Hälfte des benötigten Kreditvolumens aus. [12]

Die Unternehmenstochter KD Bereederung, die im Juni 2010 gegründet und mit den Bereederungsdiensten des Kreuzfahrtschiffs MS Astor beauftragt wurde, ist bereits im Februar 2013 durch die Global Maritime Group übernommen worden. Als Grund wird die geringe Chance genannt, neben dem MS Astor noch weitere Schiffe in Zukunft bereedern zu können. Gleichzeitig wurde mit diesem Schritt auch die Vercharterung des Hochseekreuzfahrtschiffes in Sommer- und Winterreisen getrennt, sodass neben Transocean noch ein weiterer Anbieter Reisen auf dem Schiff anbietet. Laut Prospekt war ursprünglich eine Charter durch Transocean durchgehend für 2010-2018 geplant.

Unternehmenstochter KD Cruise Services Ltd., Zypern[Bearbeiten]

TUI Melodia
TwinCruiser Flamenco
Scenic Emerald

KD Cruise Services Ltd. wurde als KD Branch Office Limassol Ltd. Ende 2006 gegründet. Der Firmenname wechselte mit der Wirkung vom 1. Januar 2010. Die Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt AG wurde als nautisch-technische Betreuerin der Premicon-Flusskreuzfahrtschiffe beauftragt. Zum 1. Januar 2008 wurde die Geschäftsführung der Schiffsfonds der Premicon AG (Flusskreuzfahrtschiffe mit Zeitchartervertrag) nach Zypern verlegt.

Aufgabe von KD Cruise Services Ltd. ist, von Zypern aus die Schiffe der Premicon-Flusskreuzfahrtflotte zu bereedern. Zuvor wurde diese Aufgabe von Deutschland aus geführt. Seit Ende 2009 ist auch die Bereederung der Scenic-Flusskreuzfahrtflotte hinzugekommen. In Limassol arbeiten über 10 Mitarbeiter, weitere in Büros zur technischen Betreuung sind in Köln, Passau und Budapest sowie rund 250 Arbeitsplätze im nautisch-technischen Bereich auf den Schiffen. Die Geschäftsführung des Unternehmens übernahmen Dr. Michael Knauer (kaufmännisch, 2006–2012) und der Prokurist der KD, Wolfgang Behrend (operativ). Zum 1. Januar 2013 ist die kaufmännische Geschäftsführung an Alexandros Agathokleous übergegangen.

Unternehmenstochter KD Europe S.à r.l., Luxemburg[Bearbeiten]

KD Europe S.à r.l. in Luxemburg wurde im Dezember 2008 aus steuerlichen Gründen und zum Zweck einer besseren Europäischen Ausrichtung als hundertprozentige Tochter der Köln-Düsseldorfer gegründet. Alle Ausflugschiffe, bis auf die zu diesem Zeitpunkt bereits ausgemusterte und zum Verkauf stehende Wappen von Mainz, wurden von der Köln-Düsseldorfer an das Tochterunternehmen verkauft. Zusätzlich übernahm die KD Europe das gesamte nautische und gastronomische Personal der Muttergesellschaft (80 Mitarbeiter).[14] Die Schiffe registrierte das neugegründete Unternehmen im Januar 2009 in Malta. Geschäftsführer sind Gerhard Baumann (Operations) Markus Schwartz (Nautik) und Johannes Hecker (Technik).

Vertrieb[Bearbeiten]

Die KD wird von 43 freiberuflichen Verkaufsagenturen entlang der Fahrtstrecke unterstützt. Diese Agenturen arbeiten auf Provisionsbasis und verkaufen ausschließlich die Tickets für alle Fahrten der Köln-Düsseldorfer. Jede Agentur muss eine Stunde vor Abfahrt der Schiffe besetzt sein. Die KD-Agentur Köln betreibt noch ein Reisebüro und hat sich auf Flusskreuzfahrten spezialisiert.

Literatur[Bearbeiten]

  • Josef Dollhoff: Die Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt A.-G., in: Die Kölner Rheinschiffahrt. Von der Römerzeit bis zur Gegenwart. Bachem, Köln 1980, ISBN 978-3-7616-0528-8
  • Georg Fischbach: Die Schiffe der Köln-Düsseldorfer 1826–2004. Eigenverlag, Marienhausen 2004, ISBN 3-00-016046-9
  • Helmut Hübener: Rheindampfschifffahrt – 150 Jahre KD. Herausgeber: Rheinmuseum Emmerich 2003
  • A. F. Napp-Zinn: 100 Jahre Köln-Düsseldorfer Rheindampfschiffahrt insbesondere Zerstörung und Wiederaufbau 1939–1953. M. DuMont Schauberg, Köln 1953
  • Stephan Nuding: 175 Jahre Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt AG , Schardt Oldenburg 2001, ISBN 978-3-8984-1035-9
  • Hans Rindt und Gunter Dexheimer (Hrsg.): Die Schiffe der Köln-Düsseldorfer einst und jetzt. Eigenverlag, Stockstadt/Rhein 1987
  • Ulrich S. Soénius: Ein Unternehmen – Zwei Städtenamen. In: Annette Fimpeler (Hrsg.): Düsseldorf-Köln Greven Verlag, Köln 2012 [2011], S. 145–169 ISBN 978-3-7743-0488-8

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Köln-Düsseldorfer – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Satzung der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt AG
  2. Satzung der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt
  3. Konzern-Geschaftsbericht 2012 Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt AG
  4. a b c d A.F. Napp-Zinn: 100 Jahre Köln-Düsseldorfer Rheindampfschiffahrt. M. Dumont Schauberg, Köln 1953
  5. a b Georg Fischbach: Die Schiffe der Köln-Düsseldorfer 1826–2004. Eigenverlag, Marienhausen 2004, S. 1027 bis 1035
  6. Artikel von Karl Josef Klöhs im Generalanzeiger Bonn vom 30. März 2005: Köln-Düsseldorfer – eine Flotte ohne Schiffe
  7. Kölnische Rundschau vom 8. April 2009: KD mit maltesischer Flagge
  8. Köln-Düsseldorfer: Konzern-Zwischenmitteilung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. März 2013 (PDF; 33 kB)
  9. Bonapart.de vom 28. März 2011: Rheinfantasie läuft vom Stapel
  10. Bonapart.de vom 6. Mai 2011: Rheinfantasie: Tauffahrt trotz wenig Wasser
  11. Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt: Konzernabschluss 2012 (PDF; 377 kB)
  12. Bonapart.de vom 2. Dezember 2013: KD emittiert Genussrechte im Wert von 15 Millionen Euro
  13. kd-cy.com: Willkommen an Bord 2012 (pdf)
  14. Geschäftbericht 2009 nach IFRS der Köln-Düsseldorfer, S. 8