Seeberg (Köln)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Köln-Seeberg)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen von Köln
Seeberg
Stadtteil 603 von Köln
Lage des Stadtteils Seeberg im Stadtbezirk Köln-Chorweiler
Koordinaten 51° 0′ 53″ N, 6° 54′ 45″ O51.0148055555566.9125833333333Koordinaten: 51° 0′ 53″ N, 6° 54′ 45″ O
Fläche 1,7809 km²
Einwohner 11.140 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte 6255 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Apr. 1888
Postleitzahl 50769
Vorwahl 0221
Stadtbezirk Chorweiler (6)
Verkehrsanbindung
Autobahn A1 A57
Bundesstraße B9
Buslinien 120 121 122 125 126
Quelle: Kölner Stadtteilinformationen – Zahlen 2013

Seeberg ist ein Stadtteil im linksrheinischen Norden von Köln, im Stadtbezirk Chorweiler.

Geographie[Bearbeiten]

Im Osten wird Seeberg von der B 9 und im Süden von der A 1 begrenzt. Im Westen grenzt Seeberg an den Stadtteil Heimersdorf und nördlich geht der Stadtteil unmittelbar in den Stadtteil Chorweiler über.

Stadtteilgliederung[Bearbeiten]

Seeberg besteht aus drei Stadtvierteln mit unterschiedlichem Charakter, die durch eine großzügige Parkanlage voneinander getrennt werden.

Alt-Seeberg[Bearbeiten]

Alt-Seeberg ist der älteste Teil Seebergs - er wurde Ende der 1950er Jahre errichtet.

Mit wenigen Ausnahmen handelt es sich um eine reine Einfamilienhaussiedlung, an deren Rand ein Gartencenter liegt.

Seeberg-Süd[Bearbeiten]

Mitte der 1960er Jahre wurde Seeberg-Süd errichtet. Dieses Viertel besteht überwiegend aus Einfamilienhäusern, die im damals üblichen Bungalowstil errichtet wurden. Daneben befinden sich einige mehrstöckige Bauten mit Mietwohnungen.

Seeberg-Nord[Bearbeiten]

Seeberg-Nord wurde in den 1970er Jahren errichtet. Dieses Viertel grenzt unmittelbar an Chorweiler, als Grenze zwischen beiden Stadtteilen gilt formell die Willi-Suth-Allee und die Merianstraße. Ein hufeisenförmiges Band aus Hochhäusern umschließt einen nach Süden offenen Park. Zwischen den Hochhäusern und dem Park wurden Einfamilienhäuser errichtet.

Im Südwesten von Seeberg-Nord sind die Ergebnisse eines Architekturwettbewerbs zu sehen, in dem namhafte Architekten Ende der 1960er Jahre ihre Vorstellungen vom modernen Städtebau exemplarisch verwirklichen durften.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name des Stadtteils ist durch die Nähe zum Fühlinger See entstanden, von dem der Ort nur durch ein kleines Waldstück und die B 9 getrennt ist. Der zweite Namensteil Berg erinnert an den Stallagsberg, eine kleine Erhöhung westlich des Stadtteils, die aber im Zuge des Kiesabbaus im Bereich des heutigen Fühlinger Sees weggebaggert wurde. Der Hügel entlang der B 9 ist eine künstliche Aufschüttung, die zu Beginn der 1970er Jahre als Lärmschutz angelegt wurde. Es handelt sich dabei nicht um den See-Berg, wie irrtümlich oft vermutet wird. Der Kölner Stadtrat stimmte dem neuen Namen Seeberg am 30. April 1964 zu.

Seeberg ist der südliche Teil der unter Konrad Adenauer und dem Stadtplaner Fritz Schumacher konzipierten „Neuen Stadt im Kölner Norden“. Dadurch, dass die Neue Stadt von Süden nach Norden gebaut wurde, ist Seeberg der älteste Teil der Trabantenstadt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohnerzahl   Jahr Einwohnerzahl   Jahr Einwohnerzahl
1999 11.595   2000 11.823   2005 11.569

Religion[Bearbeiten]

Neuapostolische Kirche in Seeberg
  • Rum-Orthodoxe Kirche St. Dimitrios (ehemals katholische Kirche St. Markus; wird aber auch weiterhin von der katholischen Gemeinde noch genutzt)
  • Syrisch-Orthodoxe Kirche St. Simon
  • Neuapostolische Kirche
  • Alevitisches Kulturzentrum
  • Das kleine evangelische Gemeindezentrum wurde geschlossen

Kultur und Freizeit[Bearbeiten]

In Seeberg-Süd befindet sich ein kleines Einkaufszentrum. Bis Mitte der 70er Jahre bestand dieses aus jeweils einem Schuhmacherladen, Friseursalon, Edeka-Markt, Drogerie, Wäscherei, Bäckerei, Metzgerei, und einem Kiosk. Heute sind aber kaum noch Geschäfte vorhanden.

Bauten[Bearbeiten]

  • Jenseits der den Stadtteil Seeberg begrenzenden Neusser Landstraße (B 9) liegt der Oranjehof. Dabei handelt es sich um das Herrenhaus einer ehemaligen Hofanlage aus dem 18. Jahrhundert. Die Scheunen und Stallungen sind seit 1965 den Anlagen des Reitervereins Oranjehof gewichen. Nördlich angrenzend befindet sich eine Tennishalle.

Da die Neusser Landstraße die Grenze Seebergs nach Osten bildet, liegt der Oranjehof eigentlich auf dem Gebiet des Stadtteils Fühlingen, doch sind es bis zum Ort Fühlingen noch etwa 2,5 Kilometer.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

  • In Seeberg-Nord befinden sich eine Grundschule, eine Hauptschule, eine Realschule(die Henry-Ford Realschule), mehrere Kindergärten sowie einige wenige Geschäfte.
  • Im Zentrum des Viertels Seeberg-Süd liegt eine Grundschule und der Kindergarten.

Verkehr[Bearbeiten]

Individualverkehr[Bearbeiten]

Die Haupterschließungsstraße ist die Mercatorstraße, die gleichzeitig nach Westen hin die Stadtteilgrenze zu Heimersdorf bildet. Die Mercatorstraße verläuft in nördlicher Richtung durch Chorweiler und Blumenberg und endet am Blumenbergsweg. Nicht weit von Seeberg entfernt sind die Autobahnauffahrten zur A 57 und zur A 1.

ÖPNV[Bearbeiten]

In Heimersdorf nahe der Mercatorstraße und im an Seeberg-Nord anschließenden Chorweiler befindet sich je eine Haltestelle der Stadtbahn (Linie 15). In Chorweiler verkehrt zudem auch die S-Bahn Linie 11.

Seeberg-Süd wird von einer Buslinie bedient, welche in beide Fahrtrichtungen eine Verbindung zur Stadtbahn bietet.

Bekannte Seeberger[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Christian Schuh: Kölns 85 Stadtteile. Geschichte, Daten, Fakten, Namen. Emons, Köln 2003, ISBN 3-89705-278-4

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Köln-Seeberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien