KSV Baunatal

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KSV Baunatal e. V.
logo
Name Kultur- und Sportverein Baunatal e. V.
Gegründet 2. September 1892
Mitglieder 6000
Abteilungen 32 mit über 40 Sportarten
Vorsitzender Ursula Harms, Präsidentin und Geschäftsführerin
Homepage www.ksv-baunatal.de

Der Kultur- und Sportverein Baunatal e. V. ist ein Sportverein mit rund 6000 Mitgliedern, er ist damit der größte Sportverein in Baunatal und in der Region Nordhessen.[1] [2]

Geschichte[Bearbeiten]

Der heutige KSV Baunatal ist aus mehreren Vereinen, die sich in den damaligen Gemeinden Altenritte, Altenbauna und Kirchbauna in der heutigen Stadt Baunatal gegründet hatten, hervorgegangen. Allgemein gilt als Gründerverein des KSV Baunatal der 1892 gegründete Turnverein "Gut Heil" in Altenritte. Von 1903 bis 1910 entstanden in Altenritte der "Arbeiter-Turn-Verein" und der "Deutsche Turnverein", in Altenbauna der "Deutsche Turnverein" und der "Arbeiter-Turnverein". In Kirchbauna bildete sich zeitgleich der "Deutschen Turnverein Gut Heil". Das Jahr 1914 stand für die erste Fußballsparte in Altenritte. 1918 gründete sich der "Arbeiter-Turn- und Sportverein" in Altenbauna und 1919 lebte auch der "Deutsche Turnverein" wieder auf. Im Jahr 1921 wurde schließlich auch in der Gemeinde Kirchbauna ein "Arbeiter-Turn- und Sportverein" gegründet, der 1925 eine Handballsparte eröffnete. Umbenennungen und Neugründungen prägte auch die Zeit zwischen 1933 und 1944, so entstanden der Turn- und Sportverein "Gut Heil" in Altenbauna, der VfL Altenritte und der FSV Kirchbauna. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete sich 1945 den Kultur- und Sportverein Altenbauna, in Altenritte der Kultur- und Sportverein Altenritte, in Kirchbauna der FSV Kirchbauna, der sich 1955 in Spielvereinigung Kirchbauna umbenannte.

Nachdem sich am 1. Januar 1964 die Gemeinden Altenbauna, Altenritte, Kirchbauna zur Gemeinde Baunatal zusammengeschlossen hatten, fusionierten am 13. April 1964 auch die beiden Sportvereine "KSV Altenritte" und "KSV Altenbauna" unter dem Namen Kultur- und Sportverein Baunatal e. V. - KSV Baunatal. 1970 schloss sich der zwischenzeitlich von FSV in SV umbenannte Sportverein Kirchbauna dem Verein an. Im Jahr 1992 feierte der KSV Baunatal sein hundertjähriges Vereinsjubiläum.

Bedeutung des KSV Baunatal[Bearbeiten]

Gemäß seinem Leitbild[3] sieht sich der KSV Baunatal als der größte Sportverein in der Region mit einem vielfältigen Sportangebot. Das Angebot reicht von Leistungssport über Breiten- und Freizeitsport bis zu Sport in der Prävention und Rehabilitation, darüber hinaus bietet der KSV Baunatal kulturelle Angebote an. Auch das Programm "Integration durch Sport" [4], das der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) initiiert hat, wird vom KSV Baunatal als anerkannter Stützpunktverein unterstützt. Das zentrale Ziel des Programms ist die Integration von Zuwanderern.

Abteilungen[Bearbeiten]

Der KSV Baunatal gliedert sich in 32 Abteilungen mit über 40 Sportarten[5]. Neben Fußball, Handball, Leichtathletik werden z. B. auch Herzsport, Cheerleading, Petanque und Tanzsport angeboten.

KSV-Sportwelt in Baunatal - Abteilungen im KSV Baunatal e. V.
KSV Baunatal2.png

Ambulanter Herzsport| Badminton | Basketball | Boxen | Cheerleading | Eissport | Flamenco | Fußball | Handball | Hip-Hop | Hockey | Inline-Hockey | Inline-Skating | Judo | Ju-Jutsu | Kegeln | Kickboxen | Kunstradsport | Leichtathletik | Musikzug | Petanque | Radsport-Outdor | Reha-Sport | Schwimmen | Seniorensport | Ski | Sportakrobatik | Tanzen | Tauchen | Tennis | Tischtennis | Trampolin | Triathlon | Turnen | Volleyball | Wandern |

Abteilung Badminton[Bearbeiten]

Paul Bösl wurde 2013 zweifacher Deutscher Vizemeister im Doppel und Mixed in seiner Altersklasse.[6]

Abteilung Cheerleading[Bearbeiten]

Die "Seniors" des KSV Baunatal nahmen 2010 als erstes nordhessisches Cheerleading-Team an den Deutschen Meisterschaften teil und erreichten einen dritten Platz [7]. Zuvor wurde man bereits Hessenmeister, sowie Vize-Regionalmeister.

Abteilung Fußball[Bearbeiten]

Ihren Anfang nahm die Tradition der Fußballabteilung im Jahre 1914. Anlässlich eines Turnfestes wurde zum ersten Mal auf einem Wiesengelände in Baunatal ein Fußballspiel ausgetragen. Von 1976 bis 1979 spielte der Verein in der 2. Fußball-Bundesliga. Während dieser Zeit bestritt der KSV seine Heimspiele im Auestadion in Kassel.[8]. Anschließend spielte der KSV bis 1991 in der Amateur-Oberliga Hessen, stieg danach zeitweise in die Landesliga ab. Seit 1999 gehört der KSV Baunatal wieder der höchsten hessischen Spielklasse, der Fußball-Hessenliga, an. In der Saison 2012/2013 gelang der Aufstieg in die Regionalliga Südwest.

Abteilung Handball[Bearbeiten]

Die Handballer des KSV Baunatal bilden eine Spielgemeinschaft mit dem TSV Guntershausen und dem TSV Hertingshausen. In der Saison 2012/2013 wurden die A-Jugend-Handballer der Spielgemeinschaft Hessenmeister. Die Herren stiegen 2013 in die Oberliga auf.

Abteilung Hockey[Bearbeiten]

Die Herrenmannschaft der Hockeyabteilung spielt in der Saison 2011/2012 in der Halle in der 4. Verbandsliga Hessen.

Abteilung Inline-Hockey[Bearbeiten]

Die 1998 gegründeten Pinguine Baunatal sind als Inlinehockeyteam in der vom DRIV veranstalteten IHD-Bundesliga tätig.

Abteilung Kegeln[Bearbeiten]

Die Damen des KSV Baunatal sicherten sich in der Saison 2010/2011 die Hessenmeisterschaft, die Herren die Meisterschaft in der Bezirksoberliga, was mit dem Aufstieg in die Regionalliga in der Saison 2011/2012 verbunden ist.

Abteilung Radsport-Outdoor[Bearbeiten]

Erfolgreich auf nationaler und internationaler Ebene ist auch die Abteilung Radsport-Outdoor. Hilmar Schneider wurde im April 2013 Vize-Europameister bei der Duathlon Europameisterschaft auf der Langdistanz.

Abteilung Sportakrobatik[Bearbeiten]

Sportakrobaten Janina Huck und Marcel Becker vom KSV Baunatal holten bei der Deutschen Meisterschaft 2011 in Dresden bei den Mixed-Paaren den Titel[9].

Abteilung Tauchen[Bearbeiten]

Die Abteilung Tauchen im KSV Baunatal war im Jahr 2011 einer von zwölf Siegern des Vereinswettbewerbs „Klimaschutz im Sportverein“[10], den der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und das Bundesumweltministerium (BMU) als Förderer ausgeschrieben haben.

Abteilung Tischtennis[Bearbeiten]

Seit 1963 wird im KSV Baunatal Tischtennis gespielt[11]. Die 1. Herrenmannschaft wurde am 13. April 2013 Meister in der Bezirksklasse[12].

Abteilung Trampolin[Bearbeiten]

Jana Rosenthal wurde 2011 in der Klasse der Schülerinnen bei den Hessischen Doppelmini-Trampolin-Spring Meisterschaften Hessische Meisterin, Sophia Frankfurth Vizemeisterin [13].

Abteilung Triathlon[Bearbeiten]

Am 1. Mai 2012 wurde Simon Sareika Deutscher Meister im Duathlon. Die 1. Herrenmannschaft, Christoph Bentz, David Lappöhn, Michi Zahrt, Heiko Weber und Thomas Schröder, sicherten sich am letzten Wettkampftag im Jahr 2013 den Aufstieg von der Regionalliga Mitte in die 2. Bundesliga. Die 1. Damenmannschaft (Irina Roppelt, Katharina Pietsch, Birgit Solhdju und Diana Tempel) stieg gleichfalls auf, ihr gelang der Sprung von der 2. Hessenliga in die 1. Hessenliga.

Sportanlagen[Bearbeiten]

Parkstadion Baunatal

Die Stadt Baunatal stellt dem KSV Baunatal die für die Durchführung der Sportangebote notwendigen Sportplätze [14] und Sporthallen [15] zur Verfügung. Die Fußballregionalligamannschaft des KSV Baunatal trägt ihre Heimspiele im 1979 eröffneten Parkstadion aus. Das Stadion bietet Platz für 9000 Zuschauer, davon 2578 auf überdachten Sitzplätzen. Das Stadion verfügt zudem über Leichtahletikmöglichkeiten und eine Flutlichtanlage. Zudem stehen dem Verein ein weiteres Stadion am Baunsberg mit 3000 Stehplätzen sowie mehrere Trainingsplätze zur Verfügung. Die Rundsporthalle Baunatal ist die größte Halle mit 829 Sitzplätzen auf den Tribünen und 476 Sitzplätze auf der Teleskoptribüne. Für die Fitness- und Kursangebote des KSV Baunatal stehen vereinseigene Räume zur Verfügung, in denen sich auch die Geschäftsstelle und ein Bistro befinden. Für sein vereinseigenes Fitnessstudio erhielt der KSV Baunatal im Jahr 2008 vom Deutschen Olympischen Sportbund als bundesweit erster Verein das Siegel "Sport Pro Fitness"[16].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wirtschaftsfaktor Sport: Der KSV Baunatal wächst. HNA, vom 03.04.2013, abgerufen am 23. Mai 2013.
  2. Bestandserhebung Landessportbund Hessen: Hessens 10 größte Sportvereine. LSB Hessen, 20123, abgerufen am 23. Mai 2013.
  3. Leitbild des KSV Baunatal. KSV Baunatal, abgerufen am 5. Juli 2011.
  4. Integration durch Sport. DOSB, abgerufen am 10. Juli 2011.
  5. Wirtschaftsfaktor Sport: Der KSV Baunatal wächst. HNA, vom 03.04.2013, abgerufen am 23. Mai 2013.
  6. Cheerleader erobern Treppchen. KSV Baunatal, vom 16.05.2013, abgerufen am 14. Juli 2013.
  7. Cheerleader erobern Treppchen. HNA, vom 24.06.2011, abgerufen am 10. Juli 2011.
  8. Ausnahme: Das letzte Heimspiel der Saison 1978/79 gegen Hanau (Endstand: 1:3) wurde im neu eröffneten Parkstadion Baunatal gespielt (Information vom 29. März 2011, Mitteilung der Geschäftsstelle KSV Baunatal)
  9. Sportakrobatik: Huck/Becker erneut Meister. HNA, abgerufen am 5. August 2011.
  10. Klimaschutz im Sportverein. IDiving, abgerufen am 3. August 2011.
  11. Chronik KSV Baunatal Abteilung Tischtennis. KSV, abgerufen am 23. Mai 2013 (html; 120 kB).
  12. Aktuelles KSV Baunatal Abteilung Tischtennis. KSV, abgerufen am 23. Mai 2013 (html; 120 kB).
  13. Ergebnissliste Hessische Meisterschaften Doppelmini-Trampolin-Springen. HTV, abgerufen am 5. August 2011 (PDF; 120 kB).
  14. Vorstellung der Baunataler Sportplätze. Stadt Baunatal, abgerufen am 17. September 2012.
  15. Vorstellung der Sporthallen. Stadt Baunatal, abgerufen am 17. September 2012.
  16. Fitness- und Gesundheitsstudio im Sportverein. Landessportbund Hessen, abgerufen am 5. Juli 2011.

Weblinks[Bearbeiten]