Kōsaku Yosida

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Kōsaku Yosida (1969)

Kōsaku Yosida (jap. 吉田 耕作, Yoshida Kōsaku; * 7. Februar 1909 in Hiroshima, Japan; † 20. Juni 1990) war ein japanischer Mathematiker, der durch seine Arbeiten in der Funktionalanalysis bekannt geworden ist.

Yosida studierte an der Universität Tokio und war dann an den Universitäten von Ōsaka und Nagoya, bevor er 1955 Professor an der Universität Tokio wurde. Ab 1969 war er Professor an der Universität Kyoto und Direktor des Research Institute for Mathematical Sciences. Von 1972 bis 1979 war er Professor an der Gakushūin-Universität.

Yosida war Präsident der Japanischen Mathematischen Gesellschaft, Mitglied des Science Council of Japan und Mitglied des Exekutivkomitees der Internationalen Mathematischen Union. 1971 wurde er Mitglied der Japanischen Akademie der Wissenschaften.

Eine seiner wichtigsten Arbeiten leistete er in der Theorie der stark stetigen Halbgruppen mit dem Satz von Hille-Yosida: Yosida konnte 1948 mit Hilfe der so genannten Yosida-Approximation eine Charakterisierung der kontraktiven stark stetigen Halbgruppen zeigen. Dies konnte später auf allgemeine stark stetige Halbgruppen erweitert werden. Sein Lehrbuch der Funktionalanalysis von 1965 fand weite Verbreitung.

1954 hielt er einen Plenarvortrag auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Amsterdam (Semigroup theory and the integration problem of diffusion equations).

Schriften[Bearbeiten]

  • Kōsaku Yosida: Functional Analysis. Classics in Mathematics. 6. Auflage. Springer-Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-540-58654-7.
  • Kōsaku Yosida: Collected papers. Springer-Verlag, Tokyo 1992, ISBN 4-431-70111-7.
  • Kōsaku Yosida: Lectures on differential and integral equations. Dover Publications, Inc., New York 1991, ISBN 0-486-66679-4.

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Preface der Collected papers, Springer-Verlag, Tokyo 1992 (enthält kurzen Lebenslauf)