Köln (F 211)

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Flagge
Köln (F 211)
Bremen-Klasse
Fregatte Köln im Jahr 2003
Fregatte Köln im Jahr 2003
Übersicht
Bauwerft

Blohm + Voss AG, Hamburg (Endausrüstung bei der Bremer Vulkan AG)

Kiellegung 16. Juni 1980
Stapellauf 29. Mai 1981
Namensgeber Stadt Köln
Indienststellung 19. Oktober 1984
Außerdienststellung 31. Juli 2012
Heimathafen Wilhelmshaven
Technische Daten
Siehe: Hauptseite der Klasse
Rufzeichen / Kennung

DRAU / F 211

Unterstellung

4. Fregattengeschwader

Motto

"Köln kommt!"

DEU Koeln COA.svg

Die Köln war eine Fregatte der Deutschen Marine vom Typ F122, auch Bremen-Klasse. Sie war die fünfte Einheit dieser Klasse und das fünfte Schiff mit Namen Köln (Cöln) in einer deutschen Marine. Namensvorgänger waren zwei Kleine Kreuzer der Kaiserlichen Marine aus den Jahren 1909 und 1916, ein Leichter Kreuzer Köln der Reichs- und späteren Kriegsmarine und eine Fregatte Köln der Bundesmarine.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 16. Juni 1980 bei der Blohm + Voss AG auf Kiel gelegt, erfolgte der Stapellauf am 29. Mai 1981. Die Indienststellung fand am 19. Oktober 1984 statt.

Anfang Juli 1988 befand sich die Köln mit einem Flottenverband der NATO vor der schottischen Küste, der sich an der Suche und Rettung der Opfer der bei einem schweren Brand zerstörten Ölplattform Piper Alpha beteiligte.[1]

Von Januar bis März 1991 war die Köln Flaggschiff des während des Zweiten Golfkriegs zur Verstärkung ins Mittelmeer entsandten deutschen Marineverbands.[2]

Von Januar bis April 1994 war die Köln im Rahmen der Operation Southern Cross Flaggschiff der Task Group 500.02, die vor der Küste Somalias operierte.

Am 7.September 2000 fuhr die Köln ins Mittelmeer um dort zusammen mit den Schiffen USS Caron, HMS York, ITS Luigi Durand de la Penne, Hr. Ms. Van Amstel, HS Spetsai, ICG Trakya und SNS Numancia die STANAVFORMED zu bilden. Dabei wurden die Häfen Algeciras (Spanien), La Spezia, Neapel, Tarent, Augusta (alle Italien), Tunis (Tunesien), Souda (Kreta, Griechenland) sowie Izmir und Antalya (Türkei) angelaufen. Ursprünglich war auch eine Passage durch den Suez-Kanal in das Rote Meer mit Besuch in Sharm El Sheikh (Ägypten) geplant. Dies wurde jedoch ebenso wie das Anlaufen von Haifa (Israel) abgesagt; Grund hierfür waren die bürgerkriegsähnlichen Zustände. Die Rückkehr und das Wiedereinlaufen in Wilhelmshaven waren am 17.Dezember 2000. Die Köln legte dabei 18.734,5 nm zurück.

Am 2. Januar 2002 lief die Fregatte Köln aus Wilhelmshaven aus und gehörte somit zum Startkontingent für die Operation Enduring Freedom. Sie blieb für 6 ½ Monate fern der Heimat, ehe sie Mitte Juli wieder in Wilhelmshaven einlief.

Von April bis Oktober 2007 war die Fregatte im Rahmen der Operation Enduring Freedom vor dem Horn von Afrika und der arabischen Halbinsel eingesetzt, wo sie als Teil der Task Force 150 ihr Schwesterschiff Bremen ablöste.[3]

Am 30. August 2010 lief die Köln im Rahmen der Operation Atalanta zur Ablösung der Fregatte Schleswig-Holstein zum Horn von Afrika aus und kehrte am 10. Dezember 2010 nach Wilhelmshaven zurück.[4]

Am 29. August 2011 lief die Köln zum letzten Mal aus und nahm zum zweiten Mal an der Operation Atalanta teil.[5] Sie kehrte am 9. Dezember 2011 nach Wilhelmshaven zurück.[6]

Sie wurde am 1. Februar 2012 aus der Fahrbereitschaft genommen und Anfang Mai zur Vorbereitung der Außerdienststellung in das Marinearsenal Wilhelmshaven geschleppt.[7] Die Außerdienststellung erfolgte am 31. Juli 2012.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Flammenhölle in der Nordsee, Radio Bremen Chronik As time goes by, 6. Juli 2008
  2. Meldung der Wilhelmshavener Zeitung vom 12. März 1991
  3. marine.de News vom 10. April 2007
  4. Wilhelmshavener Zeitung vom 11. Dezember 2010
  5. Die Rheinpfalz, Titelseite, 30. August 2011
  6. Freud und Leid liegen dicht beieinander. In: Wilhelmshavener Zeitung vom 10. Dezember 2011, S. 9
  7.  „Köln“ fährt nicht mehr. In: Wilhelmshavener Zeitung. 1. Februar 2012, S. 1 u. 8.
  8. Fregatte Köln außer Dienst gestellt. radiobremen.de, 31. Juli 2012, abgerufen am 1. August 2012.

Weblinks[Bearbeiten]