Kōya-san

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Danjogaran, der zentrale Tempelbezirk des Kōya-san

Kōya-san (jap. 高野山) ist eine Gruppe von Bergen in der Präfektur Wakayama südlich von Ōsaka.

Das Gebiet wurde im Jahre 819 von dem Mönch Kukai erschlossen und ist die wichtigste Stätte der Shingon-Richtung des japanischen Buddhismus. Die Bauwerke befinden sich in einer 800 m hohen Senke zwischen den acht Gipfeln, die als Kōya-san bezeichnet werden. Im Laufe der Jahrhunderte entstand eine beachtliche Siedlung mit über 110 Klöstern und einer Universität für religiöse Studien. Etwa die Hälfte der Klöster bieten Pilgern und Touristen Unterkunft mit vegetarischer Mönchskost und auch die Möglichkeit, an der morgendlichen Zeremonie teilzunehmen.

Auf dem Kōya-san befinden sich folgende berühmte Stätten:

  • Oku-no-in (奥の院, wörtlich 'tiefinnere Halle'), eine kleine Anlage mit dem Mausoleum von Kūkai, umgeben vom größten und bedeutendsten alten Friedhof Japans mit den Grabstätten bekannter Persönlichkeiten der japanischen Geschichte;
  • Kompon Daitō (根本大塔, wörtlich 'grundlegende Großpagode'), eine Pagode, die nach der Lehre des Shingon den Mittelpunkt eines Mandala bildet, das nicht nur den Kōya-san, sondern ganz Japan bedeckt;
  • Kongōbu-ji (金剛峰寺), der Kongōbu-Tempel, welcher als wichtigster Tempel der Shingon-Richtung gilt.

Der Kōya-san ist mit Zügen der Nankai Electric Railway vom Bahnhof Namba in Ōsaka aus erreichbar. Die Fahrt endet am Bahnhof Gokurakubashi (極楽橋) in einem Tal nördlich des Kōya-san. Eine Standseilbahn transportiert die Besucher von dort in fünf Minuten zur Bergstation. Von hier aus sind es noch einmal etwa fünf Minuten mit dem Taxi oder Bus in den Kernteil der Siedlung. Mit dem Schnellzug dauert die gesamte Fahrt rund eineinhalb Stunden.

2004 wurde Kōya-san zusammen mit anderen Stätten auf der Halbinsel Kii von der UNESCO zur Stätte des Weltkulturerbes erklärt.

Weblinks [Bearbeiten]

34.2125135.586388888891000Koordinaten: 34° 13′ N, 135° 35′ O

Bildergalerie [Bearbeiten]