Köwerich

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Köwerich
Köwerich
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Köwerich hervorgehoben
49.8405555555566.8716666666667145Koordinaten: 49° 50′ N, 6° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Schweich an der Römischen Weinstraße
Höhe: 145 m ü. NHN
Fläche: 2,31 km²
Einwohner: 331 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 143 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54340
Vorwahl: 06507
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 067
Adresse der Verbandsverwaltung: Brückenstraße 26
54338 Schweich
Webpräsenz: www.koewerich.com
Ortsbürgermeister: Elmar Schlöder
Lage der Ortsgemeinde Köwerich im Landkreis Trier-Saarburg
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Über dieses Bild
Sicht über Köwerich

Köwerich an der Mosel ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße an.

Geschichte[Bearbeiten]

Köwerich zählt zu den Ortschaften des Trierer Landes, deren urkundlich nachweisbare Geschichte in das frühe Mittelalter reicht. Dabei kann sich Köwerich auf zwei Urkunden der Jahre 704 und 710 berufen, über deren Echtheit es keinen Zweifel gibt und deren lateinische Namensformen in villa Cabriaco und in monte Cabracense eindeutig als Köwerich identifiziert werden.

Die Einzelurkunden selbst sind nicht im Original erhalten, sondern in einer im Echternacher Skriptorium angefertigten Handschrift des 13. Jahrhunderts überliefert – in Kurzform, aber mit den wichtigsten Angaben des materiellen Inhaltes. Beide den Ort Köwerich betreffenden Urkunden der Jahre 704 und 710 stehen in engstem Zusammenhang mit dem wenige Jahre zuvor gegründeten Kloster Echternach und seinen Stiftern, Gönnern und Wohltätern. Die Handschrift enthält 240 Urkundenabschriften bzw. Auszüge des 7. bis 13. Jahrhunderts und ist wegen ihres wertvollen Inhaltes als das Goldene Buch der Abtei Echternach bekannt – als Liber aureus Epternacencis. Das Goldene Buch wird heute – nach einer durch die Wirren der französischen Revolution ausgelösten abenteuerlichen Odyssee – in der Handschriftenabteilung der Forschungs- und Universitätsbibliothek im Schloss Friedenstein im thüringischen Gotha aufbewahrt.

Köwerich spielt auch eine gewisse Rolle in der Familiengeschichte von Beethoven: Die Mutter von Ludwig van Beethoven trug den Namen Maria-Magdalena Keverich, weil einer ihrer Vorfahren aus dem Ort stammte. Am St.-Kunibert-Platz Nr. 2 steht das Wohnhaus der Ahnen Beethovens.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Köwerich besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[2]

Ortsbürgermeister[Bearbeiten]

  • bis 2014: Robert Linden
  • ab 2014: Elmar Schlöder

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Am Zusammentreffen der Gemarkungen von Klüsserath, Köwerich und Trittenheim auf der linken (nördlichen) Moselseite liegt ein etwa drei Meter hoher, dachförmig zulaufender Sandsteinblock von etwa einem halben Meter Dicke, der im unteren Teil ovalförmige Vertiefungen aufweiset. Es wird in diesem Stein ein keltischer Menhir vermutet. Weitere keltische Funde am Ortsrand stützen diese These.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Köwerich

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Der gebürtige Köwericher Dr. Paul Jostock, ein Verfechter der katholischen Soziallehre, wurde 1963 zum Ehrenbürger ernannt. Die Thesen Jostocks, die auch für die gegenwärtigen Fragen der Sozialpolitik und Sozialreform von Bedeutung sind, bildeten die Grundlage für zwei in Köwerich ausgerichtete interdisziplinäre und internationale Symposien in den Jahren 2004 und 2006. Mit Blick auf seinen 40. Todestag waren die 5. Köwericher Akademischen Tage im Jahr 2005 dem Thema „Soziale Gerechtigkeit“ gewidmet.

Weinlagen[Bearbeiten]

  • Köwericher Held
  • Köwericher Laurentiuslay

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Köwerich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen