Kārsava

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Kārsava (dt.: Karsau)
Wappen von Kārsava
Kārsava (Lettland)
Red pog.svg
Basisdaten
Staat: Lettland
Landschaft: Lettgallen (lettisch: Latgale)
Verwaltungsbezirk: Kārsavas novads
Koordinaten: 56° 47′ N, 27° 41′ O56.78388888888927.684722222222Koordinaten: 56° 47′ 2″ N, 27° 41′ 5″ O
Einwohner: 2.420 (1. Jan. 2010)
Fläche: 3,9 km²
Bevölkerungsdichte: 620,51 Einwohner je km²
Höhe:
Stadtrecht: seit 1928
Webseite: www.karsava.lv
Postleitzahl:
ISO-Code:
Karsava.JPG
Katholische Kirche in Kārsava

Kārsava (lettgalisch: Kuorsova; deutsch Korsowka oder Karsau) ist eine Stadt im östlichen Teil von Lettland nahe der russischen Grenze.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gegend war etwa seit dem 8. Jahrhundert vom Stamm der Lettgallen besiedelt. Kārsava war hier ein größerer Ort mit mehreren befestigten Burghügeln. Bis 1763 residierte hier ein örtlicher Kral. In diesem Jahr wurde auch die Katholische Kirche erbaut. 1793 fiel Polnisch Livland an Russland und Kārsava wurde Teil des Gouvernement Witebsk. Der Ort befand sich an der Poststraße von Rēzekne nach Ostrow und wurde ein Zentrum des Handels. Im Rußlandfeldzug Napoleons wurde der Ort schwer verwüstet. 1836 wurde eine Chaussee von St. Petersburg nach Warschau gebaut. 1860 folgte eine Eisenbahnstrecke. Dies brachte wirtschaftlichen Aufschwung für Kārsava, welches an beiden Strecken liegt. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Gebiet 1920 als Teil Lettlands anerkannt. 1928 wurden die Stadtrechte verliehen.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Das Novads Kārsava unterhält mit der niedersächsischen Gemeinde Bad Bodenteich eine Städtepartnerschaft.
  • Von architektonischem Interesse sind die Römisch-Katholische Kirche (1763), die Russisch-Orthodoxe Kirche (19.Jahrhundert) sowie die Malnava-Kapelle (19.Jahrhundert).

Kārsavas novads[Bearbeiten]

Kārsavas novads besteht durch eine Neustrukturierung Lettlands seit 2009. Der Bezirk besteht aus der Stadt Kārsava und den Gemeinden Goliševa, Malnava, Mērdzene, Mežvidi und Salnava.

Das novads Kārsava grenzt an die novads Balvi, Baltinava, Rēzekne, Cibla. Im Osten grenzt die russische Föderation mit einer Länge von 66 Kilometern.

Im Jahr 2010 lebten hier 6941 Einwohner.[1] Bei der Volkszählung im Jahr 2000 betrug die Einwohnerzahl noch 8574, von denen 73 % Lettisch und 26 % Russisch als Nationalität angaben. Das novads Kārsava hat eine Fläche von 628 km². Im ländlichen Bereich beträgt die Einwohnerdichte 8 Einwohner/km².

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Astrīda Iltnere (Red.): Latvijas Pagasti, Enciklopēdija. Preses Nams, Riga 2002, ISBN 9984-00-436-8.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Latvijas iedzīvotāju skaits pašvaldībās 01.07.2010 pmlp.gov.lv