Königin-Luise-Gedächtniskirche (Kaliningrad)

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Die Königin-Luise-Gedächtniskirche in Kaliningrad, dem früheren Königsberg ist eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt. In der ehemaligen evangelisch-lutherischen Kirche befindet sich heute das Puppentheater der Kaliningrader Oblast.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Kirche wurde zu Ehren der preußischen Königin Luise errichtet. Sie war damit das erste Gotteshaus außerhalb des Königsberger Wallrings und die erste Kirche von mehreren, die aus Anlass des 200-jährigen Bestehens des Königreichs Preußen errichtet wurde. Die Gemeinde kam aus den Villenvororten Hufen und Amalienau. Stifter waren Kommerzienrat Louis Großkopf, seine Frau Helene, geb. Winkler und weitere Spender. Die Planung der neoromanischen Kirche lag in den Händen des Architekten Friedrich Heitmann. Gebaut wurde das Gotteshaus von 1899 bis 1901. Am 9. September 1901 wurde die Kirche in Gegenwart des Kaiserpaares feierlich eingeweiht.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche beschädigt. Die Ruine stand lange Zeit ohne Beachtung. In den 1960er Jahren wurde ihr Abriss vorgesehen, doch der Architekt Juri Waganow konnte diesen verhindern, indem er ein Projekt entwickelte, das den Umbau der Kirche zu einem Puppentheater vorsah. Im Innern zog man 1968 bis 1970 an Stelle der Emporen eine Zwischendecke ein, um einen Theaterraum mit Bühne für Puppenspiele zu schaffen. Der Umbau wurde 1976 fertiggestellt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Baldur Köster: Königsberg: Architektur aus deutscher Zeit. Husum Druck, 2000, ISBN 3-88042-923-5.

Weblinks[Bearbeiten]

54.719520.475833333333Koordinaten: 54° 43′ 10,2″ N, 20° 28′ 33″ O