Königsindischer Angriff

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Standard-KIA

Bei dem Königsindischen Angriff (KIA, "King's Indian Attack" engl.) handelt es sich um eine Eröffnung des Schachspiels, welche durch das Stellungsbild im nebenstehenden Diagramm charakterisiert ist.

Diese Eröffnung kann über unterschiedliche Zugfolgen (gewöhnlich über 1.Sf3 oder 1.g3) erreicht werden.

Der Königsindische Angriff zählt zu den geschlossenen Spielen. Diese Eröffnung wird auch Königsindisch im Anzuge oder (mit den Anfangszügen Sf3 / g3 / Lg2) Barcza-System genannt. Ihre Ideen gehen aus den Indischen Verteidigungen hervor, in denen Schwarz seinen Königsläufer fianchettiert. Schwarze "Verteidigungs"-Eröffnungen werden aus weißer Sicht "Angriffs-Eröffnungen".

Das Ziel des Königsindischen Angriffs ist es, die mit Schwarz in der (KID, "Kings Indian Defense" engl., Königsindischen Verteidigung) erprobte Verteidigungsstrategie mit dem Vorteil des ersten Zuges in eine Angriffsstrategie für Weiß umzumünzen.

Der Königsindische Angriff ist oft dadurch gekennzeichnet, dass Weiß in den ersten sechs Zügen die folgenden Halbzüge ausführt: Sf3/g3/Lg2/O-O/d3/Sbd2 (Zugumstellungen sind oft möglich, und die Züge sind nicht zwingend in dieser Reihenfolge auszuführen). Die weitere Vorgehensweise hängt davon ab, wie Schwarz sich dagegen aufbaut. In Stellungen mit dem Springer auf d2 hat Schwarz i. d. R. d7-d5 gezogen, so dass der Springer den geplanten Vormarsch e2-e4 unterstützt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Berühmte Partien

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Endstellung Fischer-Myagmarsuren

Eine der bekanntesten Partien mit dem Königsindischen Angriff gewann der spätere Weltmeister Bobby Fischer beim Interzonenturnier in Sousse 1967 gegen den mongolischen Internationalen Meister Lhamsuren Myagmarsuren:

1. e4 e6 2. d3 d5 3. Sd2 Sf6 4. g3 c5 5. Lg2 Sc6 6. Sgf3 Le7 7. O-O O-O ( Zur Vermeidung der nachfolgenden weißen Orientierung auf den Königsflügel verzögert Schwarz seine 0-0 und entwickelt stattdessen erst seinen Damenflügel mit 7. ... b6 oder 7. ... b5. Auf 8. Te1 Lb7 9. e5 Sd7 bereitet Schwarz dann mittels Dc7 und h6 einen eigenen Bauernaufmarsch am Königsflügel vor. Darauf h4 zur Verhinderung von g5 wird mit 0-0-0 und Tdg8 beantwortet. ) 8. e5 (Dieser Bauer e5 verwehrt den schwarzen Figuren das Feld f6. Er schirmt dadurch die schwarzen Figuren ab, die deshalb am Damenflügel operieren.) Sd7 9. Te1 b5 10. Sf1 b4 11. h4 a5 12. Lf4 a4 13. a3 bxa3 14. bxa3 Sa5 15. Se3 (Die weißen Angriffswege sind Sf1-h2-g4 oder Sf3-g5 nebst Dh5 oder h4-h5-h6) La6 16. Lh3 d4 17. Sf1 Sb6 18. Sg5 Sd5 19. Ld2 Lxg5 20. Lxg5 Dd7 21. Dh5 Tfc8 22. Sd2 Sc3 23. Lf6 De8 24. Se4 g6 25. Dg5 Sxe4 26. Txe4 c4 27. h5 cxd3 28. Th4 Ta7 29. Lg2 dxc2 30. Dh6 Df8 31. Dxh7+ und Schwarz gab auf, da er in zwei Zügen mattgesetzt wird.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Anmerkungen


[Bearbeiten] Weblinks

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