Körbecke (Möhnesee)

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Körbecke
Gemeinde Möhnesee
Koordinaten: 51° 30′ N, 8° 8′ O51.4974222222228.1358638888889Koordinaten: 51° 29′ 51″ N, 8° 8′ 9″ O
Fläche: 15,02 km²
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 59519
Vorwahl: 02924

Körbecke ist der größte Ortsteil und Verwaltungssitz der Gemeinde Möhnesee im Kreis Soest, Nordrhein-Westfalen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

In der Stiftungsurkunde des Klosters Welver von 1240 wurde unter den Zeugen auch ein Theoderikus de Kurbicke erwähnt. Graf Gottfried IV. verkaufte 1368 die Grafschaft Arnsberg und damit Ort und Amt Körbecke an das Erzstift Köln. Die Stadt Soest hatte dem Erzstift zum Ankauf der Grafschaft 3500 Gulden geliehen. Der Trierer Erzbischof Kuno von Falkenstein, sede vacante auch Administrator von Köln, bestätigte den Soestern die Erbgenossenrechte im Arnsberger Wald und sprach ihnen die Kompetenz eines einfachen Hof- oder Burggerichtes über das Gericht in Körbecke zu. Erzbischof Dietrich II. bestätigte dies 1414. Das Gericht blieb bis zur Aufhebung des Erzstiftes im Jahr 1803 bei Soest und ging dann zusammen mit dem übrigen Herzogtum Westfalen an Hessen-Darmstadt.[1]

Am 1. Juli 1969 wurde Körbecke in die Gemeinde Möhnesee eingegliedert.[2]

[Bearbeiten] Tourismus

Körbecke besitzt eine Strandpromenade und einen Freizeitpark; dem Brückenweg benachbart sind zwei Campingplätze (nur Dauergäste). Die Gemeinde bietet viele Möglichkeiten der Erholung und Freizeitgestaltung. Des Weiteren befindet sich hier die Dr. Becker Klinik Möhnesee, eine Klinik für psychosomatische und kardiologische Rehabilitation.

Körbeckes Südrand, der über die Fußgängerbrücke über den Möhnesee erreichbar ist, hat direkten Zugang zum Naturpark Arnsberger Wald. Am Waldrand befindet sich eine der größten Jugendherbergen Deutschlands.

[Bearbeiten] Kirche St. Pankratius

Die katholische Kirche St. Pankratius hat wertvolle Altar-Schnitzarbeiten aus dem 17. Jahrhundert von dem jahrzehntelang in Körbecke tätigen Schnitzer- und Bildhauer-Meister Heinrich Stütting aus dem Sauerland, dessen großer Alkoholbedarf und Schuldenmachen heute noch in „Vertellekes“-Geschichten durchs Dorf gehen. Interessantes Detail seiner Arbeiten neben dem Altarbereich ist die lebensgroße Heiligen-Figur des Christophorus, die in halb gebückter Haltung auf der Schulter den Predigtstuhl trägt. Diese farbig bemalte Figur sorgte auch für einen Spottnamen „Sankt Stangelinus“.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. A. Ludorf:Die Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen, herausgegeben vom Provinzial-Verbande der Provinz Westfalen, 1905, Seite 32
  2.  Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970.

[Bearbeiten] Weblinks


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