Köln-Porz
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Porz |
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| Koordinaten | 50° 53′ 11″ N, 7° 4′ 18″ O50.8863888888897.0716666666667Koordinaten: 50° 53′ 11″ N, 7° 4′ 18″ O |
| Fläche | 3,12 km² |
| Einwohner | 14.304 (31. Dez. 2011) |
| Bevölkerungsdichte | 4586 Einwohner/km² |
| Eingemeindung | 1. Jan. 1975 |
| Postleitzahlen | 51143, 51145 |
| Vorwahl | 02203 |
| Stadtbezirk | Porz (7) |
| Verkehrsanbindung | |
| DB-Anschluss | Porz (Rhein) Köln Steinstr. |
| Stadtbahn-Linie | 7 |
| Bus-Linien | 151 152 154 160 161 162 165 166 |
| Quelle: Kölner Stadtteilinformationen – Zahlen 2011 | |
Porz ist ein Stadtteil im Kölner Südosten, der dem Stadtbezirk Porz den Namen gegeben hat. Er liegt rechtsrheinisch am östlichen Steilufer des Weißer Rheinbogens.
Inhaltsverzeichnis |
Lage [Bearbeiten]
Der Stadtteil Porz grenzt im Osten an die Stadtteile Eil, Urbach, und Elsdorf, im Süden an Zündorf, im Westen an den Rhein und im Norden an Gremberghoven, Finkenberg und Ensen. Auf der gegenüberliegenden westlichen Rheinseite befindet sich Weiß.
Geschichte [Bearbeiten]
Porz wurde erstmals im Jahre 1019 erwähnt. Vermutlich leitet sich der Name entweder von der lateinischen Bezeichnung porta (Tür, Tor) oder portus (Hafen) ab. Schon 1286 verfügte Porz über ein überregionales Gericht. Porz entwickelte sich in den folgenden Jahren zum Verwaltungssitz des Amtes Porz im Herzogtum Berg. Zu diesem gehörten außerdem die rechtsrheinischen Orte Brück, Buchheim, Dünnwald, Eil, Ensen, Flittard, Grengel, Heumar, Langel, Libur, Lind, Merheim, Mülheim am Rhein, Rath, Stammheim, Urbach, Wahn, Westhoven und Zündorf, sowie Bergisch Gladbach, Bensberg, Dürscheid und Immekeppel.
1795 besetzten französische Truppen Porz. In den Jahren darauf gehörte der Ort zur Mairie Wahn im Kanton Mülheim im Arrondissement Mülheim im Département Rhin im Großherzogtum Berg. Porz gehörte ab 1815 zum Königreich Preußen und wurde Teil der Bürgermeisterei Heumar. 1875 wurde der Amtssitz von Heumar nach Porz verlegt. 1910 errichtete man in Porz ein Rathaus für die Bürgermeisterei Heumar, die man 1928 in Amt Porz umbenannte und 1929 mit dem Amt Wahn vereinigte. Seit 1932 gehörte das Amt Porz zum Rheinisch-Bergischen Kreis. Im September 1951 erhielt die Gemeinde Porz die Stadtrechte. Mit dem 1. Januar 1975 wurde Porz durch das Köln-Gesetz im Zuge der kommunalen Neugliederung mit den anderen Porzer Stadtteilen von der Stadt Köln eingemeindet.
Infrastruktur [Bearbeiten]
Der Stadtteil Porz ist sowohl administratives als auch kulturelles Zentrum des Stadtbezirks Porz: Hier befindet sich zum Beispiel das Rathaus, das Finanzamt, die Agentur für Arbeit, das Krankenhaus Porz am Rhein und eine Fußgängerzone mit Marktplatz und Einkaufsmöglichkeiten. Um ihn besser vom gleichnamigen Stadtbezirk unterscheiden zu können, wird der Stadtteil Porz zum Teil auch Porz-Zentrum genannt. Als Marketingkampagne hatte man zudem den Ausdruck Porzity samt Zusatz Ziel vieler netter Leute geprägt.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Germaniasiedlung [Bearbeiten]
Die nahezu vollständig erhaltene Germania-Siedlung wurde von 1899 bis 1903 angelegt. Sie besteht aus einer Direktorenvilla mit Park (Concordiaplatz), Meisterhäusern (Germaniastraße) sowie Angestellten- und Arbeiterhäusern (Glasstraße) für die Belegschaft der früheren Germania-Spiegelglaswerke. Anlage und Architektur der Häuser spiegeln die damalige soziale Hierarchie der Bewohner wider: Je höher der Status, desto größer waren ihre Häuser und desto näher wohnten sie an der Fabrik.
Ehrenbürger [Bearbeiten]
Dr. Wilhelm Warsch, Regierungspräsident, seit dem 12. Dezember 1951
Bilder aus dem Stadtteil [Bearbeiten]
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Denkmalgeschützte Arbeiterhäuser in der Germania-Siedlung
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Porzer Rathaus
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Kleine Kirche Köln-Porz (Baptistengemeinde)
Siehe auch [Bearbeiten]
Literatur [Bearbeiten]
- Johann Bendel: Heimatbuch des Landkreises Mülheim am Rhein. Geschichte und Beschreibung, Sagen und Erzählungen. Köln-Mülheim 1925. 2. u. 3. Auflage, Scriba Verlag, Köln 1973, ISBN 3-921232-05-8.
- Christian Schuh: Kölns 85 Stadtteile. Geschichte, Daten, Fakten, Namen. Emons, Köln 2003, ISBN 3-89705-278-4.
- Frank Schwalm: Porz - Bergisches Tor am Rhein. Bachem-Verlag, Köln 2004, ISBN 978-3761617977
- Stefan Pohl, Georg Mölich: Das rechtsrheinische Köln: Seine Geschichte von der Antike bis zur Gegenwart. Wienand, Köln 1994, ISBN 3-87909-391-1.
- Geschichts- und Heimatverein Rechtsrheinisches Köln e. V.: Schriftenreihe Jahrbuch für Geschichte und Landeskunde, Eigenverlag, Köln