Königswalde
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Direktionsbezirk: | Chemnitz | |
| Landkreis: | Erzgebirgskreis | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Bärenstein | |
| Höhe: | 537 m ü. NN | |
| Fläche: | 19,54 km² | |
| Einwohner: |
2.317 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 119 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 09471 | |
| Vorwahl: | 03733 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ERZ | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 5 21 340 | |
| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Jöhstädter Straße 5 09471 Königswalde |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Wolfgang Hotze (UB) | |
| Lage der Gemeinde Königswalde im Erzgebirgskreis | ||
Königswalde (erzgebirgisch: Kinnisch'wall) ist eine Gemeinde am Pöhlbach im Erzgebirgskreis, Sachsen, Deutschland. Aufgrund der noch weitgehend vorhandenen Steinrücken als Flurgrenzen gilt Königswalde als eines der markantesten Waldhufendörfer des Erzgebirges.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Das Waldhufendorf Königswalde liegt in einer Nord-Süd-Richtung im Tal des Pöhlbaches. Höchster Punkt ist der Zigeunerfels mit 737 m.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Im Osten von Königswalde liegt Jöhstadt, im Süden grenzt der Ort an die Tschechische Republik, im Südwesten Bärenstein, im Westen Sehmatal, im Nordwesten Annaberg-Buchholz und im Norden und Nordosten Mildenau
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Neben dem Hauptort Königswalde gibt es noch den Ortsteil Brettmühle.
[Bearbeiten] Geschichte
Um 1200 erfolgte die Besiedelung des rechts des Pöhlbaches (Osten) gelegenen Ortsteiles. Der Ort stand unter der Herrschaft der Waldenburger und wurde Lichtenhain genannt. Der links des Pöhlbaches gelegene Teil wurde um 1250 besiedelt und gehörten ursprünglich als Teil des Schlosses Schlettau zu Böhmen. 1413 kam der als Kunigswald bezeichnete Ort dann zum Kloster Grünhain, das 1536 im Amt Grünhain aufging. Der Ortsteil wurde später als Amtsseite bezeichnet.
1512 wurde der östliche Teil von Paul von Thumbshirn gekauft, der diesen dann später an die Stadt Annaberg weiterveräußerte. Der Ortsteil wurde Ratsseite genannt.
Mit der Leipziger Teilung kam die Ratsseite zu den Albertinern, die Amtsseite zu den Ernestinern. Erst am 1. November 1875 vereinigten sich die beiden Ortsteile zu einer Gemeinde.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Am 3. Oktober 1990 zählte Königswalde 2356 Einwohner. Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres:
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1993 bis 1997
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1998 bis 2002
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2003 bis 2007
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ab 2009
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- Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen
[Bearbeiten] Gedenkstätten
- Gedenkstein am Brettmühlenweg, Nähe August-Bebel-Straße 40, zur Erinnerung an den kriegsmüden Wehrmachtssoldaten Otto Kressner, der an dieser Stelle im April 1945 von SS-Männern ermordet wurde
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Sankt-Trinitatis-Kirche
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Jahrhundertelang bestimmt die Landwirtschaft den Ort. Im 19. Jahrhundert siedelten sich im Tal einige Industriebetriebe an. Meist waren die Einwohner in den Nachbarorten beschäftigt. Am 18. Januar 2008 erhielt Frau Iris Sellke – Pächterin des Gasthof & Pension Brettmühle – den Sächsischen Gründerinnenpreis 2008.
[Bearbeiten] Verkehr
Den Bahnanschluss erhielt Königswalde 1873 an die Zschopautalbahn. Dieser obere Bahnhof lag jedoch 180 Meter (bei 703 m ü. NN) über der Ortslage. 1928 wurde darum die im Pöhlbachtal verlaufende Plattentalbahn bis Königswalde verlängert. Dieser untere Bahnhof bestand bis 1951, dann wurde die Strecke wieder abgebaut. Der obere Bahnhof wurde um 2000 aufgelassen.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter des Ortes
- Christian Lehmann (1611–1688), Pfarrer und bedeutender Chronist des Erzgebirges
[Bearbeiten] Literatur
- Lothar Klapper: Königswalder Geschichtsbuch – Ein sächsisches Erzgebirgsdorf in acht Jahrhunderten (Von den Anfängen bis 1945), 2000
- Königswalde. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 5. Band, Zwickau 1818, S. 11 f.
- Richard Steche: Königswalde. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, 4. Heft: Amtshauptmannschaft Annaberg. C. C. Meinhold, Dresden 1885, S. 81.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Internetpräsenz der Verwaltungsgemeinschaft Bärenstein
- Internetpräsenz der Gemeinde Königswalde
- Königswalde im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
- Private Website zur Geschichte des Ortes
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