KHL Medveščak Zagreb

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KHL Medveščak Zagreb
KHL Medveščak Zagreb
Erfolge
Vereinsinfos
Geschichte KHL Medveščak Zagreb (seit 1961)
Standort Zagreb, Kroatien
Vereinsfarben blau, weiß
Liga Kontinentale Hockey-Liga
Kroatische Eishockeyliga
Spielstätte Dom športova
Arena Zagreb
Kapazität 7.500
15.024 Plätze
Cheftrainer Doug Shedden
Kapitän Andrew Murray
Saison 2013/14 6. Platz (West), Playoff-Achtelfinale

Der KHL Medveščak Zagreb ist ein kroatischer Eishockeyclub aus Zagreb. Seit der Saison 2013/14 spielt der Club in der eurasischen Kontinentalen Hockey-Liga. Der Club ist 18-facher Kroatischer Meister und gehörte von 2006 bis 2009 der slowenischen Eishockeyliga sowie von 2009 bis 2013 der multinationalen EBEL an.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Verein wurde im Jahr 1961 gegründet und spielte von Beginn an in der jugoslawischen Eishockey-Liga. Zu dieser Zeit wurde die Meisterschaft vom slowenischen Club HK Jesenice dominiert, dessen Vorreiterstellung erst in den 70er Jahren durch den ebenfalls slowenischen HDD Olimpija Ljubljana gebrochen werden konnte. Medveščak Zagreb spielte lange Zeit nur eine Nebenrolle in dem Bewerb und arbeitete sich erst Ende der 80er Jahre in die Spitzengruppe vor. Erst knapp vor dem Auseinanderbrechen Jugoslawiens gewann die Mannschaft drei Mal in Folge den Titel des Jugoslawischen Meisters und setzte diese Dominanz anschließend in der kroatischen Eishockeyliga fort, nachdem für einige Zeit zu Beginn der kroatischen Ligageschichte der Lokalrivale KHL Zagreb das Zepter übernommen hatte.

Medveščak ist amtierender Kroatischer Rekordmeister mit insgesamt zwölf gewonnenen Titeln. Von 1997 bis 2007 holte das Team elf Meistertitel in Folge. Erst KHL Mladost Zagreb konnte 2008 diese Siegesserie stoppen. Nach zwei Jahren in der slowenischen Liga wechselte man 2009 in die österreichische EBEL, tritt aber weiterhin mit einer zweiten Mannschaft in der slowenischen Liga an.

Wechsel in die Erste Bank Liga[Bearbeiten]

Alternativ-Logo des Klubs

Aufgrund der Überlegenheit in der heimischen Liga stellte die Mannschaft bereits im Jahr 2007 den Antrag, in der österreichischen Eishockey-Liga spielen zu dürfen, jedoch wurde diesem Wunsch aufgrund der großen Distanzen und Bedenken gegenüber dem sportlichen Niveau des Clubs zunächst nicht entsprochen. Nach dem Ausstieg des HC Innsbruck und dem daraus resultierenden Fehlen eines zehnten Teams wurde im Frühjahr 2009 dem Antrag schließlich doch stattgegeben. Medveščak verstärkte die Mannschaft mit erfahrenen Transferkartenspielern und holte einige ausländische Spieler mit kroatischen Wurzeln ins Team. In der Premierensaison schaffte es der Club auf Anhieb in die Playoffs und setzte sich überraschend im Viertelfinale gegen den EC Graz 99ers, der den Grunddurchgang souverän gewonnen hatte, in sechs Spielen durch. Im Halbfinale unterlag die Mannschaft jedoch deutlich dem EC Red Bull Salzburg. Im folgenden Jahr folgte nach einem erneuten achten Platz im Grunddurchgang das Viertelfinalaus gegen den EC KAC. Die Spielzeiten 2011/12 und 2012/13 konnten nach dem Grunddurchgang auf dem zweiten Tabellenplatz abgeschlossen werden. Die Mannschaft entwickelte sich in der Zeit besonders durch spektakuläre Freiluftspiele zu einem Publikumsmagneten der Liga.

Einstieg in die KHL[Bearbeiten]

Nachdem es bereits 2012 erste Verhandlungen über einen möglichen Beitritt des Klubs zur Kontinentalen Hockey-Liga (KHL) gegeben hatte, wurden diese Verhandlungen im April abgeschlossen und der Klub zur Saison 2013/14 in die Kontinentale Hockey-Liga aufgenommen.[1] Als neuer Trainer wurde der Kanadier Mark French verpflichtet, sowie eine Reihe von Spielern aus der American Hockey League und europäischen Top-Ligen zum Neuaufbau des Kaders unter Vertrag genommen.[2] In der ersten KHL-Saison des Klubs erreichte die Mannschaft auf den sechsten Tabellenrang der Western Conference, schied jedoch im Viertelfinale gegen den HC Lev Prag aus.

Sonstige Bewerbe[Bearbeiten]

Dom športova, KHL Medveščak Zagreb - Graz 99ers; 3. Januar 2010

Die Mannschaft hat außerdem seit 2003 vier Mal am Continental Cup teilgenommen. Als beste Platzierung konnte 2004/05 der zweite Platz in der Gruppenphase erreicht werden.

Des Weiteren nahm die Mannschaft zwischen 2000 und 2007 insgesamt sieben Mal an der parallel zu den jeweiligen staatlichen Ligen stattfindenden multinationalen Interliga teil, konnte dort aber als bestes Ergebnis nur eine Halbfinalteilnahme in der Saison 2004/05 erzielen.

Erfolge[Bearbeiten]

Kader der Saison 2014/15[Bearbeiten]

Stand: 17. Dezember 2014

Nr. Nat. Spieler Pos. Geburtsdatum im Team seit Geburtsort
31 KanadaKanada KroatienKroatien Dekanich, MarkMark Dekanich G 10. Mai 1986 2013 North Vancouver, British Columbia, Kanada
34 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Heeter, CalCal Heeter G 12. November 1988 2014 St. Louis, Missouri, USA
30 SchwedenSchweden Owuya, MarkMark Owuya G 18. Juli 1989 2014 Stockholm, Schweden
1 KroatienKroatien Tomljenović, MateMate Tomljenović G 03. August 1993 2014 Zagreb, Kroatien
77 KanadaKanada Carle, MathieuMathieu Carle – A D 30. September 1987 2013 Gatineau, Quebec, Kanada
36 KanadaKanada Flood, MarkMark Flood D 29. September 1984 2014 Charlottetown, Prince Edward Island, Kanada
24 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Hutchinson, AndrewAndrew Hutchinson D 24. März 1980 2014 Evanston, Illinois, USA
89 KanadaKanada KroatienKroatien Katic, MarkMark Katic D 09. Mai 1989 2013 Porcupine, Ontario, Kanada
4 KanadaKanada Kinrade, GeoffGeoff Kinrade D 29. Juli 1985 2014 Nelson, British Columbia, Kanada
23 KroatienKroatien DeutschlandDeutschland Martinović, SašaSaša Martinović D 27. September 1984 2011 Füssen, Deutschland
82 KanadaKanada Morrisonn, ShaoneShaone Morrisonn D 23. Dezember 1982 2014 Vancouver, British Columbia, Kanada
6 KanadaKanada KroatienKroatien Popovic, MarkMark Popovic – A D 11. Oktober 1982 2013 Stoney Creek, Ontario, Kanada
KanadaKanada Beaudoin, EricEric Beaudoin C 03. Mai 1980 2014 Ottawa, Ontario, Kanada
62 DanemarkDänemark Bjorkstrand, PatrickPatrick Bjorkstrand C 01. Juli 1992 2013 Herning, Dänemark
16 KanadaKanada Glumac, MikeMike Glumac C 05. April 1980 2013 Niagara Falls, Ontario, Kanada
94 SchwedenSchweden KolumbienKolumbien Hedberg, EdwinEdwin Hedberg LW 29. Januar 1994 2014 Medellín, Kolumbien
14 KanadaKanada Kolanos, KrysKrys Kolanos C 27. Juli 1981 2014 Calgary, Alberta, Kanada
8 SchweizSchweiz KroatienKroatien Kostović, DarioDario Kostović LW 08. August 1980 2011 Split, SR Kroatien
18 FinnlandFinnland Leino, VilleVille Leino LW 06. Oktober 1983 2014 Savonlinna, Finnland
92 KanadaKanada McLean, KurtisKurtis McLean C 02. November 1980 2014 Kirkland Lake, Ontario, Kanada
17 KanadaKanada Murray, AndrewAndrew Murray – C LW 06. November 1981 2013 Selkirk, Manitoba, Kanada
19 KanadaKanada Pelletier, PascalPascal Pelletier RW 16. Juni 1983 2014 Labrador City, Neufundland und Labrador, Kanada
74 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten KroatienKroatien Perkovich, NathanNathan Perkovich RW 15. Oktober 1985 2012 Canton, Michigan, USA
12 KanadaKanada Segal, BrandonBrandon Segal RW 12. Juli 1983 2014 Richmond, British Columbia, Kanada
93 KanadaKanada St. Pierre, MartinMartin St. Pierre C 11. August 1983 2014 Ottawa, Ontario, Kanada
9 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Thomas, BillBill Thomas – A RW 20. Juni 1983 2013 Pittsburgh, Pennsylvania, USA
38 KanadaKanada Wright, JamesJames Wright C 24. März 1990 2014 Saskatoon, Saskatchewan, Kanada

Vereinsstatistik[Bearbeiten]

Die folgende Statistik bezieht sich auf die Teilnahme des Vereins an der österreichischen Eishockey-Liga.

Saison Hauptrunde Play-offs Anmerkung
Spiele S N NNV Sieg% T GT TVH Punkte Rang Spiele S N NNV Sieg% T GT TVH Punkte
2009/10 54 25 22 7 52,78 % 160 182 -22 57 8 11 5 6 0 45,45 % 27 31 -4 Halbfinal-Out
2010/11 54 23 25 6 48,15 % 171 171 0 52 8 5 1 3 1 30,00 % 18 20 -2 Viertelfinal-Out
Summe ÖEHL 108 48 47 13 50,46 % 331 353 -22 109 16 6 9 1 40,63 % 45 51 -6

Legende: S = Siege, N = Niederlagen in regulärer Spielzeit, NNV = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, Sieg% = Prozentsatz der erzielten an den insgesamt möglichen Punkten, TVH = Torverhältnis

Trainer seit 2009[Bearbeiten]

Zeitraum Nation Trainer Anmerkungen
2009 KanadaKanada Enio Sacilotto vorzeitig entlassen
November 2009 – Dezember 2010 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ted Sator 1 mal Halbfinal-Out, vorzeitig entlassen
Dezember 2010 – Juli 2011 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Doug Bradley
2011–2013 KanadaKanada Marty Raymond einmal Halbfinal-Out, 1 mal Viertelfinal-Out
2013–2014 KanadaKanada Mark French 11. Platz (West); Playoff-Achtelfinale
Jul.–Okt. 2014 KanadaKanada Chuck Weber
seit Okt. 2014 KanadaKanada Doug Shedden

Stadion[Bearbeiten]

Die Heimspiele des Medveščak Zagreb werden im Dom športova in Zagreb ausgetragen, der 1972 erbaut wurde und Platz für 6.300 Zuschauer bietet. Seit dem Einstieg der Bären in die österreichische Eishockeyliga ist die Halle regelmäßig ausverkauft, was entscheidend dazu beitrug, die Zuschauerzahl der EBEL in der Premierensaison des Clubs erstmals auf mehr als eine Million anzuheben.

In der Saison 2009/10 wich die Mannschaft zwei Mal in die Salata-Freiluft-Arena aus und absolvierte je eine Begegnung gegen den EC VSV und die Vienna Capitals unter freiem Himmel. 2010/11 trug der Club im Jänner vier Begegnungen in der wesentlich größeren Arena Zagreb aus, und konnte dabei insgesamt mehr als 60.000 Zuschauer anlocken.

Zuschauerschnitt[Bearbeiten]

Quelle: Website des ÖEHV[3]

Saison Heimspiele Zuschauer Zuschauer pro Spiel
2009/10 32 190.850 5.964
2010/11 29 225.794 7.786
2011/12 30 255.360 8.512
2012/13 30 232.500 7.750

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMedvescak Zagreb: Von der EBEL in die KHL - Die "Bären" aus Zagreb wandern aus der EBEL-Liga ab. Neue Destination: die russische KHL. sportnet.at, 30. April 2013, abgerufen am 26. Juni 2013.
  2. hockeyfans.at, Zagrebs KHL Kader ist fast komplett, 3. Juli 2013, abgerufen am 3. Juli 2013
  3. Homepage des ÖEHV

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: KHL Medveščak Zagreb – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien