Königreich Zululand

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Dieser Artikel behandelt das Königreich Zululand im 19. Jahrhundert. Zum heutigen südafrikanischen Distrikt Zululand siehe dort.
Lage des südlichen Zululands
Karte des südlichen Afrika von 1885, das Königreich Zululand ganz im Osten

Das Königreich Zululand (auf Zulu: Wene wa Zulu) war ein Zulustaat im Norden der heutigen Provinz KwaZulu-Natal in Südafrika.

Es erstreckte sich von den Flüssen Tugela im Süden zum Pongola im Norden. Im Westen wurde es durch den Oranje Freistaat begrenzt, im Osten durch den Indischen Ozean.

Zululand entstand um 1820 aus der Mthethwa-Konföderation durch die Vereinigung der Zulu-Clans unter König Shaka. Seine staatliche Existenz endete 1879 mit der Niederlage der Zulu gegen die Briten im Zulukrieg. Im November 1884 schloss der Deutsche Reisende August Einwald im Namen der Kaufmanns Adolf Lüderitz mit dem König Dinizulu einen Vertrag, der Deutschland einen lokalen Gebietsanspruch an der Santa-Lucia-Bucht sichern sollte.[1] Im Zuge eines Ausgleichs mit Großbritannien wurde der Anspruch aber im Mai 1885 endgültig fallengelassen, als sich die Briten auf einen schon 1843 geschlossenen Vertrag mit König Phunga beriefen.[2]

1887 wurde das formal noch immer unabhängige Zululand britisches Protektorat und 1897 Teil der Kolonie Natal.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. W. Schüßler: Kolonialgeschichte, in: Jahresberichte für deutsche Geschichte. Hrsg. v. Albert Brackmann u. Fritz Hartung. Leipzig: Koehler. 13. Jg. 1937–1939. Bd. XXI, S. 700f.; verfügbar gemacht durch die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften.
  2. Santa Lucīa, in: Meyers Großes Konversations-Lexikon. Band 17, Leipzig 1909, S. 587.