Königstein (Oberpfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Königstein
Königstein (Oberpfalz)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Königstein hervorgehoben
49.60833333333311.634722222222490Koordinaten: 49° 36′ N, 11° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Amberg-Sulzbach
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Königstein
Höhe: 490 m ü. NHN
Fläche: 28,27 km²
Einwohner: 1743 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92281
Vorwahl: 09665
Kfz-Kennzeichen: AS, BUL, ESB, NAB, SUL
Gemeindeschlüssel: 09 3 71 135
Marktgliederung: 19 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Oberer Markt 20
92281 Königstein
Webpräsenz: www.markt-koenigstein.de
Bürgermeister: Hans Koch (CSU / EL)
Lage des Marktes Königstein im Landkreis Amberg-Sulzbach
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Über dieses Bild

Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Königstein

Königstein ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Königstein.

Geografie[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Königstein hat 19 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals um das Jahr 1130 als „Chungestein“ erwähnt, was so viel wie Königsburg bedeutet. Es war Sitz der Reichsministeralien von Königstein, die urkundlich im Jahre 1125 genannt wurden und nach 1250 ausstarben. 1393 übernahm Herzog Stephan III. von Bayern-Ingolstadt den Ort. Im Jahre 1357 wurde das Dorf Königstein zum Markt erhoben. Bis zum Jahre 1623 stand Königstein unter der Herrschaft der Herren von Breitenstein, deren Turnierschild dem Markt von König Maximilian I. Joseph 1817 als Marktwappen verliehen wurde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. April 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Gaißach eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kamen Gebietsteile der aufgelösten Gemeinden Kürmreuth, Namsreuth und Sigras hinzu.[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat von Königstein besteht aus 12 Gemeinderäten und dem Bürgermeister. Diese Bürgermeistermehrheit sichert der CSU die Mehrheit im Gremium, nachdem diese bei den Kommunalwahlen 2014 zwei Sitze an die FWG abgeben musste.

  CSU/Einheitsliste     6 Sitze  (12.476 Stimmen)
  Freie Wählergemeinschaft 6 Sitze (10.660 Stimmen)

Die Wahlbeteiligung sank von 76,3 Prozent in 2008 gegenüber 73,8 Prozent in 2014.

Partnerstädte[Bearbeiten]

Königstein hat zwei gleichnamige Partnerstädte: Königstein im Taunus bei Frankfurt am Main und Königstein (Sächsische Schweiz) bei Dresden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

St. Georg
St. Michael

In Königstein befinden sich die evangelische St.-Georgs-Kirche und die katholische St.-Michaels-Kirche.

Oberhalb des Ortsteils Breitenstein befindet sich die Burgruine Breitenstein aus dem 12. Jahrhundert mit der gut erhaltenen Burgkapelle, der einzigen romanischen zweigeschossigen Doppelkapelle der gesamten Oberpfalz.

Liste der Baudenkmäler in Königstein (Oberpfalz)

Natur[Bearbeiten]

Königstein bietet ein umfangreiches Wanderwegenetz, das zu sehenswerten Felsen, Höhlen und Bergen führt. In der Nähe der Ortschaft liegt der Berg Ossinger, die Maximiliansgrotte, die Bismarckgrotte, die Sonnenuhr, die Anton-Völkel-Grotte und die Breitensteiner Bäuerin.

Sonstiges[Bearbeiten]

Einen Kilometer nördlich von Königstein befindet sich die älteste bisher entdeckte menschliche Wohnstätte in der Oberpfalz, das sogenannte Kühloch (Höhlenkataster Fränkische Alb, Katasternummer A 40). Dort hausten vor mehr als 12.000 Jahren Höhlenbären. Auch Reste von Eisfüchsen und auch vom Mammut wollen Forscher hier gefunden haben. Von den Steinzeitmenschen, die die Höhle als Behausung nutzten, sind Steinbohrer aus blaugrauem Feuerstein, Klingenkratzer aus Hornstein und Skelettreste überliefert. Auch Jahrtausende später diente das Kühloch noch als Unterschlupf. Dort versteckten die Bauern in den Kriegen ihr Vieh. Aus dieser Zeit stammt der Name Kühloch. Außerdem nutzte Raub- und Mordgesindel die Höhle als Zufluchtstätte.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111105/202833&attr=OBJ&val=894
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 578.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Königstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien