Königsberg-Klasse (1915)

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Königsberg-Klasse
Karlsruhe 1919 in Scapa Flow
Karlsruhe 1919 in Scapa Flow
Geschichte Flagge
Typ Kleiner Kreuzer
Namensgeber Städte Königsberg, Emden, Karlsruhe und Nürnberg
Einheiten 4
Bestellung 1913
Kiellegung 1914 - 1915
Stapellauf 1915 - 1916
Indienststellung 1916 - 1917
Verbleib Kriegsbeute der Entente
Technische Daten
Verdrängung

Konstruktion: 5440 t
Maximal: 7125 t

Länge

KWL: 145,8 m
über alles: 151,4 m

Breite

14,2 m

Tiefgang

5,96 - 6,32 m

Besatzung

17 Offiziere und 458 Mann
als Divisionsflaggschiff:
23 Offiziere und 478 Mann

Antrieb

wie Graudenz-Klasse
(außer Karlsruhe)

Geschwindigkeit

27,5 kn

Reichweite

4850 sm bei 12 kn

Bewaffnung
  • 8 Sk - 15 cm L/45
    1040 Schuss, 176 hm
  • 2 Flak - 8,8 cm L/45
  • 4 Torpedorohre - 50 cm
    (2 seitlich unter Wasser, 2 an Deck)
  • Kapazität für 200 Minen
Rauminhalt

4557 BRT
2051 NRT

Panzerung

wie Magdeburg-Klasse
zusätzlich Minenraum:
horizontal: 20 mm
vertikal: 30 mm

Vorrat

350 - 1340 t Kohle und
150 - 500 t Heizöl

Die zweite Kreuzerklasse der kaiserlichen Marine mit dem Namen Königsberg, daher auch Königsberg II-Klasse genannt, wurde 1913 entworfen.

Sie bestand aus den vier Kleinen Kreuzern SMS Königsberg, SMS Emden, SMS Karlsruhe und SMS Nürnberg. Die Namen erinnerten an jene Kleinen Kreuzer, die zu Beginn des Ersten Weltkriegs in fernen Gewässern verlorengingen.

Im Gegensatz zur ersten Königsberg-Klasse waren diese Schiffe größer, schneller und stärker bewaffnet (15 cm Geschütze). Statt des Rammbugs hatten sie einen schrägen Vorsteven. Sie kamen in den letzten beiden Kriegsjahren zum Einsatz.

Nach dem Krieg wurden alle Schiffe dieser Klasse bis auf die Königsberg in Scapa Flow interniert. Bei der Versenkung der Kaiserlichen Hochseeflotte am 21. Juni 1919 konnten Nürnberg und Emden von den Briten auf Grund gesetzt werden. Die Karlsruhe versank und liegt dort noch heute auf dem Grund.

Die Königsberg diente nach dem Krieg zunächst als Postschiff für die internierte Hochseeflotte. Anschließend wurde sie als Reparation an Frankreich übergeben. Dort fuhr sie noch einige Jahre unter dem Namen Metz.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerhard Koop/Klaus-Peter Schmolke, Kleine Kreuzer 1903–1918, Bremen bis Cöln-Klasse, Band 12 Schiffsklassen und Schiffstypen der deutschen Marine, Bernard & Graefe Verlag München, 2004, ISBN 3-7637-6252-3.
  • Erich Gröner, Dieter Jung und Martin Maass, Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945 Band 1. Bernard & Graefe Verlag, München 1982, ISBN 3-7637-4800-8.