Köngen
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Stuttgart | |
| Landkreis: | Esslingen | |
| Höhe: | 281 m ü. NN | |
| Fläche: | 12,52 km² | |
| Einwohner: | 9630 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 769 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 73257 | |
| Vorwahl: | 07024 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ES | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 1 16 035 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Stöfflerplatz 1 73257 Köngen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Hans Weil | |
Köngen [ˈkœŋɡən] ist eine Gemeinde im Landkreis Esslingen, 9 km von der Kreisstadt Esslingen am Neckar und 6 km von Nürtingen entfernt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Köngen liegt auf der linken Neckarseite am Nordhang des Neckartals.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Angrenzende Gemeinden sind im Norden Deizisau, im Nordosten Wernau, im Südosten Wendlingen, im Süden Unterensingen und im Westen Denkendorf.
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Zur Gemeinde gehören das Dorf Köngen, die Höfe Birkenhöfe, Buchenhöfe, Erlenhöfe, Kempflerhöfe, Lerchenhof, Riedhöfe, Rothöfe, Seehof, Talhof und Wangehöfe und das Haus Altenberg.[2]
[Bearbeiten] Geschichte
Köngen befindet sich auf dem Gebiet der römischen Siedlung Grinario, die um 100 unserer Zeitrechnung aus einem Kastell entstand. Grinario war Endpunkt der Römerstraße Neckar-Alb, die in Windisch AG ihren Ausgang nahm. 260 wurde der Ort durch die Alamannen zerstört und die Römer vertrieben.
Siehe auch separaten Artikel: Kastell Köngen
Der alamannische Ort, der um 700 entstanden sein muss, wurde erstmals 1075 in einer Urkunde des Klosters Hirsau erwähnt. 1336 verkauften die Herren von Hohenberg den Ort an Albrecht von Aichelberg. 1382 gelangte die Herrschaft an die Herren Thumb von Neuburg, die um 1430 ihren Wohnsitz aus Graubünden nach Köngen verlegten.
1739 wird Köngen württembergisch, die früheren Besitzer (Thumb von Neuburg) standen schon seit über 200 Jahren in württembergischen Diensten. 1806 ist der Ort kurzfristig Sitz eines Oberamtes, wird aber schon zwei Jahre später in das Oberamt Esslingen, den heutigen Landkreis Esslingen, eingeordnet.
[Bearbeiten] Religionen
Seit Einführung der Reformation 1527 ist Köngen vorwiegend evangelisch geprägt. Erst seit 1953 gibt es wieder eine römisch-katholische Kirche im Ort. Der Neubau war durch die Ansiedlung vieler katholischer Heimatvertriebener notwendig geworden. Außerdem gibt es eine evangelisch-methodistische Kirchengemeinde und seit 1924 schließlich auch eine neuapostolische Gemeinde.
Nach Köngen ist der Bund der Köngener benannt, weil dort 1919 eine für die Bildung des Bundes wichtige Tagung stattgefunden hatte.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Die Einwohnerzahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes (nur Hauptwohnsitze).
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[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat in Köngen hat 18 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 lag bei 56,07 % und ergab folgende Sitzverteilung:
| Freie Wählervereinigung Köngen | 32,6 % | + 7,2 % | 6 Sitze | + 1 |
| CDU | 32,5 % | + 5,2 % | 6 Sitze | + 1 |
| SPD | 23,9 % | – 3,0 % | 4 Sitze | – 1 |
| Junge Liste | 0,0 % | – 12,5 % | 0 Sitze | – 2 |
| Die Grünen | 11,0 % | + 4,1 % | 2 Sitze | + 1 |
Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung: In Blau eine silbene Glocke.
Köngen führt die größte Glocke der Peter− und Paulskirche im Wappen. Diese Glocke soll während des Dreißigjährigen Krieges aus Angst vor Plünderern vergraben worden sein. Als der Krieg vorbei war, lebte jedoch niemand mehr, der das Versteck kannte. Die verschollene Glocke wurde der Sage nach schließlich durch Schweine aus dem Boden gescharrt. Seither führt sie den Namen „Sauglocke“.
[Bearbeiten] Partnerschaften
Köngen unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu:
- Taucha in Sachsen-Anhalt und
- Český Brod in Tschechien.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
DHL betreibt in Köngen ein Paketzentrum mit 700 Mitarbeitern.[3] Ausserdem Maschinenbau (ALMiG Kompressoren, MATEC) und Kunststoffverarbeitung (AKsys)
[Bearbeiten] Verkehr
Köngen ist durch die Bundesstraße 313 und die Bundesautobahn 8 an das überregionale Straßennetz angeschlossen. Gut erreichbar ist auch der Bahnhof der Nachbargemeinde Wendlingen am Neckar. Von dort fahren Züge in Richtung Stuttgart, Tübingen und Oberlenningen.
[Bearbeiten] Bildung
In Köngen gibt es mit der Burgschule, einer Haupt- und Realschule, und der Mörikeschule, einer Grundschule, zwei staatliche Schulen. Die Anne-Frank-Schule (Förderschule) und das Robert-Bosch-Gymnasium in Wendlingen werden auch von Köngener Schülerinnen und Schüler besucht. Außerdem gibt es sieben Kindergärten in Köngen.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Römisches Museum mit Archäologischem Park Köngen. Das Kastell von Köngen ist seit 1974 ein Kulturdenkmal und konnte als einziges vor der Nachkriegsüberbauung am gesamten Neckarlimes gerettet werden.[4] Bereits 1911 war ein Eckturm der antiken Garnison rekonstruiert worden.[5]
- Besonders sehenswert ist die restaurierte Jupitergigantensäule aus der Zeit der römischen Siedlung Grinario.
- Die unter Denkmalschutz stehende Ulrichsbrücke über den Neckar wurde nach den Plänen des Baumeisters Heinrich Schickhardt von 1600 bis 1602 erbaut. Sie steht an der Stelle einer früheren römischen Brücke.
- Das Schloss Köngen, ein ehemaliges Wasserschloss aus dem späten 12. Jahrhundert, wurde 1620 architektonisch von Heinrich Schickhardt umgebaut. 1825 kaufte der Kammerpräsident Jakob Friedrich Weishaar das Anwesen und ließ es nach seinen Bedürfnissen umgestalten. Bis in die 1930er-Jahre war es ein Ort der Kultur. Hier wurde der bekannte „Bund der Köngener“ gegründet, in dem auch Gerhard Gollwitzer Mitglied war. Der Kunstmaler Christian Mali und die holländisch-deutsche Malerfamilie Peters hielten sich oft im Schloss auf. Es wurde von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg zum „Denkmal des Monats September 2004“ ernannt. Im Jahr 2007 erschien eine ausführliche Monographie zur Schlossgeschichte von Karin Fastnacht.
- Köngen liegt an der Neckarlinie des Obergermanischen Limes. Im Ort zweigt von dieser Limeslinie der 23 km lange Lautertal-Limes ab, der am Alblimes bei Donnstetten endete. Dieser schnurgerade Weg war bis zu seiner Deutung als Grenzbefestigung im Jahre 1976 schon lange als Sibyllenspur bekannt.
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- In Köngen findet alljährlich das 3K-Festival mit bis zu 2000 Besuchern statt.
- Pfingstmarkt am Pfingstmontag
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Konrad Thumb von Neuburg (1465–1525), Erbmarschall des württembergischen Herzogs Ulrich
[Bearbeiten] weitere Persönlichkeiten, die mit Köngen in Verbindung stehen
- Pietronella Peters (1848–1924), Kunstmalerin, lebte und arbeitete von 1894 bis 1924 immer wieder auf Schloß Köngen
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Website der Gemeinde
- Details zur Ulrichsbrücke
- Ansicht von Köngen aus dem Forstlagerbuch von Andreas Kieser, 1685 (Hauptstaatsarchiv Stuttgart)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
- ↑ Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 255–257
- ↑ http://www.stuttgarter-zeitung.de/media_fast/626/lebensadern04.pdf
- ↑ Archäologie in Deutschland, Ausgabe 2/2006. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart. S. 72
- ↑ Dieter Planck: Restaurierung und Rekonstruktion römischer Bauten in Baden-Württemberg in: Günter Ulbert, Gerhard Weber (Hrsg.): Konservierte Geschichte? Antike Bauten und ihre Erhaltung. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1985, ISBN 3-8062-0450-0, S. 150
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