Kölner Liste

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Die Kölner Liste ist eine Liste von Nahrungsergänzungsmitteln mit minimiertem Dopingrisiko. Es handelt sich um eine Service-Plattform, die der Olympiastützpunkt Rheinland Spitzensportlern und Herstellern zur Verfügung stellt, um vor allem Athleten vor unberechtigten Dopingvorwürfen zu schützen. Aktuell umfasst die Kölner Liste 446 Produkte.

Situation[Bearbeiten]

Eine internationale vom IOC geförderte Studie des Instituts für Biochemie an der Deutschen Sporthochschule Köln hat gezeigt, dass etwa 15 Prozent der in 13 verschiedenen Ländern erworbenen Nahrungsergänzungsmittel Anabolika (hauptsächlich Prohormone) enthielten, die nicht auf der Packung angegeben waren. In Deutschland enthielten ca. 11 Prozent der getesteten Nahrungsergänzungsmittel verbotene Anabolika. Bei den Anabolika handelt es sich wahrscheinlich um Verunreinigungen, die keinen Dopingeffekt haben, aber unabsichtlich zu positiven Dopingbefunden führen können.

Für die Athleten ist dies eine untragbare Situation, da sie durch fehlende bzw. unzureichende Informationen über einzelne Produkte das Risiko der Aufnahme von Dopingsubstanzen nicht oder kaum einschätzen können, sie selbst jedoch die Konsequenzen dafür übernehmen müssen. Es besteht die Gefahr, unverschuldet in Misskredit zu geraten und die sportliche Karriere hierdurch zu gefährden.

Ziel[Bearbeiten]

Die Kölner Liste bietet Spitzensportlern eine Auflistung von Nahrungsergänzungsmitteln mit minimiertem Dopingrisiko und Herstellern eine freiwillige, unabhängige Plattform, die Transparenz ihrer Produkte für Spitzensportler zu erhöhen.

Weblinks[Bearbeiten]

Alternative Bedeutung[Bearbeiten]

Bereits viel früher existierte eine "Kölner Liste" (der Bezirksregierung Köln von 2001), die die Sortimentierung von Baumärkten beschreibt. Dies ist wichtig bei der Neuplanung bzw. Zulassung von Baumärkten, um deren Einfluss auf die bestehende Geschäftsstruktur abschätzen zu können.