Köln-Immendorf
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
|
Immendorf |
||
|---|---|---|
|
|
||
| Koordinaten | 50° 51′ 37″ N, 6° 57′ 33″ O50.8602777777786.9591666666667Koordinaten: 50° 51′ 37″ N, 6° 57′ 33″ O | |
| Fläche | 5,2 km² | |
| Einwohner | 2054 (31. Dez. 2008) | |
| Bevölkerungsdichte | 395 Einwohner/km² | |
| Eingemeindung | 1. Jan. 1975 | |
| Postleitzahl | 50997 | |
| Vorwahl | 02236 | |
| Stadtbezirk | Rodenkirchen (2) | |
| Verkehrsanbindung | ||
| Bus-Linie | 135 | |
| Quelle: Strukturdaten der Stadt Köln | ||
Der Stadtteil Immendorf liegt im Süden der Stadt Köln und gehört zum Stadtbezirk Rodenkirchen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Lage
Immendorf grenzt im Osten an Godorf, im Süden an Wesseling, im Westen an Meschenich und im Norden an Rondorf.
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Siedlungsgeschichte
Archäologische Spuren in Immendorf weisen bereits römische und fränkische Bebauungen nach. Das Gebiet des heutigen Immendorf wurde bereits im Jahr 948 in einer Schrift des Kölner Erzbischofs Wichfrid als Iminethorp erwähnt. Erzbischof Wichfrid überschrieb das zehntpflichtige Dorf mitsamt seiner Dorfkirche dem Kölner Stift St. Severin.
1794 wurde der Ort von französischen Revolutionstruppen besetzt. Seit 1815 gehörte Immendorf zur Bürgermeisterei Rondorf bzw. zur Gemeinde Rodenkirchen im Landkreis Köln.
Nach 1945 entstanden Neubaugebiete, die in östlicher Richtung und südlich der Godorfer Straße errichtet wurden. Seit 1975 ist Immendorf ein Teil der Stadt Köln.
[Bearbeiten] Die Immendorfer Pfarrkirche
Schon zur fränkischen Zeit soll in Immendorf eine Kirche existiert haben. Als die Normannen den Ort 881 brandschatzten, wurde auch die Kirche zerstört. Später folgte der Bau einer frühromanischen Kirche, die 1841 erweitert wurde und 1873 dem jetzigen Bau weichen musste. Die heutige katholische Kirche St. Servatius wurde 1966/67 erheblich renoviert. Wie auch ihre Vorgängerbauten liegt die Immendorfer Kirche auf dem Kirchhügel des Dorfes, der kurioserweise den Flurnamen Heidenberg trägt.
Die Ausdehnung der Pfarrgemeinde reichte im 19. und teilweise noch im 20. Jahrhundert bis an den Bischofsweg südlich des Severinstores an der Stadtgrenze von Köln und umfasste auch das benachbarte Godorf.
[Bearbeiten] Weitere historische Bauten
- Goldschmidts- und Zaunhof: Seit dem 16. Jahrhundert ritterliches Gut im Besitz des Junkers von Efferen
- Giesdorfer Höfe: Der Gillessenhof gehörte bis zur Säkularisation (1802) der Abtei Groß St. Martin
- Friedrichshof: Gehörte der Armenverwaltung der Stadt Köln
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Immendorf liegt in unmittelbarer Nachbarschaft des Raffineriezentrums Köln-Godorf (Werk Nord der Rheinland-Raffinerie der Shell Deutschland Oil GmbH), bei dem viele Einwohner beschäftigt sind oder waren. Das Ortsbild ist von alten Bauernhöfen geprägt, die aber nur noch vereinzelt landwirtschaftlich bewirtschaftet werden. Außer einem Rauchwarengeschäft (im Gebäude der früheren Dorfbäckerei) und einem großen Blumengeschäft gibt es in dem Dorf keine Einkaufsmöglichkeiten mehr. An der Hauptstraße gegenüber der Kirche befindet sich das bekannte Gourmetrestaurant Bitzerhof. Das größte am Ort ansässige Unternehmen ist ein Busunternehmer.
[Bearbeiten] Freizeitmöglichkeiten
- Teichanlagen um die alte Kiesgrube
- Tennishalle
- Rosenmontagszug
[Bearbeiten] Vereinsleben
- Männer-Quartett Frohsinn 1925
- Immendorfer Karnevalsgesellschaft 1968
- Immendorf2000 e. V. Verein der Freunde Immendorfs
- Immendorfer Messdiener
- Sportverein ASV Immendorf
[Bearbeiten] Literatur
- Paul Clemen: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz Bd.4, Der Landkreis Köln, Düsseldorf 1897, Nachdruck Düsseldorf 1983, ISBN 3-590-32118-0, S.150
[Bearbeiten] Weblinks
Bayenthal | Godorf | Hahnwald | Immendorf | Marienburg | Meschenich | Raderberg | Raderthal | Rodenkirchen | Rondorf | Sürth | Weiß | Zollstock

